(David Berger) Der „alternative CSD Kreuzberg“ steht vor dem Aus. Das überrascht nicht wirklich. Der CSD, auf dem noch vor einigen Jahren – kurz nach seinem Selbstouting  – der bekannte Ex-Fußballprofi Thomas Hitzlsperger gesichtet wurde, geriet in den vergangenen Jahren immer mehr in ein äußerst schiefes Licht.

Wurde er doch immer öfter mit einem schlechten Gewissen darüber veranstaltet, dass man die vielen migrantischen Einwohner Kreuzbergs mit weißen Homomännern provozierten musste.

Die zu allem Überfluss sogar zeitweise noch Klage darüber führten, dass die Mehrzahl der Gewalttaten gegen schwule Männer in der Hauptstadt von Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund ausgeht.

Am liebsten hätte man in Kreuzberg einen CSD abgehalten, auf dem nur noch schwarze, genderfluide und sozialistisch eingenordete Muslime mitlaufen.

Ganz konsequent war auch schon lange nicht mehr die Rede von Schwulen und Lesben (Begriffe, die unsere muslimischen Mitbürger unnötig provozieren könnten), sondern von queeren Menschen, die dort protestieren und als besonderes Merkmal zu eigen haben, „radikal“ zu sein (Motto: „Queer bleibt radikal“).

Das linkspopulistische Szenemagazin „Siegessäule“ schreibt spürbar deprimiert zu der bezeichnenden Einwicklung:

„So brach 2013 der Transgeniale CSD wegen Konflikten um Rassismusvorwürfe auseinander. 2014 sprangen Südblock, SO36 und Möbel Olfe ein und fokussierten den Kreuzberger CSD auf den Kiez und dessen Themen. 2016 wurde der Fokus beim „X*CSD“ unter dem Motto „Queer bleibt radikal“ wieder breiter, und erneut brachen Konflikte auf. Anlass waren Redebeiträge der Gruppe „Berlin against Pinkwashing“ und des Wagenplatzes Kanal, in denen Solidarität mit Palästina und der BDS-Bewegung („Boycott, Divestment, Sanctions“, also Boykott israelischer Waren) ausgedrückt wurde. Im Publikum gab es Zustimmung, aber auch Widerspruch – manche halten einen Boykott-Aufruf gegenüber einem jüdischen Staat für antisemitisch. In der Diskussion vor der Bühne kam es sogar zu handgreiflichen Auseinandersetzungen, angeblich flogen Bierbecher.“

Viele fragen immer wieder:

Gibt es etwas, das ganz normalen Homosexuellen mehr schadet, als die exhibitionistischen Homo-Umzüge des „Christopher-Street-Days“?

Ja, es gibt etwas:

CSDs, auf denen Antisemitismus, „Antifa“-Faschismus, schlecht versteckter Eigenhass, aggressives Queeribangehabe, feministisch inspiriertes Gendergaga und Islamophilie zelebriert werden! Gut, wenn damit endlich Schluss ist!