(David Berger) Nach dem Gesicht von Ralf Stegner am heutigen Wahlabend zu urteilen, haben die Schleswig-Holsteiner eigentlich gar nicht so falsch gewählt. Der O-Ton von SPD-Landeschef Ralf Stegner zu seinem Gesicht:

„Das ist ein bitterer Tag für die Sozialdemokraten. Da gibt es nichts schönzureden.“

Und in der Tat: Die SPD und die Grünen haben Schläge vom Wähler kassiert, wenn diese auch bei den Grünen viel zu sanft ausgefallen sind. Insgesamt jedoch haben die Wähler die sogenannte Küstenkoalition aus SPD, Grünen und SSW unter Leitung von Ministerpräsident Torsten Albig abgewählt – und das nach nur einer Legislaturperiode.

Die zwischen Kommunismus und Sozialismus dahin schlitternde SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ hat es gar nicht erst in den Landtag geschafft. Die Plätze, die sie sich ausgesucht hatte, nimmt nun die AfD ein, die mit 5,6 % in den Landtag von Schleswig Holstein einziehen kann und damit unter allen zur Landtagswahl angetretenen Parteien die größten Gewinne verbuchen kann.

Gefolgt von der FDP, die nun auf Landesebene zeigen kann, inwiefern sie bereit ist mit der AfD zusammen für wichtige liberale Wert einzutreten.

Dazu gäbe es eine konkrete Chance, wenn die dortige CDU nun den Wählerwillen ernst nehmen und eine Koalition mit der AfD und der FDP bilden würde.

Wenn es um die Macht geht und es nicht anders als mit der AfD gelingt an diese zu kommen, wird auch Kubicki als echter FDPler („Wenn wir an die Macht kommen, koalieren wir notfalls mit dem Teufel“) sehr schnell seine dümmlichen Worte zum Wahlergebnis vergessen haben.

Mit einer solchen Koalition könnte die Union endlich ein eindeutiges Signal dafür setzen, dass sie wirklich dazu bereit ist, gegen die Transformation der Bundesrepublik in einen Linksstaat bzw. eine DDR 2.0 zu kämpfen.

Das wäre genau die „Koalition des Aufbruchs“, von der der Wahlsieger des Abends, CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther, gesprochen hat.

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Und hier gibt es als Bonus noch eines von den Beliebten Ralf-Stegner-Bildern …