(David Berger) Einer der schönsten Gesänge der Heiligen Christnacht sind für mich die „Kalenda“. In eindrucksvoller Weise erinnert dieser Gesang die Katholiken an ihre zentralen Wurzeln: Die abendländische Kultur und das im Morgenland geborene Judentum.

Kathpedia dazu: „Das Römische Martyrologium (Martyrologium Romanum) enthält für den 25. Dezember die Datierung der Geburt Jesu seit Erschaffung der Welt. Mancherorts ist es Brauch, dass der Kantor, der Hebdomadar oder der Priester unmittelbar vor der Christmette an Weihnachten feierlich diese Ankündigung der Geburt des Herrn nach dem Römischen Martyrologium gesungen vorträgt.“

Wie hier musikalisch besonders wertvoll in einer Aufnahme aus der Christmette im Petersdom im Jahr 2014 (die Übersetzung des lateinischen Textes – übernommen von kathpedia findet sich unter dem Video)

„Im Jahr 5199 seit Erschaffung der Welt, da Gott im Anfang Himmel und Erde schuf,

im Jahr 2957 seit der Sintflut,
im Jahr 2015 seit Abrahams Geburt, im Jahr 1510 seit Moses und dem Auszug des Volkes Israels aus Ägypten, im Jahr 1032 seit der Salbung Davids zum König,
in der 65. Jahreswoche nach der Weissagung Daniels,

in der 194. Olympiade, im Jahr 752 seit der Gründung Roms,
im 42. Jahr der Regierung des Oktavianus Augustus, da auf der ganzen Erde Friede war,
im 6. Weltzeitalter

wollte Jesus Christus, ewiger Gott und Sohn des ewigen Vaters, die Welt durch seine gnadenvolle Ankunft heiligen,

empfangen vom Heiligen Geist, neun Monate nach der Empfängnis, wurde er als Mensch zu Bethlehem in Juda aus Maria der Jungfrau geboren:

Die Geburt unseres Herrn Jesus Christus dem Fleische nach.“