(Gatestone Institut) Die Sicherheitslage in Schweden ist heute so kritisch, dass der nationale Polizeichef Dan Eliasson die Öffentlichkeit um Hilfe gebeten hat. Die Polizei ist nicht in der Lage, die Probleme alleine zu lösen. Im Juni veröffentlichte die schwedische Polizei einen neuen Bericht, „Utsatta områden 2017„, („Verletzliche Gebiete 2017“, allgemein bekannt als „No-Go-Zonen“ oder gesetzlose Gebiete). Er zeigt, dass die 55 No-Go-Zonen von vor einem Jahr jetzt auf 61 angestiegen sind.

Im September 2016 weigerten sich Ministerpräsident Stefan Löfven und Innenminister Anders Ygeman, die Warnungen zu sehen: Im Jahr 2015 wurden nur 14% aller Verbrechen in Schweden aufgeklärt, und im Jahr 2016 haben 80% der Polizeibeamten in Erwägung gezogen, den Dienst zu quittieren. Beide Minister weigerten sich, es eine Krise zu nennen. Laut Anders Ygeman:

„… wir sind in einer sehr schwierigen Lage, aber Krise ist etwas ganz anderes … wir sind in einer sehr angespannten Position und das liegt daran, dass wir die größte Reorganisation seit den 1960er Jahren durchgeführt haben, während wir diese sehr schwierigen externen Faktoren haben mit dem höchsten Flüchtlingszufluss seit dem Zweiten Weltkrieg.Wir haben zum ersten Mal seit 20 Jahren Grenzkontrollen und eine erhöhte terroristische Bedrohung.“

Ein Jahr später nennt der schwedische Polizeichef die Situation „akut“.

Schweden ähnelt zunehmend einem gescheiterten Staat: In den 61 „No-Go-Zonen“ gibt es 200 kriminelle Netzwerke mit schätzungsweise 5.000 Kriminellen als Mitglieder. Dreiundzwanzig dieser No-Go-Zonen sind besonders kritisch: Kinder, die bis zu 10 Jahre jung sind, sind dort an schweren Verbrechen beteiligt, darunter Waffen und Drogen, und werden buchstäblich trainiert darin, harte Kriminelle zu werden.

Die Schwierigkeiten gehen jedoch über das organisierte Verbrechen weit hinaus. Im Juni wurde die schwedische Polizei in der Stadt Trollhättan bei einem Aufruhr im Vorort Kronogården von etwa hundert maskierten jugendlichen Migranten, vor allem Somalis, angegriffen. Der Aufruhr dauerte zwei Nächte an.

Heftige Unruhen sind jedoch nur ein Teil der Sicherheitsprobleme in Schweden. Im Jahr 2010 gab es, gemäß der Regierung, „nur“ 200 radikale Islamisten in Schweden. Im Juni sagte der Chef des schwedischen Sicherheitsdienstes (Säpo), Anders Thornberg, den schwedischen Medien, dass das Land vor einer „historischen“ Herausforderung stehe, mit Tausenden von „radikalen Islamisten in Schweden“ umzugehen. Die Dschihadisten und Dschihadistenunterstützer sind vor allem in Stockholm, Göteborg, Malmö und Örebro konzentriert. „Das ist die ’neue Normalität“… Es ist eine historische Herausforderung, dass extremistische Kreise wachsen“, sagte Thornberg.

Das schwedische Establishment kann sich nur selber die Schuld dafür geben.

Thornberg sagte, dass Säpo jetzt rund 6.000 Geheimdienstinformationen pro Monat über Terrorismus und Extremismus erhält, im Vergleich zu durchschnittlich 2.000 pro Monat im Jahr 2012.

Einige der Gründe für die Zunahme sind, laut dem Terrorspezialisten Magnus Ranstorp von der schwedischen Verteidigungsuniversität SDU, auf die Segregation in den schwedischen No-Go-Zonen zurückzuführen:

„… es war für Extremisten leicht, ungestört in diesen Gebieten zu rekrutieren … die Präventionsmaßnahmen waren ziemlich zahm … wenn man Dänemark und Schweden vergleicht, ist Dänemark auf Hochschulniveau und Schweden auf Kindergartenstufe.“

Auf die Frage, was die Zunahme der Menschen, die extremistische Ideologien unterstützen, über die Arbeit von Schweden zur Bekämpfung des Radikalismus aussage, sagte Innenminister Anders Ygeman der schwedischen Zeitschrift TT:

„Ich denke, es sagt nur wenig aus, das ist eine Entwicklung, die wir in einer Reihe von Ländern in Europa beobachtet haben, andererseits zeigt es, dass es richtig war, diese Maßnahmen zu ergreifen. Ein effektives Zentrum gegen den gewalttätigen Extremismus, dass wir das Budget erhöht haben, um gegen gewalttätigen Extremismus vorzugehen, dass wir das Budget der Sicherheitspolizei für drei Jahre erhöht haben.“

Vielleicht gibt es noch mehr Dschihadisten, als Säpo denkt. Im Jahr 2015, auf dem Höhepunkt der Migrantenkrise, als Schweden über 160.000 Migranten aufnahm, verschwanden 14.000 von ihnen, denen gesagt wurde, dass sie deportiert werden würden, innerhalb von Schweden spurlos. Noch im April 2017 suchte Schweden 10.000 von ihnen. Schweden hat jedoch nur 200 Grenzpolizisten zur Verfügung, um sie zu suchen. Ein solcher „verschwundener Migrant“ war Rakhmat Akilov aus Usbekistan. Er steuerte einen Lastwagen in ein Kaufhaus in Stockholm, tötete vier Leute und verwundete viele andere. Er sagte später, dass er es für den islamischen Staat (ISIS) getan habe.

Inzwischen kommen weitere ISIS-Kämpfer aus Syrien nach Schweden zurück, eine Liebenswürdigkeit, die die Sicherheitslage kaum verbessert. Schweden hat bislang 150 zurückkehrende ISIS-Kämpfer bekommen. Es bleiben nach wie vor 112, die sich im Ausland befinden – die als die härtesten von allen gelten – und Schweden erwartet, dass viele von denen auch noch zurückkehren werden. Erstaunlicherweise hat die schwedische Regierung mehreren ISIS-Rückkehrern geschützte neue Identitäten gegeben, um zu verhindern, dass einheimische Schweden herausfinden, wer sie sind. Zwei schwedische ISIS-Kämpfer, Osama Krayem und Mohamed Belkaid, die nach Europa zurückgekehrt sind, fuhren damit fort, dass sie mithalfen, die Terrorangriffe am Brüsseler Flughafen und die Metrostation Maelbeek im Zentrum von Brüssel am 22. März 2016 zu begehen. Einunddreißig Menschen wurden getötet; 300 wurden verletzt.

Schwedische Nachrichtenkanäle haben berichtet, dass die schwedischen Städte, die die Rückkehrer aufnehmen, nicht einmal wissen, dass es sich um zurückkehrende ISIS-Kämpfer handelt.

Eine Koordinatorin der Arbeit gegen den gewalttätigen islamistischen Extremismus in Stockholm, Christina Kiernan, sagt: „… im Moment gibt es keine Kontrolle über die Rückkehrerer aus ISIS-kontrollierten Gebieten im Nahen Osten“.

Kiernan erklärt, dass es Regeln gibt, die die Weitergabe von Informationen über die Rückkehr von Dschihadisten durch Säpo an die örtlichen Gemeinden verhindern, so dass die Personen, die in den Kommunalbehörden, zuständig sind, einschließlich der Polizei, keine Informationen darüber haben, wer und wie viele zurückgekehrte ISIS-Kämpfer sich in ihrer Region aufhalten. Es ist daher unmöglich, sie zu überwachen – und das zu einer Zeit, in der Säpo die Zahl der gewalttätigen islamistischen Extremisten in Schweden in die Tausende schätzt.

Selbst nach all dem kämpft der schwedische Staat im wahrsten Orwellschen Stil gegen diejenigen schwedischen Bürger, die auf die offensichtlichen Probleme hinweisen, die Migranten verursachen.

Als der Polizeibeamte Peter Springare im Februar sagte, dass Migranten in den Vorstädten eine unverhältnismäßig hohe Zahl Verbrechen begingen, wurde ein Verfahren wegen „Anstiftung zum Rassenhass“ gegen ihn angestrengt.

Derzeit wird ein 70-jähriger schwedischer Rentner wegen „Hassrede“ verfolgt, weil er auf Facebook schrieb, dass Migranten „Autos in Brand stecken und auf die Straßen urinieren und koten“.

Bei Tausenden von Dschihadisten in ganz Schweden, was könnte wichtiger sein als die Verfolgung eines schwedischen Rentners wegen etwas, was er auf Facebook schreibt?

***

Judith Bergman ist Kolumnistin, Anwältin und politische Analytikerin. Der Beitrag erschien zuerst bei Gatestone Institut. Übersetzung: Daniel Heiniger

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F.Feld
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F.Feld

Es scheint, daß die Schwed*Innen die besseren Deutsch*innen sind: genauso hirnlos feminazistisch, genauso totalitär und obrigkeitsstaatsgläubig.
Nur: bei den Deutschen ist klar, warum sie so brainwashed sind… die historische Schuld zerdrückt andere Inhalte. Was aber ist es bei den Schweden? Einfach nur zu lange linksfeministisch gewählt? Kommt dann sowas dabei raus?
Fragen Sie die Antonio Amadeo Stiftung und Herr Maas!

Old-Man
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Old-Man

Die Schweden ernten was sie seit Jahren gewählt haben->Sozialismus pur. Soll oder muss man die Schweden bedauern?Nein,sie sind an ihrem Elend selber Schuld,und bekommen jetzt den Dank der islamischen Horden zu spüren.Auch wir Deutsche werden uns noch umschauen bei dem,was uns noch blüht mit dem islamischen Absxxxxxm den Merkel jeden Tag importiert!! Die Schweden werden an ihren „Gästen“ verrecken,oder sie befreien sich von diesem Absxxxxm,egal mit welchen Mitteln,keiner würde es der schwedischen Bevölkerung übelnehmen,wenn sie dabei auch mit absoluter Härte vorgehen würden! Wir werden binnen kürzester Zeit vor dem gleichen Problem stehen,Ich hoffe nur,bei uns gibt es noch „echte“Männer mit… Mehr lesen »

luisman
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Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

Charlotte
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Charlotte

Die Schweden sind total meschugge. Entweder waren sie das schon immer oder der Sozialismus hat ihnen das Hirn weggespült. Also von denen kommt nix mehr. Wenn sie ernstlich herausgefordert würden, würden sie sich alle umbringen. Sie tun das jetzt schon. Ein bisschen Klimaerwärmung würde ihnen vielleicht gut tun. Vielleicht fehlt es nur an Sonne.

Spreeathener
Gast
Spreeathener

Schweden ist schon Dank seiner Politik im Abgrund angekommen. Auch Deutschland trennt nur noch ein winziger Schritt vor dem Abgrund. Die linksgrüne Multi-Kulti Träumerei oder Politik wird zum Albtraum für die einheimische Bevölkerung. Die Politik spürt die Folgen einer ungeregelten und Zügellosen Einwanderung nicht die sitzt ja gut geschützt in ihrem Elfenbeinturm. Selbst wenn es die etablierte Politik vehement leugnet auch in Deutschland breiten sich die No Go Areas wie Krebsgeschwüre aus und es bilden sich immer mehr Parallelgesellschaftem die ihr eigenes Rechtssystem haben. Die etablierte Politik schaut dem ganzen Tatenlos zu und fördert allem Anschein nach durch Ihre Passivität… Mehr lesen »

Wolfgang Krenn
Gast
Wolfgang Krenn

Ja leider ist Schweden nicht mehr das Land der Erholung. Wohnen in Südschweden an einem Kleinen See, dessen schöne Wiese und Badegelegenheit hauptsächlich von Asylanten besetzt wurde. Sie setzen sich über jegliche Verbote, Mitnahme der Fahrräder in die Bade-liege-Zone , werfen Zigarettenstummel einfach auf die Liegewiese unsw. die neuerstellten Toiletten werden zum Stall. Kontrolle seitens der Gemeinde gibt es leider nicht.

Wolf
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Wolf

Da fällt einem der Kit aus der Brille.

MoshPit
Gast

Wer unter solch‘ einer ReGIERung leidet, der braucht keine Feinde mehr.

Grüße

MoshPit
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Hat dies auf MoshPit's Corner rebloggt.

Ede Kowalski
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Ede Kowalski

Erinnern wir uns an die Rede von Trump :„Schaut euch an, was gestern Abend in Schweden passiert ist“. Obwohl Trump allgemein über eine zunehmende Kriminalität in Schweden gesprochen und nicht ein bestimmtes Ereignis gemeint hat, wurde er von den europäischen Systemmedien ( US umgangssprachlich: Presstituts) als Spinner, Lügner und Hysteriker hingestellt und denunziert. Jetzt dürfte wohl unwiderruflich festgestellt sein, dass man im Vergleich zum öffentlich rechtlichen Lückenjournalismus, Donald Trump schon fast einen Hellseher nennen kann.

Thomas Müller
Gast

Schweden ist am Ende. Der linksgrüne Traum ist zum Alptraum für die schwedische Bevölkerung geworden. Je früher es dort zum Bürgerkrieg kommt, umso besser. Vielleicht wachen dann endlich die letzten Bahnhofsklatscher und Gutmenschen in Deutschland auf. Der Blick nach Schweden heute zeigt und das Deutschland in fünf Jahren.

kaltstart
Gast
kaltstart

Auch bei uns drohen schwedische Verhältnisse. In Frankreich brennt der Baum bzw. brennt Paris, so dass der Macron Plan für Interníerungslager in Libyen mir plausibel erscheint. Ungesteuerte Masseneinwanderung muss ein Tabu sein, denn wer einmal hier ist, geht in den seltensten Fällen freiwillig. Da würde nur helfen, die Geldflüsse zu unterbinden, dann trennte sich die Spreu vom Weizen. Es darf bei einschneidenden Maßnahmen nichts an zaghaften Gemütern scheitern, wenn ein Land krachend vor die Wand fährt. Klar, dass Linke, Amnesty und Pro Asyl auf die Barrikaden gehen. Aber auch die werden irgendwann kapitulieren müssen, wenn ihre Menschenfreundlichkeit ihnen nicht gedankt… Mehr lesen »

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