In Wittenberg stirbt ein Marcus Hempel nach den Schlägen eines jungen Syrers. Die Staatsanwaltschaft will nur Notwehr erkennen und verbreitet eine Geschichte, die durch das Video der Überwachungskamera nicht bestätigt wird.

„Ungerührt, aber wahrhaftig tut am 29. September 2017 eine Videokamera an der Tür Ost des Einkaufszentrums Arsenal in Lutherstadt Wittenberg ihre Pflicht. Sie filmt den Kundenverkehr vor dem Eingang. Ab 14.54 Uhr und 36 Sekunden dokumentiert sie den Beginn des Sterbens eines Mannes. Sie tut das ohne Ansehen der Person. Ohne nach Geschlecht, politischer Einstellung, Nationalität oder Motiv zu fragen. Das ist Sache der Staatsanwaltschaft.

Doch es scheint, daß weder die Staatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt noch die Justizministerin sich für diese Aufnahmen interessieren. Ganz im Gegenteil, sie erzählen öffentlich eine andere Geschichte, eine, die das Video nicht hergibt.“

So beginnt eine erschütternde Reportage über einen sich in Sachsen-Anhalt anbahnenden Justiz-Skandal, die die Journalistin Martina Meckelein für die heute erscheinende Ausgabe der „Jungen Freiheit“ recherchiert hat: ein Vater, der seinen Sohn verloren hat und für Gerechtigkeit kämpft, eine Justiz, die „nur“ wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt, die sich nicht im Geringsten für das interessiert, was wirklich geschah – und ein Syrer, der nach wie vor auf freiem Fuß ist: Merkels Deutschland 2018 …

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