(David Berger) Nach Beendigung der gestrigen merkelkritischen Demonstration in Cottbus nahm die Polizei einen arabisch aussehenden Mann fest, der gegen Demo-Teilnehmer und den Journalisten einer großen Tageszeitung aus Tschechien handgreiflich geworden sein soll.

Wie es bereits Brauch ist, werden die Teilnehmerzahlen für die Cottbus-Demo ganz unterschiedlich veranschlagt. Die Veranstalter sprechen von ca. 5.000 Teilnehmern, der RBB von 1.500. Der Mitarbeiterstab von Philosophia Perennis, der gestern gleich mit vier Mitgliedern in Cottbus vertreten war, zählte knapp 3000 Demonstranten. Zu Beginn der Demo war der ganze Patz vor der Stadthalle mit Menschen gefüllt.

Der Verein „Zukunft Heimat” hatte erneut zum Protest gegen die Asylpolitik der deutschen Bundesregierung aufgerufen. „Sichere Grenzen – sichere Stadt“ und „Grenzen dicht!“ war das Motto des Banners, das der Demo voran getragen wurde.

Zum Demoauftakt sprachen u.a. Frauenmarschorganisatorin Bühnenmoderatorin Anne Haberstroh, Leyla Bilge, die ehemalige DDR-Oppositionelle Angelika Barbe (Photo unten) und Christoph Mike Dietel.

Die Veranstaltung verlief – nach Polizeiangaben – völlig friedlich und ohne Zwischenfälle.

Das mag sicher auch daran liegen, dass die „Antifa“ bzw. ihre Sponsoren die Versuche, die Cottbuser „Merkel muss weg“-Demos zu verhindern, inzwischen fast komplett eingestellt haben. Lediglich drei eher Mitleid erregende Gegendemonstranten hatten sich am Straßenrand eingefunden.

Zu einem bezeichnenden Zwischenfall kam es allerdings kurz nach der offiziellen Beendigung der Veranstaltung. Während sich die meisten Demonstranten auf den Nachhauseweg machten und die Veranstalter ihr Equipment zusammenräumten, lief ein junger arabisch aussehender Mann mit (s?)einer verschleierten Frau demonstrativ über den Platz an der Stadthalle.

Es soll dann zu ersten Wortgefechten gekommen seinwobei es für uns nicht zu eruieren war, wer hier den Anfang gemacht hatte.

Nach verschiedensten Augenzeugen, mit denen ich sprechen konnte, wurde der junge Migrant aber schnell handgreiflich. Als der Photograph einer großen tschechischen Tageszeitung von den Rempeleien Photos machen wollte, soll der Mann mit Migrationshintergrund diesen zu Boden getreten haben.

Was sicher ist: Innerhalb kürzester Zeit schritt die Polizei ein und überwältigte den Mann, der mit der verhüllten Frau davon laufen wollte, vor dem Eingang zum Blechen Carré. In dem Einkaufszentrum war es in den letzten Monaten immer wieder zu Drohungen und Messerübergriffen von syrischen Jugendlichen auf die Bevölkerung gekommen.

Fast gleichzeitig war eine größere Gruppe junger Migranten, die optisch wie „minderjährige unbegleitete Flüchtlinge“ wirkten, herbei geeilt. Sie nahmen die Frau beiseite, führten sie weg und konnten nur durch einen massiven Polizeieinsatz zurückgehalten werden.

Genauere Informationen durch die Polizei vor Ort waren nicht zu bekommen, sobald wir über die Pressestelle der Polizei in Cottbus näheres herausfinden können, aktualisieren wir diesen Beitrag.

Auch unsere beiden Mitarbeiter von PP konnten ihrer journalistischen Arbeit nur deshalb nachgehen, weil die Polizei sie schützte. (Photo unten) Der vorbildliche Einsatz der Polizei überraschte besonders die Berliner, die auf dem Frauenmarsch ganz andere Erfahrungen machen mussten, positiv.

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