„Katholiken sind doch auch nicht besser. ich sag nur Papst und Kreuzzüge“

Die Polizeimeldung der Woche kommt von der Polizei im rotrotgrünen Berlin, genauer aus dem schönen Stadtteil Lichtenberg. Überschrieben ist sie mit dem vielsagenden Titel: „Sachbeschädigung und Körperverletzung mit religiösem Hintergrund“.

Interessiert, um welchen religiösen Hintergrund es sich nun handelte, liest man weiter und erhält folgende Information:

„Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin ermittelt zu einer Sachbeschädigung und einer Körperverletzung mit religiösem Hintergrund. Nach bisherigen Ermittlungen hielt sich ein 29-Jähriger heute Morgen, gegen 6.15 Uhr mit einem sechs Jahre jüngeren Bekannten am Lindenufer in Spandau auf. Es kam eine sechsköpfige Gruppe hinzu. Zwischen dem 29-Jährigen und einem Mann aus der Gruppe kam es dann zu einer Meinungsverschiedenheit. In deren Verlauf erhielt der 29-Jährige von dem Unbekannten einen Schlag mit einer Faust ins Gesicht. Als der Attackierte dann mit seinem Handy die Polizei rufen wollte, entriss ihm der Angreifer das Handy und warf es auf den Boden, wobei das Telefon beschädigt wurde. Der Begleiter des Attackierten und die anderen Männer aus der Gruppe trennten die beiden Männer. Der 29-Jährige hatte Kopf- und Handverletzungen erlitten und wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt.“

Opfer provozierten mit einer Predigt Luthers

Ratloser kann einen ein Text eigentlich nicht zurücklassen. Nach all unseren Erfahrungen (Kreuzzüge, Hexenverbrennungen usw.) hat es sich wohl um eine Art Konfessionskrieg gehandelt. Ich nehme an, bei den beiden Herren, die sich am Lindenufer in Spandau aufhielten, handelte es sich um zwei Protestanten, die auf ihrem Handy eine Predigt Luthers und danach einen protestantischen Choral von Bach hörten.

Die sechsköpfige Gruppe, die vorbeikam waren sehr wahrscheinlich fanatische rechte Katholiken, die gerade „Laudetur Jesus Christus“ schreiend dafür sorgten, dass Frauen sich am Lindenufer beim Baden züchtig kleiden und Männer nicht durch das Zeigen ihrer nackten Haut zu notwendig werdenden Vergewaltigungen provozieren.

Vorfall fällt in die Zuständigkeit eines kirchenrechtlichen Gerichts

Provoziert durch die antikatholische Luther-Aktion der beiden anderen Männer kam es dann zu dem kleineren Glaubenskrieg, bei dem einer der Ketzer Verletzungen davon trug. Einer der beiden Protestanten fiel bereits früher einmal dadurch auf, dass er am Aschermittwoch provokativ eine Currywurst mit Pommes gegenüber einer katholischen Kirche in Kreuzberg gegessen haben soll.

Man darf davon ausgehen, dass sich die zivile Justiz dafür nicht zuständig sieht, sondern den Fall an ein kirchenrechtliches Gericht, das vom Vatikanischen Gerichtshof („Rota“) legitimiert ist, weiterleitet.

Unterdessen haben sich erste Politiker zu Wort gemeldet. Hermann von Karlshorst, Vizevorsitzender der Erzkatholischen Allianz äußerte seine Sorge, dass der Vorfall die ohnehin vorhandene Katholicophobie weiter steigern könnte.

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37 Kommentare

  1. super… genau so beknackt müssen wir uns nämlich ständig mit angeblicher Verletzung von Muslimen beschäftigen und zwar von morgens bis abends. Die Versklavung für diesen Kult ist längst da.

  2. Ich fürchte, Sie bei PP, werden Ihre Witze und Satiren künftig erklären müssen, was – wie wir ja wissen – diese umso witziger macht.

      • Eine ungebetene Empfehlung: Weitermachen, aber BITTE ohne zusätzliche Erklärung, das zerstört alles. Die einen verstehen es, die anderen nicht. Und vielleicht dient es auch ein wenig dem eigenen Stress-Abbau……

      • Und außerdem haben manche kommentierenden und interpretierenden „Irrläufer“ auch einen gewissen Unterhaltungswert – unfreiwillig komisch…..

  3. @Erick Morgan Moura de Andrade: Ja, „warum streiten die deutschen Gläubiger (!!!!) um etwas Banales?“. Ich vermute, weil man Herrn Berger nicht zumuten kann, die SCHULDEN einzutreiben, die durch die deutsche Bildungsmisere verursacht wurden…..

  4. S.g.Herr Berger; da bleibt einem das Lachen im Halse stecken. 70% Ihrer Leser glauben ALLES, was man ihnen vorsetzt, selbst wenn das gar nicht so kleine „Kleingedruckte“ warnt. Ich fürchte, dass eine Art Gesinnungsethik („auf der richtigen Seite stehen“), gepaart mit Herdentrieb, hier selbständiges Denken ebenso verhindert wie bei Linken.

  5. @Mario Bernkopf: Jetzt könnte man die (linken)“Gutmenschen“ aber einmal außen vor lassen. Die sind zwar oftmals auch nicht die Hellsten, aber in diesem Fall „unschuldig“, weil sie PP nicht lesen. Einfältigkeit ist überparteilich!

    • Gar nicht wahr. Ich z.B. lese PP. 🙂

      Ich finde das nicht prickelnd, nur mit meinesgleichen zu tun zu haben. Ich unterhalte mich mit Erdogan-Fanboys wie mit AfDlern.

  6. @Cromagnon und Followers: Ihr Nickname ist sehr treffsicher gewählt. Denn vor 12.000 – 40.000 Jahren gab es noch keine Satire, und deshalb kann man Ihnen deren Unverständnis nicht wirklich anlasten. Allerdings hat damals auch noch niemand „Deus (lo) vult“ gerufen, dieser Mordaufruf erfolgte 1096.

  7. Vermutlich radikale Katholiken. Eine Gruppe Dominikaner und Jesuiten konnten der Versuchung nicht widerstehen, ihre zufällige Begegnung zwischen Morgenmesse und Missionseinsatz für theologische Diskussionen über das Zusammenwirken von göttlicher Gnade und menschlicher Freiheit zu nutzen. Nach 400 Jahren vergeblichen Wartens auf ein endgültiges Statement aus Rom kein Wunder, wenn sowas eskaliert.

  8. Wird jetzt ein Gegenpart inszeniert: Die Christen sind genau so gefährlich? So wie mit den Reichsbürgern, die jetzt plötzlich wie Pilze aus dem Boden schießen und laufend Bomben werfen?

  9. Die Religion muss von der Politik getrennt unbedingt werden und der Staat darf der Kirche keinerlei Subvention mehr entgegen bringen. Entweder die Kirche kommt mitdem Steuern zurecht von ihren Gläubigen, oder sie müssen es beginnen zuerlernen. Da müssen dringend neue Regeln und Gesetze her, damit Glaube und Politik wie Wirtschaft voneinander unabhängig hantieren können.

  10. Rechte Katholiken? Kann sein, aber muss nicht. Vielleicht waren es altgermanische Berserker, die nach einer Gelegenheit suchten, sich für ihren Gott Odin zu opfern. Solche Typen sieht man schließlich andauernd in Deutschland…

    • Ja, der Hofreiter sieht genau so UNGEPFLEGT wie ein Berserker aus. Im Parlament kann man oft an seiner rot angelaufenen Birne sehen, dass er gerade auf irgendeinen BÖSEN Gegner losstürmen will.

  11. Die Vorstellung, dass sich Protestanten und Katholiken prügeln und die Handys zertreten, ist wirklich absurd.
    Sobald man aber die Wörter Protestanten und Katholiken durch z.B. „Muslime“ und „Christen“ oder „Juden“ ersetzt, liest sich das ganze wie eine inzwischen alltägliche Zeitungsmeldung. Man würde sich höchstens wundern, dass keine Messer im Spiel waren.
    Traurig, aber wahr!

  12. O Gott haben sich die Christen von dem Islam angesteckt und merken jetzt,dass sie Gläubige sind. Das Schlimme ist aber dass sie sich wegen Religion streiten. Das fängt gut an. Erst wenn sie sich mit den Moslems anlegen wird es gefährlich,da reicht das nicht eine Klatsche ins Gesicht zu bekommen.

  13. Immer diese Christen, echt mal!
    Wissen die denn nicht, wie sie sich in einem muslimischen Land zu verhalten haben?!

  14. Bin zugegebenermaßen auch etwas ratlos. 2 zu 6 : sieht nach 2 Einheimische zu 6 Gästen aus. Laudetur Jesus Christus ? wohl kaum, eher Allahu akbar. Meinungsverschiedenheit mit nachfolgendem Schlag ins Gesicht ? Sieht nicht nach innerchristlichem Diskurs aus. Dazu sind unsere Christen gar nicht fähig. Grandioser Meldungstext, preisverdächtig ! Blöder geht´s nicht mehr .

  15. Dieses ständige Herumdrucksen bzw. Herumfaseln des medialen Mainstreams, nur um nicht Ross und Reiter nennen zu müssen, ist einfach nur krank. Verschweigen ist Lüge und eine Gesellschaft, die auf der Lüge aufgebaut ist, ist nicht überlebensfähig. Großen Anteil daran, dass wir in einer Gesellschaft der Lüge leben, hat das System Merkel, das das Verschweigen und Schönreden institutionalisiert hat.

  16. Da müssen Sie aber ganz dick SATIRE (NICHT HUMORBEFREIT) darüberschreiben, sonst kapieren es unsere Gutmenschen nicht.

  17. Oh, Ja! Bei einer lautstarken, penetranten Lutherpredigt kann das schon mal vorkommen. Ansonsten sind Katholiken, meine ich, eher friedliche Zeitgenossen.

  18. Warum streiten die deutschen Gläubiger um etwas banales? Das ist ganz sinnlos, wenn es genauso geschah, hat die deutsche für islamisch Regierung meheren Argumente gegen das Christentum und für die „Friedensreligion „.

  19. Vielleicht sollten katholische Eiferer nicht ihre christlichjüdischen Volksgenossen auch noch missionieren, sondern eben ihre eigenen Erfahrungen machen lassen. Jeder, der die Presse im Internet verfolgt, kann sich doch ein Bild von den Gefahren machen und wer sich trotzdem in Gefahr begibt, heißt es in der Bibel, kommt darin um, was man natürlich auch allen anderen Riskosuchenden sagen muss.

  20. Ja so muss es gewesen sein. Oder die beiden waren schwul und das hat die Katholiken erschreckt! Der Papst soll die Kurie einberufen.

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