(David Berger) „Mit Nazis reden bringt nichts“ – titelt die taz. Und weiter: „Gibt man Rechtsextremen Raum, füllen sie ihn. Also macht Kommunikation hier wenig Sinn. Man muss ihnen das leben schwer machen, wo es nur geht.“

Sie ahnten es schon, die Zeit spekuliert hier nicht, wie sie sich zwischen 1933 und 45 verhalten hätte, das wissen wir ohnehin alle schon. Sondern hier wird das Wort“Nazi“ in seiner den Nationalsozialismus und den Holocaust relativierenden Form gebraucht.

Es geht darum, dass es zwei „rechten“ Verlagen (Compact und Antaios) tatsächlich gelang, die Aufmerksamkeit der Massen und ihrer Medien auf der Leipziger Buchmesse an sich zu ziehen. Unter dem Bild über die linken Proteste dagegen die taz weiter: „Man muss Nazis sozial ächten“.

Der Artikel stammt von einem Adrian Schulz, der auf Twitter über sich schreibt:

„Jung und dumm. Autor für , , , , . Alles streng autobiographisch, Schwester.“

Alexander Wendt (Focus, Publico) hat den Ewiggestrigen von der taz auf Facebook geantwortet:

Hallo, liebe Stalinisten von der taz! Oder Stasis. Oder Gulagwächter. Ich darf euch doch so nennen, oder? Wir müssen uns doch hier nicht totdifferenzieren. Wollen wir ein Spiel spielen?

Gibt man also Gulagwächtern wie euch Raum, dann füllt ihr ihn. In der taz, im Parlament, auf der Straße. Das ist schlecht. Also ergibt Kommunikation mit euch wenig Sinn. Man muss euch das Leben so schwer machen, wie es geht.

In Deutschland gibt es auf diesem Gebiet – Lebenserschwernis für bestimmte Gruppen – wirklich reichliche Expertise.

Privatadressen ins Internet stellen, das wäre schon mal ein erster Schritt. Eure Autos abbrennen. Eure Kinder in der Schule unter Druck setzen. Ab und zu mal jemand verprügeln, wenn die Mehrheitsverhältnisse mindestens zwei zu eins sind, so wie kürzlich zwei Männer einen Anti-Merkel Demonstranten in Hamburg zusammengeprügelt hatten.

Kurzum, genau so, wie ihr es fordert: das Leben eines markierten Menschenkreises so schwer wie möglich machen. Nur, dass ihr jetzt (auch) dieser Menschenkreis seid.

Dann, liebe Pol-Pot-Fans, wäre doch eine Art Gleichstand zwischen euch und der unübersehbaren Zahl von Nazis in diesem Land erreicht, über die ihr jeden Tag schreibt. 

Um aber wirklich damit anzufangen, würde ich gern entweder als Kommentar hier oder via PN Nachrichten von euch bekommen: Wer von euch möchte es tatsächlich in echt mal lebensschwer gemacht bekommen, richtig mit scharf und alles? Also nicht, wie es bei euch immer heißt: „Bin auf Twitter bedroht worden.“ Nein, richtig Stahlgewitter und Langemarck, Skala von bis Nasenbruch bis oben offen. #MeeToo! Taz-Redakteure, Jakob Augstein, Frau SpOn Stokowski, Georg Diez: da müsst ihr jetzt durch!

Bekennt euch öffentlich dazu, Blutzeugen der wechselseitigen Lebenserschwernis zu werden, exakt nach euren eigenen Forderungen. Bekennt euch: ja, wir wollen auf’s Maul. 

Falls aber nicht: haltet fürderhin einfach öffentlich die Klappe, wenn es um eure Gewaltphantasien geht. Lebt sie zuhause mit einer Wochenendpackung Tempos aus. Aber malt anderen nur dann ein bestimmtes Schicksal in Flammenschrift an die Wand, wenn ihr es für euch selbst auch so dringend wünscht, dass ihr es gar nicht mehr aushaltet.

***

Mehr von Alexander Wendt gibt es hier: PUBLICO

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Franz
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Franz

Schreien scheint ja noch zu helfen, warum würde man sonst Steuergeld dafür ausgeben.

Demonstranten anzuschreien zu lassen ist doch ein beliebtes Wirtschaftsmodell geworden, denn ein dreistelliger Millionenbetrag deutet ja auf die Wichtigkeit. Andere Länder bauen davon 5 Flughäfen.

Heinz Erhardt
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Heinz Erhardt

klasse! das hat mir den tag gerettet! vielen Dank!

Nörgel
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Nörgel

Vllt. gibt es ja in naher Zukunft eine Patrioten-Truppe, welche diesen Linksfaschisten endlich paroli bieten kann. „Auge um Auge und Zahn um Zahn“, wer so aufhetzt in den Redaktionen, sollte sich flugs und Personenschutz zulegen! Was die von der versifften „Merkelshitholeliker-Lügenpresse“ (sprich „Neuer Völkischer Beobachter“) und ihre Schützlinge der „SAntifa“ können, dürfen dann Andere auch.

Demokrat
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Demokrat

„Schon zum dritten Mal in Folge lud die private (Bertelsmann)Stiftung gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch zu einem so genannten „Forum Bellevue zur Zukunft der Demokratie“. Lesen und staunen: tichyseinblick.de/feuilleton/medien/medien-mission-gegen-meinungsfreiheit-bundespraesident-und-bertelsmann-stiftung/

Emma
Gast
Emma

TAZ:“ Man muss ihnen das leben schwer machen, wo es nur geht “

Für mich hört sich das an, als würde die TAZ zu Gewalt aufrufen….

Emma
Gast
Emma

TAZ hat noch nicht bemerkt das die Nazikeule nicht mehr zieht, wohl wieder mal ein Thema verschlafen !?

Cloé
Gast
Cloé

In den Großstädten beginnt es immer zuerst.
berliner-zeitung.de/berlin/polizei/organisatorisches-chaos-polizei-und-justiz-in-berlin-sind-zu-problem-behoerden-geworden-29904432
Problem erkannt ? Problem gebannt ? Aber nicht doch. Es gibt keine Probleme, alles nur Wahnvorstellungen der normalen Bürger. Das Land in welchem wir gut und gerne leben (würden / konnten).

helmutn
Gast
helmutn

Wundert das einen?Gaus,Bascha,Pohl……
Alles voller Hardcorefeministinnen.Und die habe ich mal gelesen.Oh Graus!

Cloé
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Cloé

Wenn jemand unübersehbar keinerlei logische = vernünftige Argumente für seinen Standpunkt hat gibt es zwei Möglichkeiten, – entweder einfach die Klappe halten oder gegen den Träger der anderen Meinung mit Gewalt vorgehen, – je nach Sozialisation und Geisteszustand. Entscheidet sich o.g. für Gewalt, dann werde ich keinen Stuhlkreis mit ihm bilden wollen.

Plutonia
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Plutonia
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Großartig! Vielen Dank für die Veröffentlichung dieses Wendtschen Meisterstücks, welches mir aufgrund meiner facebook-Absenz entgangen wäre. Alexander Wendt trifft bei den sich selbst dazu ernannten,zur Gewalt anstiftenden Antagonisten voll ins Schwarze, genau dort, wo es bei ihnen allen hakt: mitten in die hohlen Köpfe und leeren Herzen!

Demokrat
Gast
Demokrat

5.) Fazit: Die Gewissheiten, die man durch Religion oder Ideologie gewonnen zu haben glaubt, sollten stets daraufhin überprüft werden, ob sie noch einer sich stets verändernden Lebenswelt angemessen sind und uberlebenswirksam sein können. Geschieht dies nicht, ist der Untergang vorprogrammiert.

Demokrat
Gast
Demokrat

4.) Unabhängig voneinander, stellten Foucault und Adorno fest, dass das Establishment jede revolutionäre Bestrebung, welche die Macht bedroht, weil sie wirkmächtig zu werden scheint, letztlich im Sinne der herrschenden Klasse assimiliert, umgedeutet und entschärft wird, also dem System nicht länger gefährlich ist. Sobald sich also etwas etabliert, ist diesem nicht mehr zu trauen.

D.Schroeder
Gast
D.Schroeder

Was habt ihr denn? Die TAZ hat vollkommen recht. Es macht wirklich keinen Sinn, die meisten Nazis liegen bereits unter der Erde. Oder sollen die Stalinisten mit den Blümchen sprechen?

Johannes+Wicht
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Johannes+Wicht

Bei der taz habe ich es noch nie erlebt, dass ein Kommentar von mir nicht veröffentlicht worden wäre. Aber ich bringe ja auch Argumente und Vorschläge, über die es sich zu reden lohnt.

Wer nur rumkrakeelt muss sich nicht wundern, wenn es zu keinem Dialog kommt.

Zensur im hier so häufig monierten Sinn habe ich bisher überwiegend bei rechten Publikationen kennengelernt.

Dorian Gray
Gast
Dorian Gray

Linksfaschisten, Grüne erlauben bloss IHRE Meinung! Alle anderen dürfen IHRER Meinung sein. Alle anderen sind pöhse Nahzies. Kenne das ad nauseam.

Demokrat
Gast
Demokrat

3.) Diese und weitere Faktoren wollen die meisten Linken nicht wahrhaben, vor allem deren Bonzen nicht, die mit hochbezahlten Posten zum Establishment gehören. Dem linken Fußvolk werden die hohlen ideologischen Phrasen vorgebetet, um sie für den Kampf gegen den Verlust der Macht (der Parteibonzen) zu motivieren. So werden die Anhänger der Linken verarscht und instrumentalisiert.

Demokrat
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Demokrat

2.) Mit ihrem Traum einer geeinten gerechten Welt arbeitet die Linke ihren ehemaligen Feinden, den skrupellosen Kapitalisten wie z.B. Soros zu. Da die meisten Immigranten als Muslime kommen, treibt die Immigration die Islamisierung in den Einwanderungsländern voran. Integration ist kaum zu erwarten; die Prägung der Immigranten ist unumkehrbar vollzogen.

Demokrat
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Demokrat

1.) Open borders und one world sind in Wahrheit Projekte international agierender Spekulanten aller Länder: Ziel ist der unkontrollierte Fluss an Geldern und an billigen Arbeitskräften. Islamische Staaten erhoffen sich mit der Emigration eine Entlastung der Überbevölkerung, die revolutionäres Potential in sich birgt.

Emma
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Emma

Ist doch nichts Neues, für linksgrüne Medien gibt es nur eine Richtung. Andersdenkende sind Nazis und Putin wie auch Trump sind die Bösen und Merkel die Gute ! Das geht doch seit Jahren schon so !!!!Was Merkels Massenmedien schreiben, interessiert mich schon seit Jahren NICHT mehr – nur noch zum Vergleich zu „Alternative Nachrichten“ da wo ich mehr, sachliche und objektive Berichterstattungen beko

Emma
Gast
Emma

Wer liest denn noch die linke TAZ, die eh schon lange nur noch existieren kann weil sie wie viele andere Medien auch – staatlich unterstützt wird.
Der große Teil der Massenmdien sind wh linksgrün gestrickt und müssen regierungsnah schreiben.
Dazu gibt es ein interessantes VIDEO von der ehemaligen Tagesschau Sprecherin Eva Hermann.

doci
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doci

Aber das geht doch gar nicht, dass MIR das gleiche angedroht wird, was ich meinen Gegnern antue.
Das macht doch nur für unsere Seite Sinn – denn WIR sind die Guten.

Andreas+Donath
Gast
Andreas+Donath

Ein wirklich genialer Beitrag von Alexander Wendt!

Demokrat
Gast
Demokrat

Die Deutungshoheit der Grünlinken ist bedroht. Die großen Projekte wie one world, open borders, Genderismus und Multikulti werden massiv kritisch hinterfragt und als falsch erkannt. Der Widerstand wächst und sie haben keine Argumente entgegenzusetzen. In Gewalt sehen sie das letzte Mittel. Ein Armutszeugnis für linkes Denken. Ihr Antidemokraten habt fertig.

Marietta+M.
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Marietta+M.

Oh je, wer liest denn noch diese ewige Schülerzeitung „taz“?

Angstdeutscher
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Angstdeutscher

Linksfaschisten, Mainstream, Linkspopulisten und andere „Gutmenschen“ merken überhaupt nicht, dass sie sich genau so verhalten, wie sie es vermeintlichen Nazis und vermeintlichen Rechtsextremen immer vorwerfen. Linke und Mainstream sind die wahren Faschisten und Extremisten.

Tom
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Tom
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Sehr gut geschrieben. Zu Gewalt anzetteln und dann heulen ist nicht. Ich bin gegen Gewalt und damit gegen die Hetzer der linksextremistischen TAZ. Haben die Ihr Redaktionsgebäude nicht vom sozialistisch-kommunistischen Senat in Berlin teilweise gesponsert bekommen? Irgendwas bei 4 Millionen Euro. Na dann: Rot Front Berlin!

maru
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maru
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Super! Die absolut passende Antwort.
Ab heute wird (zunächst mal verbal) zurrrückgeschossen.

Tom K.
Gast
Tom K.

Richtig so, ihr Linken. Das Motto lautet „Kommunikation leicht gemacht“.
Wenn man keine Argumente hat, einfach das Gegenüber als Nazi betiteln, schon ist man fein raus aus der Sache. Klappt prima im Alltag. Mein Chef ist Nazi, die Gläubiger auch, meine Frau sowieso, mein Kind, meine Bank. Endlich muss ich nicht mehr diskutieren und habe einfach immer recht. Das Leben kann so einfach sein.

Reinhard "Hardy" Rupsch
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Reinhard "Hardy" Rupsch
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Das Problem beginnt damit, dass „Nazis“ und „Kommis“ gleichermaßen schlimm, dialogunfähig, verbohrt und menschenverachtend sind.
Leider haben die „Kommis“ die Deutungshoheit.
Das sollten wir ignorieren, denn wir sind „weder“ „noch“!

nouseforislam
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Ich schreibe den taz-Idioten immer mal ein paar nette Mails, in denen ich klarlege, was ich von dem linken Schmierblatt halte. Zumindest ich fühle mich danach etwas besser. Sollten alle machen, bis deren Mail-Speicher platzen.

Reinhard "Hardy" Rupsch
Gast
Reinhard "Hardy" Rupsch

Ich habe in letzter Zeit mit Linken diskutiert und verblüffende Einblicke in einen Mikrokosmos von selektiver Wahrnehmung, Konditionierung, bereitwillig übernommenen Propagandalügen und Selbsttäuschung erhalten.
Diese linke Kosmos wirkt bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein.
Es entsteht das Bild an einer realitätsfernen Einseitigkeit, die von den Medien frisch-fröhlich befördert wird.