(David Berger) Die AfD-Spitzenkandidatin für die anstehende Bundestagswahl, Alice Weidel hat gestern Abend eine ZDF-Wahlsendung nach der Verharmlosung des Rechtsradikalismus durch einen CSU-Politiker und eine an Dilettantismus schwer schwer zu überbietende Äußerung der Moderatorin Slomka vorzeitig verlassen.

Neben vielen kleineren Peinlichkeiten gelang es CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer den Bock abzuschießen. In Antifa-Manier beschimpfte er den AfD-Politiker Björn Höcke als „Rechtsradikalen“. Und forderte Weidel allen Ernstes auf, sich von Alexander Gauland zu dstanzieren.

Dass er mit solchen vorschnellen Totschlagbegriffen letztlich nicht nur jede sinnvolle Diskussion unmöglich macht, sondern auch den Begriff „rechtsradikal“ so sehr missbraucht und instrumentalisiert, dass er nichtssagend und unbrauchbar wird, scheint ihn nicht zu interessieren.

Was er aber den CSU-Wählern interessieren wird bzw. sollte: Dass sich die CSU mit Politikern wie Scheuer zunehmend links von der gemerkelten CDU platziert. Das sollten sich alle Bayern überlegen, bevor sie bei der Bundestagswahl ihr Kreuz bei der CSU machen.

Slomka habe sich – so Gauland und Weidel in einer eigenen Pressemitteilung zur Sendung- „als parteiisch und vollkommen unprofessionell geoutet“, hieß es in einer Pressemitteilung.

„Sie hat sich mit der frechen Intoleranz und der plumpen Argumentation von SPD und Grünen gemein gemacht. Das ist eines öffentlich-rechtlichen Senders nicht würdig.“

Joachim Nikolaus Steinhöfel dazu auf Facebook: „Hab den Abgang gerade gesehen. Bei Peter Altmaier auf twitter ist der Ausschnitt. Weidel macht einen sachlichen Vorwurf, Scheuer pöbelt etwas von „Rechtsextremist Gauland“ und das Publikum johlt. Das muss man sich wohl wirklich nicht antun. Man merkt, wie nervös die Parteien aufgrund der jüngsten Umfragezahlen werden.“

 

 

Jürgen Fritz schreibt zu dem Agieren Slomkas: Alice Weidel hat die „Diskussionsrunde“ im ZDF verlassen. Ich habe nur die letzten Minuten zuvor gesehen und kann nur so viel sagen: Die Heuchelei und abgrundtiefe Verlogenheit der sechs anderen Parteien plus der ZDF-Moderatoren empfinde ich als im höchsten Maße widerlich.

Und diese Slomka hat ähnlich wie Lammert bei Erika Steinbach im Abgang noch eine hinterher gegeben.

Da fehlt es wirklich an vielem, vor allem aber an Wahrhaftigkeit und Charakter. Ich schäme mich für solche Landsleute.

Alice Weidel nennt Zahlen über die Kriminalitätsraten von Zuwanderern, dann kommentiert Slomka das direkt anschließend:

„Wenn man Zahlen nennt, dann muss man die richtigen Zahlen nennen“,

ohne dass Slomka überhaupt etwas bezüglich der Richtigkeit dieser Daten weiß. Dann zeigt das ZDF völlig nichtssagende Zahlen, die die Richtigkeit des Gesagten von Alice Weidel gar nicht widerlegen. Das geht so nicht. So kann man keine „Diskussion“ leiten.

Ein Moderator kann nicht das Gesagte eines Diskussionsteilnehmers implizit als falsch bezeichnen, ohne das überprüft zu haben, wahrscheinlich sogar völlig unberechtigt. Und das nur bei einem einzigen Geprächsteilnehmer und zwar bei dem, gegen den die sechs anderen Politiker sich ohnehin eingeschossen haben. Das ist nicht nur unprofessionell, Marietta Slomka, das ist schäbig.

alice-weidel

Und dann der Gehenden gleich noch eine hinterher geben – wahrscheinlich habe sie geahnt, was das nächste Thema sei und dass sie dazu ohnehin nichts zu sagen habe -, das setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Marietta Slomka darf ab sofort Slomka-Lammert genannt werden.“

Der bekannte Jurist Joachim Steinhöfel sieht in dem Agieren Slomkas gar einen Entlassungsgrund:

Bleibt mir nach der wie immer treffenden Analyse von Kollegen Fritz nur die abschließende Randbemerkung:

 „Der Ausruf „Wenn man Zahlen nennt, dann muss man die richtigen Zahlen nennen“ erinnert an die Dumpfbacken in den sozialen Netzwerken, die bei Nachrichten, die ihnen nicht in ihre kleinbürgerliche linksgrüne Märchenwelt passen, immer sofort mit dem Grunzton „Fakenews“ reagieren.

Diese Immunisierungsversuche gegen die Wirklichkeit erinnern auf auffällige Weise an US-Pornodarsteller, die jedesmal bei ihrer Arbeit vor der Kamera, wenn ihnen nichts mehr einfällt, „Fuck“ stöhnen. 

Unterdessen hat in den sozialen Netzwerken folgende Botschaft Hochkonjunktur: