(David Berger) Facebook wird zunehmend unbeliebter. Schon vor einiger Zeit wurde eine US-Studie bekannt, die besonders bei Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren einen neuen Trend fest stellte: Bei Facebook zu sein, gilt in dieser Altersgruppe zunehmend als „uncool“. Insgesamt ist fast die Hälfte der User des sozialen Netzwerks nicht mehr wirklich aktiv dort unterwegs.

In der letzten Zeit schreibt Facebook vor allem in Deutschland eine Negativschlagzeile nach der anderen.

Willkürliche Löschung von Profilen aufgrund von Missverständnissen (Ironie und Sarkasmus entgehen den „Zensoren“, die nicht selten ihre Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben, sehr oft), aber auch der Unwille von Facebook sich für seine User und gegen den Gesinnungsterror bestimmter Ideologen durchzusetzen, schockiert immer mehr Menschen. Im Netz kursieren inzwischen zahlreiche Listen mit gelöschten und nicht gelöschten Artikeln oder Profilen. Durchgehend zeigt sich:

Antisemitismus und Drohungen gegen Israel werden auf Facebook fast immer achselzuckend hingenommen, während jede noch so kleine Kritik am Islam oder linken Politikern ganz rasch zu Sperrungen führt.

Zuletzt hat die Löschung des Profils von Imad Karim sehr viele Menschen schockiert. Und es ist wieder einmal die Frage nach Alternativen aufgekommen. Viele wollen sich jetzt schon – bevor die in den Keller sinkende Relevanz und der schlechte Ruf von Facebook ein Bleiben dort unappetitlich machen – auf anderen Portalen ein Parallel-Profil zulegen oder ganz umziehen.

Da Twitter und Google ebenfalls eine Abmachung mit der Europäischen Kommission unterzeichnet haben, die dem Ausspitzeln von Teilnehmern und die Beschneidung von deren Meinungsfreiheit zur Regel macht, kann man von einem Umzug dorthin nur abraten. Vk.com ist eine interessante Alternative für jene, die mit der russischen Verwurzelung des Portals keine Probleme haben.

Am interessantesten scheint aber das Portal PRIKK.WORLD zu sein. Dort steht die Wahrung der Meinungsfreiheit an oberster Stelle. Grundsätzlich gibt es dort keine Paralleljustiz, sondern nur wirklich illegale oder direkt pornographische Inhalte sind selbstverständlich untersagt.

Was illegal ist, bestimmt nicht PRIKK, sondern führt bei Beschwerde dazu, dass der Post zur Anzeige gebracht wird. Und dann ein Gericht darüber nach den Regeln des Rechtsstaats das Urteil fällt.

Auch darüber hinaus bietet PRIKK.WORLD eine Vielzahl interessanter Funktionen: einen eigenen News-Teil, der auf Nanny-Journalismus verzichtet, eine für den Interessenten kostenlose Crowdfunding -Funktion und vieles mehr.

Viele werden jetzt sagen: Ich habe Jahre lang auf Facebook praktisch die Chronik meines Lebens geschrieben, da geh ich nicht so einfach weg.

Sie sollten nicht vergessen: Die Chronik gehört nicht Facebook, auch wenn das mehr oder weniger soziale Netzwerk so tut, wenn es z.B. das Profil des bekannten Filmemachers Imad Karim ohne Vorwarnung einfach löscht.

Aus all diesen Gründen bietet sich ein kompletter oder paralleler Umzug auf ein verlässlicheres Netzwerk an. Das ist nicht so kompliziert, wie es sich anhört und wie uns Naftali Neugebauer von PRIKK erklärt:

1. Schritt: FB-Archiv runtergeladen, inklusive Freundesliste. Man muss bei dem kleinen Pfeil rechts oben auf „Einstellungen“ gehen. Da kommt dann unter der Tabelle „Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter“. Das klickt man an, dann muss man sein Passwort angeben.

2. FB schickt dann eine Mail, die man bestätigen muss, und kurze Zeit später schickt FB jede Menge ZIP-Dateien. Da ist dann alles drauf. Fotos, Videos, Freunde, Kommentare, Chats. (gekürzt übernommen von Diana Milbrath)

3. Schritt: Öffnen der ZIP- Archive und dann Daten (Fotos, Bilder etc) mit Copy&paste auf den Social River von Prikk einpflegen. Voraussetzung ist, dass man einen Account hat auf Prikk 3. Schritt: Freunde per Mail, PN etc einladen mit Direktlink seiner eigen Präsenz auf Prikk.

***

Hier geht es zum sozialen Netzwerk von PRIKK.WORLD

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vadderland
Gast
vadderland

„Ironie und Sarkasmus entgehen den „Zensoren“, die nicht selten ihre Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben, sehr oft“
Wenn nicht die deutschen Blockwarte (AA Stiftung, correctiv etc.) tätig werden, sitzen die „Regulatoren“ outgesourced auf den Philippinen …

https://netzpolitik.org/2016/die-digitale-muellabfuhr-kommerzielle-inhaltsmoderation-auf-den-philippinen/

trackback

[…] Und so entstehen rasch zahlreiche alternative soziale Netzwerke. PRIKK haben wir bereits vorgestellt, nun macht GAB.AI von sich reden. Die Junge Freiheit […]

Goinuk
Gast
Goinuk

Die Deanonymisierungssicherheit ist beim NichtEU VK.ru erheblich höher als beim EU Prikk.world

Voltairchen
Gast
Voltairchen

Mit fliegenden Fahnen umgezogen. Nur weg von Maas, Kahane und Konsorten.

trackback

[…] einseitige, mit unserem Recht auf Meinungsfreiheit schwer vereinbare Agieren von Facebook im Fall Imad Karim wächst […]

M.M
Gast
M.M

Bin seit… November oder so bei Facebook weg und mir fehlt nichts. Dieser ganze Multimediewahn widert mich seit langer Zeit nurnoch an…..
Wir verlieren sogesehen das was die Menschheit seid Jahrtausenden ausmacht: Den direkten Kontakt.
Während früher nur das Sein wichtig war ist es heute der Schein den wir vor uns werfen. Teure Multimediegadgets wie ein nagelneues Iphone, Teures Auto, Teures Haus in bester Lage in einer „IN“ Stadt…. Einfach nurnoch erbärmlich wie sich die Menschheit entwickelt…..

Langsam frage ich mich ob es wirklich schlecht wäre wenn diese Menschheit sich Atomar selbst vernichtet. EIn Großer Verlust ist es nicht…..

Guy Fawkes
Gast
Guy Fawkes

Also mein Mitleid hält sich hier in engen Grenzen: You get what you pay for!

Die Leute glauben immer, sie bekämen aus unerfindlichen Gründen etwas geschenkt, und Google, Facebook, Microsoft hätten nichts besseres zu tun als ihnen kostenlos Dienste anzubieten, und merken dabei nicht, dass sie die Ware und nicht der Kunde sind.

Die Zensurnummer ist übel, aber ihr glaubt doch nicht ernsthaft, das sich Facebook für euch reinhängt?! You get what you pay for! Nämlich einen Tritt in den Allerwertesten!

Thomas Münzer
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Thomas Münzer
Ede Kowalski
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Ede Kowalski

Shitstorms für unbedachte Posts, mitlesende US-Geheimdienste und Stasi-Denunzianten, personalisierte Werbung – das braucht man nicht und muss sich auch nicht freiwillig antun.
Der US-Filmschauspieler George Cloonney in einem Interview: „Ich würde mich lieber öffentlich operieren lassen, als mir eine Facebook-Seite zuzulegen“. Lieber einen Blick in die Bauchhöhle als in die Surfgewohnheiten gewähren, heißt also die Devise.

An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen Ihnen Herr Berger- und allen Verfassern und Mitkommentatoren ein frohes, besinnliches und gesegnetes Osterfest zu wünschen.

Daniel
Gast

Das wäre dann ein supertolles Feature, wenn Prikk eine direkte Import-Funktion für das komplette Facebookprofil bauen würde. Damit könnte Prikk ernsthaft punkten und den Umzug massiv erleichtern.

Helga Brandt
Gast
Helga Brandt

Danke lieber David für die hilfreichen Informationen.
Und …. Frohe Ostern …..