Oder wie man mit Humor und Niveau auf kleingeistige Wahlkampf-Behinderung reagiert. Ein Gastbeitrag von Albrecht von Stinde

Das Drehbuch dieser Posse ist kurz erzählt. Es geht um: Behinderung des Landeswahlkampfs in Köln/NRW, eine Brauerei mit „dünnem Bier“, die AfD (keine Überraschung), ein Urteil, einen Mann mit Humor (Wilhelm Geraedts), seines Zeichens Kandidat der AfD in Köln.

Was war geschehen? Die Brauerei Früh, die für das Bier „Früh Kölsch“ verantwortlich ist, nahm schweren Anstoß an einem Wahlplakat der AfD, welches die zunehmende Altersarmut in Deutschland kritisiert.

Die AfD hatte jedoch nicht mit der Kleingeistigkeit jener Brauerei als auch nicht mit den juristischen Winkelzügen ihrer politischen Gegner gerechnet (welches in diesem Falle, in unschönster Weise, eine Verbindung einging). Auf der Flasche war, mit Mühe, da minimal klein, das Etikett von „Früh Kölsch“ zu erkennen. Und so schritt man zur Tat.

Dass und wie sich die AfD, in Form ihres Wahlkandidaten Wilhelm Geraedts, von dieser Wahlkampfbehinderung nicht unterkriegen ließ, davon kann sich der geneigte Leser im beigefügten kurzen Video selbst einen Eindruck verschaffen.

Herr Geraedts, offensichtlich ein Mann mit Sinn für Witz und trockenem Humor, erzählt den Sachverhalt, nicht ohne ein paar Spitzen abzufeuern. Es ist nicht auszuschließen, dass ihm damit einerseits ein für die Brauerei unangenehmer und peinlicher Treffer gelang. In jedem Falle verstand er es in geschickter Weise, Öffentlichkeit über diesen Vorgang herzustellen.

Es bleibt den Wählern in Köln nun vorbehalten, sich selbst eine Meinung zu diesem Vorfall zu bilden.

Es könnte sein, dass die Brauerei Früh, in für sie ungewollter Weise, der AfD einige kostenlose Wahlkampfhilfe geleistet hat.

Vermutlich werden die in der Robert-Bosch-Straße 15 in Köln verantwortlichen Damen und Herren dies nicht sehr amüsant finden. Ihrer eventuellen Verärgerung könnten sie allerdings schnell abhelfen, man hat ja, zum Herunterspülen, genügend Bier.

Und die Lehr aus der Geschicht: Nein, Bier und Politik, das paart sich nicht!

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7 Kommentare

  1. Henryk M. Broder auf der Achse des Guten am 21.3.2017

    „Vieles von dem, das im WDR über den Sender geht, kann man damit erklären, dass es in der Nähe des Funkhauses drei Brauhäuser gibt, in denen das berühmte „Kölsch“ serviert wird, ein Bier, das so schrecklich schmeckt, dass es nicht einmal beim Waterboarding eingesetzt werden darf.“

    In einem Satz alles über Kölsch, WDR und Köln gesagt.

    • Nicht nur pfiffig; auch argumentationsstark. Obwohl…das dürfen sie ja gar nicht sein…könnte gefährlich werden für überzeugende Gegenargumente. Daran sieht man aber, wie groß die Diskrepanz ist zwischen der bewußt negativ dargestellten Medien-Sicht und der seriös authentischen Sicht auf AfD-Politiker.

  2. Sollen doch die in Köln ihre Plörre selber saufen.
    Zum Plakat selber: Hat jemand irgendwo in irgendeiner Stadt jemals gesehen, dass ein Ausländer-/in Pfandflaschen aufgrund Altersarmut aus den Mülleimern fischt????
    Ich NICHT! Denen geht es anscheinend so gut, dass sie es nicht nötig haben, deutsche Rentner aber schon!
    Mein Aufruf: Köln MEIDEN!

  3. Die alle machen sich zum Handlanger gegen die Demokratie. Denkt denn keiner mehr nach. Die Afd hat noch kein Verbrechen begangen, sagt täglich die Wahrheit. Ich habe ihr Wahlprogramm auf (karatetigerhamburg ) gelesen, gutes Programm, nicht gegen das Grundgesetz, keine Hetzt, aber viel gutes für uns Deutsche. Warum denkt die deutsche Bevölkerung nicht meht´r nach und rennt in ihr Unglück, die Afd wir jedenfalls nicht daran Schuld sein.

    • Sehe ich auch so. Kölsch ist eine reine Abzock-Plörre. Genauso geschmacklos und fade, wie inzwischen die Stadt Köln selbst. Noch vor einigen Jahren war Köln eine angesagte Stadt für den Einkaufsbummel und für abendliches Vergnügen. Da ich in Remscheid wohne, bin ich des Öfteren schnell mal ‚runter‘ nach Köln gefahren. Inzwischen bekommen mich keine zehn Pferde mehr dorthin. Nur noch Schmutz, Schmier und Kauderwelsch. Nein Danke! Sollen sie ihr Pippi selber trinken.

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