Das kleine Tschechien stellt sich in der Flüchtlingsfrage gegen die übermächtige EU. David gegen Goliath so zu sagen.

Die EU macht Druck auf Tschechien, um die Flüchtlingsquote zu erfüllen. 1.600 Asylbewerber sollen es sein, aber die Osteuropäer denken nicht daran! Gerade mal 12 Flüchtlinge wurden bislang aufgenommen!

Nein, das ist kein Witz. Nicht jedenfalls, wenn es nach dem tschechischen Innenminister Milan Chovanec  in einem Interview mit der Zeitung Novinky geht. Und das aus gutem Grund, wie der tschechische Innenminister Milan Chovanec behauptet:

„Sicherheitsüberprüfungen haben ergeben, dass das Land keine weiteren Personen aufnehmen kann.“

Grund: Die Sicherheitsüberprüfung im Land sei kompliziert. Jedes Detail werde sorgfältig geprüft, das könne mehrere Wochen und manchmal mehr als zwei Monate dauern.Viele Flüchtlinge seien nicht einmal willens gewesen, in italienischen und griechischen Erstaufnahmezentren zu bleiben, um ihre Sicherheitsüberprüfungen zu durchlaufen. Aus diesem Grunde wurde sie beendet.

Vor allem in Hinblick auf dieses unmögliche Verhalten der Migranten wolle Tschechien keinen weiteren illegalen Einreisenden Platz bieten.

Natürlich kommt auch die Terror-Angst dazu. Vor allem vor sogenannten „einsamen Wölfen“, die über das Internet radikalisiert werden.

Milan Chovanec deutet an, dass die EU gegen Tschechien im September diesen Jahres wegen dieser Ablehnungshaltung gegenüber Flüchtlingen wohl ein Strafverfahren eröffnen könnte, mit einer Sanktion oder einem Disziplinarverfahren von mehreren Millionen Euro. Es würde dann an der Regierung liegen, zu entscheiden. Seiner Meinung nach jedenfalls ist es nicht möglich mehr Flüchtlinge aufzunehmen, ohne sie richtig zu kontrollieren.

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