Auf den G20-Demos in Hamburg am 6. Juli identifizierte der ZEIT-Journalist Sören Kohlhuber fälschlicherweise mehrere Journalisten als „Identitäre“, was zu tätlichen Angriffen auf sie führte. Der „Störungsmelder“, für den Kohlhuber gearbeitet hat, wird vom Justizministerium mitfinanziert. Ein Gastbeitrag von Collin McMahon (Jouwatch)

Die ZEIT sah sich per Ankündigung gestern, 10. Juli dazu gezwungen die Mitarbeiter Sören Kohlhuber und Michael Bonvalot zu entlassen, die auf den G20-Demos als akkreditierte Journalisten unterwegs waren.

„Beide ehrenamtlichen Autoren waren während G20 nicht im Auftrag des Störungsmelders aktiv“,

schrieb die ZEIT. Es liegt jedoch nahe, dass die beiden Linksaktivisten sich ihre Presseausweise und Akkreditierung als ZEIT-Journalisten geholt haben. Die ZEIT hat dies nach Anfrage nicht dementiert.

Was ist das eigenlich für ein Organ, bei dem nur „ehrenamtliche Autoren“ für die größte deutsche Wochenzeitung mit 1,5-2,3 Millionen Leser arbeiten? Das Weblog wurde 2007 von der ZEIT gegründet und versteht sich als Form gegen „Nazis“:

„Hier geht es um Neonazis. Wo sie auftreten, was sie dabei sagen und vor allem: Was man gegen sie unternehmen sollte…“

Daneben heißt es

„AUTOR WERDENDu hast Nazis um dich herum und willst darüber berichten? Du hast ganz allgemein viel zu diesem Thema zu sagen? Dann klicke hier und werde Störungsmelder-Autor.

Was für „ehrenamtliche“ Autoren das sind, die überall „Nazis um sich herum“ sehen und „ganz allgemein viel zu diesem Thema zu sagen“ haben, erschließt sich von selbst.

Dass die ZEIT und das Jusitizministerium mit linksextremen ehemaligen Stasi-Mitarbeitern wie Anetta Kahane und ihrer Amadeu-Antonio-Stiftung arbeitet, ist bekannt.

Das Jusitizministerium von Heiko Maas unterstützt jedoch auch den „Störungsmelder“ mit der Aktion „Störungsmelder on Tour“, bei dem die ehrenamtlichen Autoren, die so viel zum Thema Nazis zu sagen haben, bundesweit bisher bereits über 110 Schulen besucht haben.

„Wir müssen dafür sorgen, dass Hetzer und Brandstifter das gesellschaftliche Klima nicht vergiften,“

sagte Heiko Maas am 23.2.2016 dazu.

Nur wurde ausgerechnet aus den Reihen dieser Bundesinitiative gegen „Hetzer und Brandstifter“ zu einer Menschenjagd auf Ausländer aufgerufen, nur weil sie in der Nähe der falschen Personen standen.

(„Brandstifter“ waren unter den Linksaktivisten in Hamburg ja auch genug unterwegs.) Wir haben beim Bundesjustizministerium BMJV um eine Stellungnahme angefragt.

 

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Mehr zu den G20-Vorfällen in Hamburg finden sie journalistisch sauber und vorurteilsfrei hier aufgearbeitet:

JOUWATCH