Josef Bordat hat den entscheidenden Punkt in der Debatte erkannt: Es geht nicht darum, ob ich den Gabriel-Text in der FAZ geschrieben habe. Ja, es geht hier überhaupt nicht um mich – ich stehe nur zufällig beispielhaft für Tausende (u.a. auch Bordat selbst), denen es so ähnlich ging und geht. Es geht darum, dass man einen solchen Text nicht mehr schreiben kann, ohne dass eine beispiellose Hexenjagd auf einen eröffnet wird. Ja, der bloße Verdacht, ihn geschrieben zu haben, führt dazu, dass man von Spiegel & Co zum Rechtsradikalen erklärt wird …

Jobo72's Weblog

Dass die Diskurse um Reizthemen wie die „Ehe für alle“ ruppiger werden, ist mir nicht entgangen. Auch nicht, dass dabei immer wieder einzelne Personen in den Mittelpunkt rücken und dann systematisch angegangen werden. Shitstorm nennt man das.

Jemand, der das besonders zu spüren bekommt ist David Berger. Er ist queer, queerer geht es nicht: Schwul, aber Kritiker der „Ehe für alle“, konservativ-katholisch, zugleich jedoch kirchenkritisch („Der heilige Schein“), ein ausgewiesener Theologe mit akademischen Meriten, gleichzeitig ein streitbarer Geist mit dem Hang zur Polemik.

Bis auf die Tatsache, dass wir beide katholisch sind und Thomas von Aquin schätzen, verbindet uns nicht viel. Dennoch war er einer der ersten, die sich bei mir gemeldet haben, als ich mich vor nicht ganz zwei Jahren mir Morddrohungen konfrontiert sah.

Insoweit versteht es sich von selbst, dass ich ihm mit diesem Beitrag öffentlich meine Solidarität ausspreche. Es kann nicht sein, dass Kritik an der „Ehe…

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