Gastbeitrag von Dr. Maximilan Krah

„Wenn Millionen von Menschenhassern ein Land stürmen, dessen Bewohner zu zwei Dritteln aus Selbsthassern bestehen und wenn die restliche Bevölkerung ihre Sorgen und die Angst, die angestammte Heimat und die im Laufe der Jahrhunderte liebgewonnene Kultur könnten bald verloren gehen, nicht mehr ausdrücken darf.“

So beginnt der libanesisch-stämmige deutsche Regisseur Imad Karim einen Aufruf auf seiner unlängst gesperrten Facebook-Seite. Er spricht hier beiläufig den Selbsthass der Europäer an, ein Phänomen, das kaum erörtert wird, obwohl es, davon bin ich überzeugt, der Schlüssel zu der desaströsen Politik der etablierten Parteien ist, die vor unseren Augen unser Land ruiniert. Ich habe ihm eine Videobotschaft gewidmet, um den Gedanken einem größeren Auditorium nahe zu bringen. Er verdient es, vertieft zu werden.

Ein Freund postete folgende Sequenz auf Facebook: „Erleben wir in den gegenwärtigen Zeiten eine europaweite Renaissance rechter Politik, die von den Linken in Deutschland beklatscht und begrüßt wird, selbst wenn diese antidemokratisch ist? Im Gegensatz dazu verteufeln dieselben Linken in Deutschland konservative, im Einklang mit dem Grundgesetz befindliche Politik als Rückkehr zum Nationalsozialismus. Verstehen muss man das nicht mehr.“

Doch, muss man; leider. Und der Selbsthass ist ein unverzichtbarer Schlüssel zu diesem Verständnis.

Unter der großen Mehrheit der Deutschen mit Universitätsabschluss in einem geisteswissenschaftlichen Fach herrscht der Wahn vor, das Eigene schlecht und das Fremde gut finden zu müssen.

Und dieser Wahn führt dazu, dass jeder stolze Muslim willkommen ist, weil er der verhassten homogenen deutsch-europäischen Leitkultur eine Alternative entgegenstellt, ihre Deutungshoheit zurückweist und sie damit delegitimiert, während der deutsche Traditionalist bekämpft werden muss, denn er will genau diese kulturelle Transformation verhindern.

Linke unterstützen die islamische Einwanderung nicht um der Einwanderer willen, sondern um ihres eigenen Wahns willen, die tradierte deutsche Gesellschaft zu überwinden. Ihr Gutmenschentum ist immer ich-bezogen.

Das Phänomen des kollektiven Selbsthasses ist nicht auf Deutschland begrenzt, hier aber besonders ausgeprägt. Es ist in nahezu allen westlichen Ländern zu beobachten. Ein besonders grauenhaftes Beispiel ist Schweden, das per Parlamentsbeschluss die Entscheidung getroffen hat, sich in ein multikulturelles Land zu verwandeln und sich auch von ausufernder sexueller Gewalt, entstehenden No-Go-Areas in den Großstädten und unkontrollierbaren Parallelgesellschaften der zumeist muslimischen Einwanderer von dem Wahnsinnsplan nicht abbringen lässt.

In den USA protestierten unlängst (natürlich weiße) Literaturstudenten dagegen, dass sie Shakespeare lesen sollten; schließlich sei der ein „weißer Mann“.

Fragte man in den 1950ern Katholiken nach dem Mittelalter, so bekam man stolze Antworten zu den großen Kathedralen wie in Chartres oder Toledo, Gelehrten wie Thomas von Aquin und William von Ockham oder Heiligen wie Bernhard von Clairvaux oder Theresa von Avila.

Heutige Kirchenvertreter beginnen stattdessen mit endlosen Entschuldigungen für alles, was ihnen zur Kirchengeschichte einfällt. Die deutsche Geschichte, sofern sie überhaupt noch gelehrt wird, verkommt zu einer Kriminalgeschichte; sie hat auf den Nationalsozialismus hingeführt, erreichte dann ihren Tiefpunkt, und besteht seitdem in der Erinnerung daran.

Die Vorstellung, Teil eines schuldigen Kollektivs zu sein, hat wenig mit der Realität zu tun. Sie basiert zumeist auf einer Mischung von willkürlich herausgepickten Einzeldaten und schlichter Phantasie, gepaart mit einem kollektivistischen Verständnis von Schuld.

Was diese Schuldvorstellung so anstrengend macht ist die moralische Überlegenheit, die jene, die von ihr befallen sind, deshalb für sich in Anspruch nehmen.

Der Dresdner Oberbürgermeister etwa behauptete zum Jahrestag der Zerstörung der Stadt am 13. Februar, Dresden sei „keine unschuldige Stadt“ gewesen und spuckt so posthum den Zehntausenden Opfern, zumeist Frauen und Kindern, ins Grab. Aber er wähnt sich dabei als einer der Guten. Die amerikanischen Literaturstudenten, die Shakespeare nicht lesen wollen, finden sich moralisch überlegen. Die Reformkatholiken, die keine Gelegenheit auslassen, die Kirchengeschichte schlecht zu reden, bilden sich ein, den Konservativen moralisch überlegen zu sein.

Mir ist dieser Mechanismus zuerst bei den Anhängern der Klimatheorie aufgefallen. Diese dient ja zunächst zur Selbstanklage gegen die entwickelten Länder des Westens: weil wir in Wohlstand leben, verändert sich das Weltklima.

Unser Wohlstand wird so zu etwas Schlechtem, wir sind schuld. Diejenigen, die es aussprechen, sind die Guten. Die Lösung besteht in Strafzahlungen und letztlich der Abschaffung des Wohlstandes. Andere Lösungen, etwa ein Programm zur Errichtung höherer Dämme, werden ebenso vehement abgelehnt wie jedes kritische Hinterfragen der Theorie. Wer Diagnose und Therapieplan nicht teilt, ist moralisch schlecht und nicht der Diskussion würdig.

Nicht nur der Mechanismus, auch die Personen, die nun auf der Universalschuld der Christen, Westler, Deutschen bestehen, die Strafzahlungen an jeden und alle, und letztlich die Abschaffung von Kirche, Abendland und deutscher Identität fordern, sind dieselben.

Und immer fühlen sie sich dabei als die Guten, als moralisch und intellektuell Überlegene, frei von jedem Selbstzweifel. Dabei zerstören Sie unsere Gesellschaft.

Die Frage bleibt: Wieso tun sie es? Wo kommt dieser Selbsthass her? Es gibt sicher ein Bündel an Erklärungen. Ich denke aber, dass der wesentliche Begründungsstrang in die Religion führt. Wir leben in postchristlichen Zeiten. Gott ist tot. Das religiöse Bekenntnis ist in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht mehr handlungsleitend.

Gleichwohl leben christliche Vorstellungen in säkularisierter Form in unserer Kultur fort. Nach christlicher wie jüdischer Vorstellung ist der Mensch schuldbehaftet. Gott hat ihn gut geschaffen, aber durch die Sünde wurde der Mensch verwundet und ist nicht länger gut. Die Schuld der Sünde trennt ihn von Gott. Durch die Beachtung des Gesetzes und den Opfertod Christus am Karfreitag kann der Mensch die Sünde überwinden und wieder zu Gott gelangen.

Das Christentum postuliert also die Schuld des Menschen und damit die Notwendigkeit einer Erlösung, die es zugleich verspricht. Ohne den Gottesglauben entfällt diese Möglichkeit der Erlösung, es bleibt nur die Schuld.

Das Gefühl der Schuld führt in den Selbsthass, der durch den Selbstmord befriedigt wird. Auch das ist ein biblisches Motiv, und zwar des Judas Iskariot. Das Neue am gegenwärtigen westlichen Selbsthass – der Begriff stammt vom Papst Benedikt XVI. – ist, dass er kollektiv und nicht individuell ist. Der Hass richtet sich nicht gegen die eigene Person, sondern die eigene kollektive Identität. In ihr sieht der Gutmensch die Quelle seines Unwohlseins.

Weil diese Identität ihn mit den tatsächlichen oder angenommenen Verbrechen der Altvorderen verbindet, muss er sie loswerden. Er bricht also bewusst mit der Tradition, was er aber nur kann, weil er ihr angehört. Er will seine eigene kollektive Identität töten, um so die von ihr ausgehende Schuldverstrickung zu kappen.

Diese Erklärung hat die Empirie auf ihrer Seite. Die Träger des Selbsthasses sind überproportional oft in christlichen Milieus sozialisiert, haben aber den eigentlichen Gottesglauben abgelegt.

Die Großkirchen, die sich spätestens mit dem aktuellen Papst Franziskus selbst-säkularisiert haben, sind Propagandisten dieses kollektiven Selbsthasses. Wer sich der Qual unterzieht, die Osterbotschaften deutscher Bischöfe zu lesen, kann es bestätigen. Es ist wie bei Hamlet:

Was man ermordet, kommt als Gespenst zurück. Der aufgegebene christliche Gottes- und Erlösungsglauben begegnet uns nun als Selbsthass.

Dementsprechend sind Kirchenferne ebenso wie konservative, gläubige Christen davon weitgehend verschont.

Der Selbsthass ist auf eine Minderheit beschränkt, aber es ist eine einflussreiche Minderheit, die zudem über die beträchtlichen Mittel der Kirchensteuer ebenso wie über die Mehrheit der geisteswissenschaftlichen Lehrstühle und der Journalistenstellen im Feuilleton verfügt. Zudem sind sie die nützlichen Idioten all jener, denen an einem schwachen Westen gelegen ist, dem radikalen Islam an erster Stelle.

Die Lösung besteht zunächst darin, den Mechanismus des kollektiven westlichen Selbsthasses offen zu benennen und seine Propagandisten mit dem Befund zu konfrontieren.

Letztlich bedarf es einer Gesundung des Christentums. Wer sich nach Erlösung sehnt, sollte sie bekommen können: im Beichtstuhl, nicht im Plenarsaal, am Redaktionstisch oder im Universitätsseminar.

***

Hier geht es zum Blog des Autors: MAXIMILIAN KRAH

20 Kommentare

  1. es ist wohl vieles richtig, auch in den Kommentatoren aber eine andere Quelle, aus der sich die unglaublichen Vorgänge in diesem Land speisen, wird übersehen.
    Diese andere Quelle ist meines Erachtens schlicht und ergreifend Faulheit gepaart mit absoluter Selbstüberschätzung.
    Soweit man das überblicken kann, war und ist die Triebfeder aller Kultur das Tun, Goethe hat das schön im „Faust“ dargestellt, in der Passage wo Dr Faust anfängt die Bibel umzuschreiben mit „Im Anfang war die Tat“ und auch das Tun (Deichbau) ist es ja, was den Dr. Faust schlussendlich beruhigt, nachdem er alles andere ausprobiert hat.
    Unsere Eliten erzählen uns nun, man wird nicht selig durch das Tun, sondern durch das Nichtstun, die Faulheit, die Welt wird gerettet nicht indem man sie bebaut, die Wildnis zurückdrängt, die Natur beherrscht, sondern indem man genau das nicht tut.
    Die Menschheit wird aufgebaut, indem man sie via Verhütung nicht aufbaut.
    Staaten werden prosperieren indem man ihre Grenzen aufgibt, so wurde uns die EU verkauft und so wurde uns das Öffnen der Grenzen verkauft.
    Die Liste liese sich beliebig weiterführen.
    Klopft man das Gutmenschentum ab, so stellt man völlig erstaunt fest, dahinter steckt einfach der Wille zum Nichtstun, die komplett absurde Idee, dass sobald der Mensch deutschen Boden betritt, dort alles, was er zum Leben braucht da ist, von selber da ist.
    Übersehen wird, dass der deutsche Boden, im Weltmaßstab gesehen ein sehr unfruchtbarer Boden ist, auf dem sogar ein halbes Jahr lang nichts wächst und reift, und wir auch keine nennenswerten Bodenschätze haben, also das was diese Menschen als gegeben voraussetzen, überhaupt nicht da ist.

  2. Erinnert sich noch jemand, warum es Luther, Calvin und andere Reformer überhaupt gab? Die Praxis der in Europa dominierenden Kirche war doch auf Basis der Erbsünde jedem eine persönliche Schuld einzureden, die er jeden Sonntag durch ein paar Münzen an die Kirche erlassen bekommt. Die Reformer gab es, weil die Kirche den Ablasshandel als Geschäftsmodell durchgesetzt hatte und damit die philosophische Idee der Erbsünde pervertiert hat.

    Genau dieser Ablasshandel wird nun von der Religionsgemeinschaft der Linken, Grünen usw. fortgesetzt. Die Erbsünden heißen jetzt Ungleichheit, Klimawandel, Kolonialismus, Rassismus, Sexismus, Patriarchie usw. Freikaufen kann man sich nur wenn man den Faulen und Dummen, den Windrädern, der dritten Welt, den stark Pigmentierten, den Frauen, das Geld hinterher wirft. Kein Wunder, dass die katholische Kirche jetzt auf diesen Zug wieder aufspringt. Die kennen dieses Geschäftsmodell aus Jahrhunderte langer Praxis.

    Die Erbsünde darf man nicht in dieser pervertierten Kirchentradition interpretieren, sondern theologisch und philosophisch. Jeder Einzelne ist zu Gutem und zu Bösem fähig, jeder trägt das Potential für beides in sich. Da alle Menschen (Adam und Eva) vom Baum der Erkenntnis gegessen haben, muss das auch jeder Einzelne wissen. Es scheint bitter nötig die Leute wieder daran zu erinnern. Das ist nicht einmal spezifisch für die Christen, sondern kommt als Konzept in fast allen Kulturen vor. Das Ying und Yang. Die Vorstellungen von der Unterwelt in der ägyptischen, griechischen und römischen Götterwelt, usw.

    Auch wenn ich jetzt dafür Haue kriege: Vielleicht ist es KEIN Zufall, dass ausgerechnet Eva sich mit der Schlange (Repräsentation des Bösen) unterhält und ihrem Ratschlag folgt. Vielleicht ist es KEIN Zufall, dass Adam auf die Nummer herein gefallen ist, anstatt seinen kritischen Verstand zu benutzen um das Unheil abzuwehren. Es ist auch KEIN Zufall, dass beide dafür bestraft werden. Die Teddybärenwerferinnen und ihre Wasserträger.

  3. ich denke, unsere „Inter-leck-tuellen“ wissen meist nicht, was sie tun. Der Selbsthaß begann wohl in den Sechzigern als Strategie von hungrigen jungen Linken, die die Alten vom Planeten schubsen wollten. Die Moralkeule für die Nazivergangenheit, später für alles und jedes, bot sich da an.
    Nachdem sich die Kultur des suspekten Eigenen durchgesetzt hatte, plapperten die nachrückenden Gymnasiasten und Studenten nach, was sie gehört hatten, ohne überhaupt noch zu wissen, was der eigentliche Sinn der Selbst-Abwertung war.

    Und eigentlich klappt der Trick heute immer noch sehr gut. Man kritisiert den tiefsitzenden „Sexismus“ und „Rassismus“ der deutschen Gesellschaft, und schon kommt man in die Medien und bekommt aufwandslose gutbezahlte Jobs in der Gender- und Asylindustrie.

  4. Schuldig für seine eigenen Fehler, die man gemacht hat, oder auch machen musste. Aber auch Situationen die man durch unterlassen entstehen lies in Bezug auf seine eigene Person, sein engstes Umfeld. Dies langsam ausweitendent,
    In Richtung früherer Generationen, nur sehr kurzfristig, Eltern, Großeltern.
    Alles weitere ist nur Schlecht für einen Selbst und sein engstes Umfeld und vor allem für die Zukunft.

  5. Der vermeintliche Selbsthaß ist kein Selbsthaß. Keiner der Hassenden haßt in dem Objekt seiner Passion sich selbst. Im Gegenteil: es handelt sich vielmehr um Selbstverliebtheit. Die Liebe zu sich selbst erhält ihre Weihe dadurch, daß sie mit der Liebe zum Guten identifiziert wird: man ist gut und deswegen liebenswert auch für andere. Entscheidend ist nun also das Bedürfnis diesen Anderen das eigene Gutsein evident zu machen. Und das geht eben am leichtsten dadurch, daß man gegen die eigenen Interessen agiert. Es liegt also die Perversion eines Grundgedankens der Kantischen Moral vor: etwas kann nur dann uneingeschränkt als gut erkannt (!) werden, wenn es nicht aus Neigung getan wird, sondern aus Pflicht. Ich halte den Kantischen Gedanken im Grunde für richtig (will das aber hier nicht diskutieren), seine Perversion vollzieht sich aber dadurch, daß die Gutmenschen nur die äußere Hülle für sich nutzen, indem sie einfach Forderungen stellen, die ihnen selbst Nachteile verschafften (Wohlstandsrückbau!). Und da nun als Motiv Eigennutz ausfällt, wird für alle ersichtlich, daß es sich dann wohl nur um Forderungen um des Guten willen, also um rein moralische Forderungen handelt. Kurz: um gut zu sein, muß man gegen die eigenen (Gruppen)interessen sich wenden, da nur so allen ersichtlich wird, daß man nicht aus Eigennutz, sondern aus moralischer Überzeugung handelt.
    Der Widerspruch: man sieht sehr schnell, es geht nicht darum moralisch zu sein, sondern moralisch zu scheinen; und damit liegt also doch wiederum ein Eigennutz (höherer Ordnung) vor. Das hat mit Kant nichts mehr zu tun, aber auch nicht mit Selbsthaß. Es ist vielmehr Ausgeburt einer narzißtischen Selbstliebe.

    • Diese Situation entsteht meines Erachtens nur bei mangelnder Bereitschaft zur Selbstkritik. Denn wenn ich mich als Fehlerfrei betrachte, mich selbst heilig spreche dann neige ich automatisch dazu nur mich selbst zu lieben…egoismus Pur.

  6. „Das Phänomen des kollektiven Selbsthasses ist nicht auf Deutschland begrenzt, hier aber besonders ausgeprägt. Es ist in nahezu allen westlichen Ländern zu beobachten. “

    Deshalb ist der Befund des Autors nicht ausreichend. Die Überlegung, dass nach Ablehnung der Religion nur noch die „Schuld“ aus der Erbsünde als Träger des derzeitigen Verhaltens auszumachen wäre, scheint mir zu banal. Wäre es so, wäre ein homogenes Bild in den westlichen Staaten erkennbar und eben keine Übergewichtung z.B. besonders in Deutschland feststellbar.

    Mir scheint es, als würden hier Ursache, Folgewirkungen und Werkzeuge verwechselt.

    Christliche Kultur, gewachsen aus 2000 Jahren Entwicklung, mit dem Fokus auf das Wirken Luthers, ist eine Entwicklung, die sich im kulturell Unbewussten der Völker manifestiert, wobei das Christentum die Wandlungsmöglichkeit im Gegensatz zum Islam bereits in sich trägt. Da spielt die Betrachtung der dogmatischen Lehre an sich zunächst eine untergeordnete Rolle, weil sich im kulturell Unbewussten nur das verfestigt, was sich dem Fortkommen einer Kultur bis zum Kulminationspunkt als dienlich erweist, wie es uns die Geschichte lehrt (vgl. Jan Assmann , „Das kulturelle Gedächtnis“ u.a.).

    Hieran wird erkennbar, dass nicht etwa die Sünde als kulturelles Erbstück für den Selbsthass verantwortlich sein kann, sondern das kulturelle Erbe als Werkzeug von interessierten Kreisen genutzt wird, um erwünschte Ergebnisse im Verhalten zu erzielen.

    Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.„Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu“ (Matthäus 5:39). Eine Aufforderung, das archaische „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ zu verlassen und sich einer ausgleichenden Form des Zusammenlebens zuzuwenden, wobei es nur allegorisch um einen Schlag auf die Wange geht, sondern um das Handeln bei einem Konfrontationsversuch aller Art. Dabei sprach Jesus stets Völker (Gruppen), nie aber Einzelpersonen (ICH) an.

    Man muss den Kirchen, allen voran der katholischen vorwerfen, dass sie die Idee der Deeskalation bis zur Unkenntlichkeit aus Machterhaltungsgründen zerrupft hat und in ein Verlangen nach widernatürlichem Verhalten kastrierte. So erst wurde im kollektiv Unbewussten möglich, dass aus einer Allegorie eine fehlende Wehrhaftigkeit und Irrlehren entstehen konnten, die nicht erst jetzt zu Tage treten, sondern spätestens Ende des 19. Jahrhunderts vom Geldadel für ihre Zwecke, unter tlw. ungewollter Zuhilfenahme der Religionen, genutzt wurden:

    Gründung der Fabian Society als Gegenentwurf zu den bis dahin kulturell akzeptierten Philosophien und Religionen gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Fortführung der Philosophie „wider die Natur“ mit der kritischen Theorie von Marcuse, Adorno, Horkheimer und heute noch Habermas in der Zusammenfassung der Frankfurter Schule, aus der die 68er Bewegung hervorging, die bereits, wie die Frankfurter Schule, unter der Aufsicht der Rockefeller Foundation und der CIA stand und finanziert wurde. Sie nutzten letztlich den missverstandenen Leitfaden der Deeskalationstrategie der Bergpredigt, die richtig verstanden mit Recht kulturelles Allgemeingut hätte werden können, wäre die katholische Kirche in ihrer Interpretation, zumindest aber in ihrer Akzeptanz, es handele sich um ein Loslassen von der natürlichen Wehrhaftigkeit eines Menschen, aus dem Herrschaftsanspruch der Geldelite nicht mitgegangen.

    Aus diesem Zusammenhang erklärt sich m. E. das heutige kollektive Verhalten in der christlichen Kultur, das deshalb auch vom heutigen Jesuitenpapst mit Herrschaftsanspruch über alles befeuert, dem Untergang entgegensieht, sollte dieser Zusammenhang nicht verstanden werden und wir wieder eine Ehrenrunde, diesmal mit dem Islam als Herrschaftsinstrument drehen müssen.

  7. Ein großartiger Artikel, der den Kern des Problems trifft.
    Wir sollten uns von der Illusion verabschieden, dass sich in absehbarer Zukunft in unserem Land etwas ändern wird. Was wir in Köln und anderen Städten erleben ist der Zeitgeist der Deutschen im Jahr 2017. Moralisten, Denunzianten, Selbsthasser. Ursache hierfür sehe ich in einem Werteverfall und einer kompletten Orientierungslosigkeit unserer Gesellschaft. Sowohl Politik als auch Kirche haben das Vertrauen der Menschen verspielt indem sie ihnen ihre Sicherheit, Zuversicht und geistige Heimat raubten. Diese Entwicklung ist nicht zufällig. Dahinter steckt ein perfider, bösartiger Plan der Indoktrination welcher schleichend, unerkannt aber vernichtend eingesetzt wurde. In meiner Generation der 50er wurde im Geschichtsunterricht die Zeit zwischen Weimarer Republik bis zur Gründung der BRD schlicht übergangen. Die Bearbeitung der Zeit des Nationalsozialismus wurde höchstens in einer Nachmittags AG behandelt. Die Generation meiner Töchter hingegen hat sich monatelang mit dem Unrecht und der Schuld der Deutschen aus der Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Der Unterricht war intensiv und nachhaltig, denn die Jugendlichen wurden durch das Aufarbeiten von Einzelschicksalen mit dem Schrecken des Regimes konfrontiert. Der Schrecken bekam Namen, Gesichter, wurde lebendig. Selbstverständlich gehörte zum Lehrplan auch der Besuch eines Konzentrationslagers, vorzugsweise – wie in unserem Fall in den Wintermonaten, was die Tristesse dieser Orte nochmal nachhaltig zur Geltung brachte. Unbestritten haben wir eine politische Vergangenheit, die wenig ruhmreich ist. Junge Menschen die in ihrem körperlichen und geistigen Entwicklungsprozeß eh leicht zu verunsichern sind wurden gefügige Opfer einer Indoktrination. Diese Prägungen steckt der jüngeren Generation „in den Knochen“. Sie sind gegen jedes noch so überzeugende Argument resistent. Die Programmierung entspricht dem religiösen Fanatismus eines Gotteskriegers. Sie werden ihre Überzeugungen laut herausbrüllen und sich nicht davon abbringen lassen auf die Strasse zu gehen, zu randalieren, zu diffamieren, anzuklagen, zu beleidigen. In der tiefsten Überzeugung das moralisch Anständige zu tun und zu den wenigen Guten, Aufrichtigen zu gehören.

  8. Der Selbstmord ist ein Meister aus Deutschland

    Bilanzfälscher gehörten hinter Gitter, allen voran die Merkel-Truppe. Bei Target-2 lauert fast ein Billion Euro an Schulden, in GR dürften es an die 100 Mrd sein. Die Schulden im Land von Bund und Kommunen sind astronomisch, 8 Billionen? Weitere Währungsgräber und -fallen sind gewiss.
    Niemals werden diese Schulden ehrlich zurückgezahlt werden, schon gar nicht von den Olivenhainen. Der Ruf nach der Schuld der Deutschen an allem wird deshalb immer lauter und, wen wundert es, vor allem von den selbstmordsüchtigen Deutschen gepflegt. So werden wir auf unsere Opferung eingeschworen: Wir sind das böse Böcklein im Gebüsch, dass zur Rettung der guten Isaaks geschächtet werden muss.
    Aber die Rettung unserer Freunde bleibt aus. Denn mit dem täglichen Massenimport sozialen Sprengstoffs kommt ganz Europa in eine Lage schlimmer als 1945. Und eines wird es danach nicht mehr geben: ein Wirtschaftswunder. Denn die „Nazis“ (nach Gysi dem Kleinen) werden „ausgestorben worden sein“, und die Neubürger werden das Land nur flach anbauen: Wildwiesen statt Kartoffelläcker. Die Juchtenkäfer freut es. Siehe, der wunderbare Bevölkerungswandel beschert den neu hier Lebenden eine dauerhafte Steppe. Die deutsche Frage ist endgültig entschieden und Europa erlöst: Der Muezzin ruft von St. Peter.

    • Danke Herr Rückert, gerade ihre Kommentare lese ich gerne, ich denke genau wie sie. Ich habe in einem anderen Bericht schon über Target2 geschrieben.

    • Das ist nichts gegen die HAFTUNG die in BRÜSSEL beschlossen wurde!
      12 BILLIONEN EURO MUSS DEUTSCHLAND ZAHLEN!!!

      Einer der angesehensten Ökonomen-Hans Werner Sinn-erklärte uns schon vor einigen Jahren das wir für alle Südländer-Banken/Länder haften-das macht ca. 12 BILLIONEN EURO aus!Das kann kein Land der Welt verkraften.Aber der Steuerzahler schläft weiter.

      Das selbe hat man Deutschland für Deutsche Banken VERBOTEN und zwar wegen Wettbewerbsverzerrung!!!Wir dürfen also nur ausländische Banken retten…

  9. Sehr gut analysiert. Ein wesentlicher Protagonist des westlichen Selbsthasses ist der argentinische Papst Franziskus, der für Europa und Nordamerika und die dort lebenden (katholischen) Christen noch kein einziges gutes Wort gefunden hat.

    Bei Papst Franziskus, der die Armut geradezu vergötzt und den selbst erarbeiteten Wohlstand geiselt, der lieber Muslime als Christen von Lesbos mitgenommen hat, habe ich den Eindruck, dass er erst zufrieden ist, wenn alle westlichen Länder auf Drittweltniveau abgesunken sind und wir Alle bestenfalls noch in Wellblechhütten hausen.

    Papst Franziskus ist es auch, der die rk Kirche im Turbotempo nach links treibt.

    Innerkirchliche Reformen, die wirklich nötig wären, nimmt er doch gar nicht vor. Stattdessen verbündet er sich mit ultralinken Politikern und wettert gegen den Klimawandel. Und da schließt sich der Kreis zum typisch katholischen Wohlstandshass, sofern Nichtkleriker im Wohlstand leben.

    Dies sage ich als treue, praktizierende Katholikin.

    • Auch seine allerneuesten Bemerkungen sind leider wieder völlig daneben:
      Flüchtlingslager seien wie KZs…….
      Hallo ?
      Er war ja wohl in keinem von beiden und kann das gar nicht beurteilen.

      (Genauso wie er sich zur Ehe, Kinder bekommen, etc. lieber nicht äussern sollte)

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