Dunkelheit hat sich über das Bundeskanzleramt gesenkt, nicht nur an diesem Wahlabend. Es ist keine Dämmerung mehr – es ist die späte Abendstunde der Ära Merkel. (Sebastian Sigler, The European)

Ein Gastbeitrag von Peter Helmes

Die Konsequenzen aus dem Ergebnis der Bundestagswahl liegen auf der Hand: Die AfD kann nicht mehr ignoriert werden! Sie erreicht mit etwa 90 Sitzen eine beeindruckende Größe. Theoretisch ist eine Fortsetzung der Großen Koalition möglich. Faktisch hat dies aber die SPD ausgeschlossen. Die Koalitionsverhandlungen werden sich auf ein „Jamaika-Bündnis“ (Union, FDP, Grüne) fokussieren.

SPD und Union haben aus ihren Niederlagen (Stand 20 Uhr) nichts gelernt. Sie plappern wie zu Urzeiten von „Ziel erreicht“ (Kramp-Karrenbauer), „Erfolg“ (Altmeier) „Auftrag zum Regieren“ (Merkel), „ein wenig ein besseres Ergebnis erwartet“ (Merkel) usw.

Der Schlag der Wähler sitzt! Lähmendes Entsetzen bei den Altparteien. Aber gelernt haben sie (vorerst jedenfalls) noch nichts. Ein wie auch immer gearteter Diskurs der Demokraten erscheint immer schwerer.

Die Etablierten sollten sehr bald untersuchen, wo sie der AfD eine offene Flanke geboten haben. Diese aber schließt man nicht durch Beschimpfung, sondern durch Dialog.

Die Äußerungen der führenden Vertreter aller Parteien lassen keine Neuorientierung erkennen. Alle sehen sie sich in ihren Grundpositionen bestätigt. Also: „Weiter so – statt Umdenken“, scheint das allgemeine Gefühl zu sein.

CDU – das tradierte Profil verzerrt bzw. verloren

Die CDU ist von Angela Merkel, die nie eine konservative Herkunft hatte, entfremdet und so weit nach links geschoben worden, daß für die SPD kaum noch Platz bleibt.

Warum die altehrwürdige SPD fast kampflos diesen Platz geräumt hat, steht auf einem anderen Blatt (siehe auch Kapitel SPD).

Gesundbeten

Die allfälligen Verluste der CDU bei fast jeder Wahl während der Amtszeit Merkels wurden schöngeredet, statt dass sie zu einer umfangreichen Analyse und Revision geführt hätten. Nein, es wurde „gesundgebetet“: Wer verloren hatte, sagt, er habe gewonnen, wer zertrümmert wurde, sieht keine Ruinen. Niemand will von einer Zeitenwende etwas erkannt haben.

Und liebedienerische Medien stimmen zu. Selten wirken deutsche Politiker und deutsche Journalisten so weltfremd, wie wenn sie die Situation der Republik kritisch darstellen sollten – als ob sie nicht glauben wollen, was in unserem Land tatsächlich los ist, aber ihrem Silberblick widerspricht.

Den „Markenkern“ verloren

Die CDU fand sich Jahrzehnte im vierzig Prozent-Bereich, also die größte Partei, die die SPD stets weit hinter sich lassen konnte. CDU und Bürgertum – das war eins. Man war zufrieden, Tageskritik inklusive. Die CDU ruhte in sich. Und heute?

Seit Angela Merkel die CDU übernommen (und jede wichtige Wahl verloren) hat, ist die Partei unruhig, aufgewühlt, ohne charismatische Führung. Merkel ist alles Mögliche, gewiß aber keine CHRISTLICH-demokratische Identifikationsfigur,

…schon gar keine, die sich den Hut einer christlich-demokratischen Vorsitzenden aufsetzen dürfte ohne rot zu werden. Sie steht nicht für Grundwerte – schon gar nicht für konservative – und könnte ebenso jeder anderen, beliebigen Organisation vorstehen. „Konservativen Stallgeruch“ hat sie schon gar nicht. Die Geschichte wird noch zeigen, dass mit Merkel der CDU der „Markenkern“ abhanden gekommen ist – vermutlich unumkehrbar.

Wer als bürgerliche Partei eine rechte Konkurrenz aufkommen lässt, handelt sich Schwierigkeiten ein. Wer zulässt, dass diese bürgerliche Konkurrenz wie die AfD in zentralen Fragen der Politik – z. B. EU, Euro, Immigration – eine andere, konservativere Position einnimmt, muss damit rechnen, dass das bürgerliche Lager auf Dauer gespalten wird.

Froh darüber kann nur die Linke sein. „Rechts von mir“, sagte einst Franz Josef Strauß, der Gigant der CSU, „steht nur Dschingis Khan.“ Als bayerischer Ministerpräsident blieb er jahrzehntelang an der Macht – weil er wusste, wie man die eigene Klientel hegt und pflegt, im Guten wie im Bösen, und nicht durch unberechenbare Sprünge.

Merkel steht gewiss nicht rechts

Immerhin war sie verantwortlich für die oft schöngeredeten Wahlniederlagen. Und nach jeder erneuten Niederlage war es, als verkaufte sie diese als „Sieg“. Das nervte jeden, der sich einen kritischen Abstand zum Politzirkus bewahrt hat. Warum sagt(e) eigentlich niemand ´mal: „Wir haben verloren“?

Bei Merkel sieht es stets so aus, als sei alles in Ordnung – und: dass sie die Partei „eigentlich“ nicht bräuchte. Als sei SIE das Programm und meint, notfalls auch ohne CDU regieren zu können. Längst haben die Rot-Grünen sie ja adoptiert: Wenn Merkel in diesen Tagen gelobt wird, dann von dieser Seite (siehe das unselige Merkel/Schulz-Duell).

Deshalb müsste die CDU-Führung spätestens heute erschüttert sein. Und deshalb müsste sie schon längst über die Zukunft der Parteivorsitzenden reden.

Sonst hat die CDU bald keine Zukunft mehr. Spätestens an diesem Punkt wird klar, dass es eines innerparteilichen Korrektivs bedurfte – nämlich der „Werte Union“, des „Freiheitlich Konservativen Aufbruchs“ – zurück zu den Wurzeln! Das ist wenigstens der Versuch einer geistigen Neuausrichtung!

In der über 70-jährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland haben Christsoziale und Christdemokraten diese Republik geprägt und entscheidend dazu beigetragen, die christlich-abendländischen Werte hochzuhalten.

Nun kommen „Modernisierer“, die uns einreden wollen, wir müßten „offen“ sein – offen für neue Kulturen, offen für neue Religionen, offen für die Kündigung unserer Traditionen und Werte.

Toleranz predigen sie uns, aber fordern das genaue Gegenteil: Toleranz ihren Werten gegenüber, aber verbissene Ablehnung unserer tradierten Überzeugungen, verbrämt als Multikulti. Würden wir uns auf unsere tradierten Werte besinnen und nach ihnen leben, hätte der Islam bei uns keine Chance – und die Linken (aller Parteien) auch nicht.

Zur Negativbilanz der CDU-Vorsitzenden und Kanzlerin kommt erschwerend hinzu, dass dem deutschen Volke in Friedenszeiten noch niemals ein solcher materieller und ideeller Schaden entstanden ist wie unter der Kanzlerschaft Merkels, der Bundesvorsitzenden der CDU.

Sie hat dazu beigetragen, die Souveränität der europäischen Nationen über das Kommissariat in Brüssel auszulaugen. Mit der Unterstützung einer virtuellen Kreditpolitik trieb sie die Kapazitäten der Europäischen Union in die Abhängigkeit einer globalen Kapitalmacht. Sie verhinderte die politische staatsbildende Entwicklung mit der Anpassung der großen nationalen Aufgaben wie denen der Wirtschaft, Finanzen und sozialen Verpflichtungen. In dem schicksalhaften Moment der Überrennung Europas durch fremde Menschen aus fernen Ländern, Kulturen und Religionen versagte die Sicherung der Außengrenzen wegen Mangels an Polizei- und Militärkräften.

Keine „Invasion“, sondern Einwanderung nach Einladung

Dieser für die Bundesrepublik riesige „Zustrom“ fremder Völker und Kulturen wurde ausgelöst von den Willkommensgrüßen dieser Kanzlerin. Im Gegensatz zu dem von vielen Gegnern der Politik Merkels benutzten Begriff handelt es sich aber nicht um eine „Invasion“, sondern um die „Annahme einer Einladung“ – was den Vorgang noch skandalöser macht. Mit unendlichem Zynismus einer Pfarrerstochter sprach sie jedoch – ihre Landsleute verhöhnend – von einem „Herrgottsgeschenk“.

Und mit dem verheerenden Verstoß gegen die Präambel des Grundgesetzes behauptet sie sogar, dass der Islam zu Deutschland gehöre.

„Diese Vorsitzende, diese Kanzlerin, duldet keinen Widerspruch. Sie ‚führt‘ absolutistisch ihren Willen aus. Es bleibt zu überlegen, wem sie sich eigentlich verpflichtet betrachtet. Die von ihr verfolgte Entwicklung entspricht den Vorgaben der Frankfurter Schule, der ´68er Revolution, die eine Vernichtung alles Deutschen zum Ziel hatte. Es ist der Tod Deutschlands, ihr zu folgen…“ (Herbert Gassen)

Wertebeliebigkeitspolitik – Karriere statt Charakter

Merkel setzt(e) wichtige, politische Schritte (und Schnitte), und niemand wirft sich ihr entgegen. Alles wird abgenickt. Geschickt hat sie sich mit Stellvertretern umgeben, die wie Fleisch vom Fleische der Vorsitzenden wirken. Dass Männer wie Thomas Strobl und Armin Laschet – sein wichtigstes Buch trägt bezeichnenderweise den Titel: „Die Aufsteigerrepublik: Zuwanderung als Chance“ – sowie Karrierefrauen wie Julia Klöckner und Ursula von der Leyen zu Stellvertretern der Merkel aufsteigen konnten, kennzeichnet die tiefgehende Misere der CDU: Karriere statt Charakter. Aber alle diese Zeitgeistfiguren passen zur Kanzlerin! Sie ergänzen sich.

Klopft man die Aktionen der Kanzlerin auf Einhaltung der Prinzipien des Christlichen Menschenbildes hin ab, so erkennt man glasklar, dass sie fast gegen alle Kardinaltugenden massiv verstoßen hat:

Es war äußerst unklug und keinesfalls gut, geschweige denn „wirklichkeitsgemäß“, die Flüchtlinge in Millionenzahl und völlig unkontrolliert über unsere Grenzen ins Land zu holen – bei allen angeblich „rein humanitären“ Erwägungen der links orientierten DDR-Pfarrerstochter und FDJ-Funktionärin“. Merkel verstieß hier gegen ihren vor Gott und dem Deutschen Volk geleisteten Amtseid!

Gerechtigkeit: „suum cuique“ – jedem das Seine!

Merkels Flüchtlings-Politik führte zu massiven Ungerechtigkeiten und sozialer Verelendung der armen deutschen Bürger, der Rentner, der Kinder, der Kranken und Schwachen, die jetzt noch weniger materielle Hilfe erhalten, weil Milliardenbeträge an Steuergeldern an „Flüchtlinge“ gezahlt werden.

Tapferkeit: „Das als wirklichkeitsgemäß richtig Erkannte tapfer durchsetzen, koste es, was es wolle – bis hin zur Aufopferung des eigenen Lebens“

Merkel und „tapfer“? NEIN, ganz im Gegenteil: Nach „Fukushima“ schaltete sie bei uns den Atomstrom ab – völlig opportunistisch! Und beim Thema: Klimawandel“ tönte sie immer lauter ins Horn der Grünen und der NGO’s (wie z.B. Green Peace und die „Klimakonferenz“ etc.), obwohl sie als Physikerin und Wissenschaftlerin bestens weiß, daß Kohlendioxid, ein Spurengas, lediglich zu 0,04% in unserer Atmosphäre und Luft vorkommt und nie und nimmer einen die Atmosphäre abschließenden Gasfilm um unseren Planeten legen kann!

Na ja, was muß ich jetzt noch sagen: ….aus humanitären Gründen nimmt Deutschland zur Zeit fast zwei Millionen Muslime auf – und will bis 2020 und kurz danach weitere Millionen „Flüchtlinge“ (u.a. Wirtschafts-Auswanderer aus Afrika)in unsere Sozialsysteme aufnehmen! Das ist an Unmäßigkeit nicht mehr zu überbieten!

Das war’s wohl in Sachen „christliches Menschenbild beachten“…Merkel verstieß absichtlich und gewollt gegen alle diese Kardinaltugenden – wobei schon ein einziger Verstoß gegen eine dieser Tugenden eine Katastrophe gewesen ist.

Aber noch schlimmer: Sie zerstörte den sozialen Frieden und zerstört weiterhin fleißig unser kulturell-christlich-abendländisches Denk- und Glaubens-Fundament! Aktiv! Gezielt gewollt!

Sie verletzte, missachtete und zerstörte das „bonum commune“: das Gemeinwohl – die „allseits so weit möglich verwirklichte Gerechtigkeit“!

Und sie zerstörte unsere Freiheit und unsere Freiheiten, indem sie den Garant für unsere Freiheit, das Subsidiaritätsprinzip, auf breiter Ebene abschaffte – Merkels wohl größte Sünde!

Diesem unseligen Vorgehen fiel dann u.a. geradezu zwangsläufig die Institution „Familie“ zum Opfer, die Keimzelle unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft.

Stattdessen müssen die Kinder ihren Eltern weggenommen und fast zwangsweise in die KITA und den Kindergarten geschickt werden, damit die Ehefrau mitverdienen kann; denn sonst wären die meisten Eheleute nicht mehr existenzfähig, weil sie die jeden Tag anfallenden hohen finanziellen Belastungen nicht mehr zahlen könnten!

Und damit alle Eltern gezwungen werden, die Kinder in die KITA schicken zu müssen, wo sie dann von linksradikalen, fast ausschließlich weiblichen sog. „Sozialpädagoginnen“ sexuell auf schwul oder lesbisch umerzogen werden sollen – Gender lässt grüßen u.v.m. – droht die schwarz-grün-rote Berliner Polit-Front damit, das „Elterngeld“ abzuschaffen!

Die Verletzung des Subsidiaritätsprinzips zeigt sich auf allen Ebenen:

Abschaffung föderaler Gliederungen – hin zur zentralistischen Regierung mit Allein-Herrschaftsstruktur in Berlin – und weg von der Nation hin zu einem von Brüssel gesteuerten und diktatorisch gelenkten Nachtwächterstaat und bis hin zur Weltregierung durch eine Handvoll „Mächtige“, die gezielt hierauf lossteuern!

Zunehmende politische und gesellschaftspolitische Entmachtung der Kommunen, Kreise, Bundesländer – Zentralisation aller Entscheidungsgremien hin in Richtung Berlin, und dann innerhalb der Europäischen Union sowie Zentralisierung hin nach Brüssel sowie Unterwerfung unter das Brüsseler Zentral-Diktat!

Auch die zunehmende Enteignung der Bürger durch Erhebung von Höchststeuern und hohen Sozialabgaben – und die von oben nach unten erfolgende Verteilung nur eines Bruchteils dieser Steuern an jeden Einzelnen ist ein Zeichen dafür.

Die einzige „demokratisch“ zu nennende Mitwirkungsmöglichkeit des „kleinen Mannes“ , die ihm in unserem Staat gerade noch gestattet ist, das ist sein Recht, alle vier Jahre seine Wählerstimme abgeben zu können an von oben herab bestimmte und meist ideologisch (von Gender bis zu rot-grüner, ökofaschistischer Ideologie) gleichgeschaltete Politfunktionäre, die demütig Merkels Entscheidungen im Parlament abnicken.

Und das alles unter völligem Ignorieren des Willens des Volkes! „Die Ignoranz der Macht kennt keine Grenzen!“ Jedenfalls, solange der Wähler stumm bleibt. Am 24. September 2017 ist er – endlich – nicht stummgeblieben! „Es reicht!“, rief er unüberhörbar.

Das alte Mantra der CDU – „christlich“, „liberal“, „sozial“ und „konservativ“ – ist einer Wertebeliebigkeitspolitik gewichen.

Die Parteiführer sind nur noch Manager der Macht und ihrer Position, aber keine Führungspersönlichkeiten, die Halt und Orientierung vermittelten.

„Es ist eine der herausragenden Fähigkeiten Merkels, sich der Menschen zu bedienen, die ihr widerstandslos zuarbeiteten. Es paßte in ihr antifaschistisches Weltbild, alle patriotischen, konservativen Kräfte der Republik an der politischen Meinungsbildung auszuschalten. Sie wollte nie die Vorsitzende einer Volkspartei sein. Sie hätte damit Konzessionen machen müssen, die ihre Arbeit hätten stören können. Mit all der gebotenen Konsequenz unterlief sie das Grundgesetz, mißachtete demokratische Grundregeln und zerstörte tradierte, christlich-ethische Grundwerte (…)

Es war nie ihre Vision, ein politisches Konzept zu entwickeln, daß der Satzung der Bundesrepublik entspricht. Sie hat auf Empfehlungen, ja auch Drohungen gehört, die ihr von Mächten zugeflüstert wurden, die nicht die Eidespflicht hatten, sich für Deutschland einzusetzen.

Frau Merkel unterlag immer den Intuitionen der Macht, der sie sich verpflichtet fühlt. Aus dieser Perspektive wähnte man sie, die „mächtigste Frau der Welt“ zu sein. Sie diktierte das Handeln in dem Bereich der ihr gebotenen Grenzen. Sie hatte in ihrer Jugend perfekt gelernt, sich den Gegebenheiten zupassen“, schreibt der langjährige CDU-Funktionär Herbert Gassen (inzwischen aus der CDU ausgetreten) auf „conservo“, Quelle: CONSERVO

Unionsheimat verloren

Der ohne jede Vorwarnung erfolgte Ausstieg aus der Kerntechnik, die Abschaffung der Wehrpflicht verbunden mit dem desolaten Zustand der Streitkräfte (Soldaten undMaterial), die „Ehe für alle“ – um nur ein paar Reizworte (für Konservative) zu nennen – haben das ursprüngliche Profil der Union vollkommen verzerrt. Statt einer sozialen, konservativen und liberalen Volkspartei CDU haben wir heute eine grün-sozialdemokratische Partei mit einem Bauchladenprogramm für jeden.

„Treue“ CDU-Anhänger befinden sich in einem Dilemma, einem schwer lösbaren Zwiespalt: Unter der Ägide Merkel wurde das Land einerseits wirtschaftlich stabilisiert, aber andererseits droht seine nationale Identität – gerade unter der Führung Merkels – abhanden zu kommen. Und Merkel hat die „christlich-demokratische, liberale und konservative“ Union vollkommen entbeint, ihrer Werteorientierung beraubt und durch tagespragmatische „Programmatik“ ersetzt.

Im Klartext: Wir befinden uns heute in einer CDU als Regierungspartei – Regieren als Selbstzweck.

Tiefer gehende programmatische Überlegungen, Ideen und Plänen stören da nur. Das „alte“ Mitglied hat längst innerlich gekündigt – bleibt aber aus alter Anhänglichkeit Mitglied und hofft, dass der Albtraum Merkel einmal ein Ende haben wird.

Ein weiteres Problem für Konservative: Wenn keine der wirklich wählbaren Parteien eine konservative Position vertritt, weiß der bürgerliche Wähler nicht mehr, was er bekommt, wenn er sein Kreuz hier oder da macht.

Beispiele:

Sicher hätten die meisten Merkel-Wähler z. B. nicht geglaubt, mit ihrem Kreuz einer Politik zuzustimmen, die innere Sicherheit so gering schätzt, wie das aktuell passiert. Aber es ist ein Problem für die Demokratie, wenn das Kreuzchen immer mehr zur Wundertüte wird.
Merkel gab im Fernsehduell Menschenwürde als Grund für die millionenfache Besetzung deutschen Landes an. Das ist eine Dialektik, deren Regeln man nur in einem totalitären Regime lernt, und letztlich ist es reine Blasphemie. Diese Kanzlerin hat die Basis für einen Kulturkrieg in Europa geschaffen, der bereits kontinuierlich seine Opfer verlangt.Sie degradiert den Art.1 unseres Grundgesetzes, wenn sie die Deutschen zur Hilfstruppe und Verfügungsmasse ihrer Eroberer macht!

Deutschland ist entgegen den anfänglichen Vernebelungs- und Beruhigungsparolen ständig akut von islamischem Terror bedroht.

In diesem Zusammenhang ist auch der Passus im CDU-Regierungsprogramm zu sehen, der die Öffnung unseres Landes – und damit das unkontrollierte Hereinströmen fremder Völker – auf fragwürdige Art „moralisch“ begründet: Im Kapitel „Sicherheit im Inneren und nach außen“ heißt es im Regierungsprogramm am Schluss des ersten Absatzes auf Seite 63 wörtlich:“Resettlement“ und „Relocation“ sind Termini aus dem Englischen, die hier wie da kaum bekannt sind und selten benutzt werden. Es geht im deutschen Klartext letztlich um eine systematische Umsiedlung bzw. Bevölkerungsansiedlung. Daß diese Forderung frech dem Kapitel „Sicherheit nach innen und außen“ hinzugeführt wurde, ist letztlich eine Provokation und eine Verhöhnung des Wählers. Wieso versteckt die CDU ihre wahre Absicht hinter einem englischen Begriff?Mit der von ihr so verstandenen „Menschenwürde“ bekämpft Merkel den Patriotismus, die Kultur und die nationale Identität – Eigenschaften, die einem Konservativen heilig sein müssen.Eine bittere Erfahrung machen dabei „gestandene“ Christdemokraten, z. B. Wolfgang Bosbach, Klaus-Peter Willschund andere (auch der Autor): Sie werden von ihrer eigenen Partei als „Profiteure“ (Generalsekretär Peter Tauber) beschimpft und verunglimpft. In Wahrheit haben sie aber einfach an dem festgehalten, was die CDU den Bürgern bei der Einführung des Euros versprochen hatte.

Merkel bricht ungeniert ihren Amtseid, übergeht das Grundgesetz und bricht Verträge – und läutet damit das Ende der deutschen Nation ein. Und das alles ohne jede Legitimierung!

Das galt und gilt erst recht für die „Öffnung“ unseres Landes, die weitere Millionen Menschen aus dem Orient und Schwarzafrika zu Lasten des deutschen Volkes hereinlassen wird.

Ihre Begründung kommt „ethisch rein“ daher: „Menschenwürde“. Aber von welcher Menschenwürde spricht sie? Der des Abendlandes auf den Fundamenten christlich-ethischer Grundwerte oder des moslemischen Orients? Wie kommt diese Frau dazu, den Art.1 GG zu zitieren, wenn sie unser Land zur Heilsarmee ihrer Eroberer macht?
„Wir wollen, dass die Zahl der Flüchtlinge, die zu uns kommen, dauerhaft niedrig bleibt. Das macht es möglich, dass wir unseren humanitären Verpflichtungen durch Resettlement und Relocation nachkommen.“

Der Verfassungsschutz zählt derzeit 10.000 Salafisten und 1.600 gewaltbereite Islamisten in Deutschland – jenem Land, „…in dem sich gut und sicher leben läßt“.

Die Kirchen – vor langer Zeit einmal Nachwuchsreservoir der Unions-Parteien – geben keine Orientierung mehr. Heute bereits legen die Kirchenfürsten ihre Kreuze ab, wenn ihnen ein Imam begegnet! Sie kapitulieren damit vor den Moscheen.

Die Kreuze werden in nicht ferner Zeit von Kirchen und öffentlichen Gebäuden verschwinden, nur weil eine „christlich“-demokratische Kanzlerin vor lauter Willkommenskultur-Seligkeit die Wurzeln unseres Abendlandes verleugnet und mit einem kindischen „Wir schaffen das“ verkleistert.

Von welcher Menschenwürde spricht sie? Etwa der des Abendlandes auf den Fundamenten christlich-ethischer Grundwerte oder des moslemischen Orients?
Die Wahlkampfthemen, untersucht man sie kritisch, gingen weitgehend am Bedarf, an den Ängsten und Nöten der Bürger vorbei. Die Misere unserer Bildungspolitik oder unserer Gesundheitspolitik? Thema verpaßt. Beispiele:

  • Die Gesundheitspolitik, deren Fehler und Versäumnisse viele Bürger „schmerzlich“ erfahren müssen, spielte im Wahlkampf keine Rolle.
  • Eine alternde Gesellschaft und ein zunehmender, bedrohlicher Ärztemangel besonders auf dem Land – vergessen!
  • Sicherheit (drinnen und draußen) – ein Thema, das nahezu jeden besorgt macht, kam kaum vor.
  • Die kulturelle und soziale Dimension der Digitalisierung – ein schwieriges Thema, weshalb man im Wahlkampf, auch in den „Arena“- und „Duell“-Auftritten einen Bogen drum machte.
    usw., usw.

Die CDU wurde durch Angela Merkel zu einer Partei der pragmatischen Beliebigkeit und des reinen Managements der Macht – von ihrer konservativen Herkunft entfremdet und weit nach links geschoben.

Die einzige Möglichkeit, sich wieder zu erholen, sehe ich darin, Merkel in die Wüste zu schicken und den Linksruck zurückzudrehen. Angenehmer Nebeneffekt: Der Wackelpudding Seehofer wäre gleich „mitentsorgt“.

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Weitere Wahlanalysen von Peter Helmes finden Sie hier: CONSERVO

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