(David Berger) Vermutlich wäre das grauenvolle Erlebnis, das Ronny und Jasper am vergangenen Wochenende zu durchleiden hatten, niemals in die Medien gekommen, hätten sie selbst es nicht über Facebook bekannt gemacht und Alternativmedien es dann schnell aufgegriffen:

Die beiden waren nachts Hand in Hand durch Arnheim gelaufen und daraufhin von einer Gruppe marokkanischer Jugendlicher übelst mit homophoben Aussprüchen beleidigt, geschlagen und misshandelt worden.

Jetzt berichten auch Spiegel-Online & Co davon: Denn eine niederländische Journalistin hatte eine geniale Idee, wie man ein Zeichen setzen kann – ohne wirklich etwas gegen das Phänomen unternehmen zu müssen.

Männer sollten öffentlich Hand in Hand auftreten. Und das natürlich auch in den Medien unter dem Hashtag #allemannenhandinhand präsentieren. Und gleich zwei Spitzenpolitiker nahmen die Idee auf

Der Parteichef einer linksliberalen Partei D66 und ein anderer Abgeordneter von D66 liefen, begleitet von einem großen Medienaufgebot, durch Den Haag.

In der westlichen Welt, wo man mit Körperlichkeit ohnehin so seine Probleme hat, ist Bromance ja wieder in. Und so haben die beiden nichts zu befürchten. Aber auch in der vom Islam geprägten, arabischen Welt gehören Hand in Hand öffentlich auftretende oder sich küssende Männer zum Alltagsgeschehen bzw. zur Kultur. Mit Homosexualität hat das eben so wenig zu tun, wie die beiden Herren von D66.

Die Gewalt-Attacke gegen die beiden jungen Männer wurde eben nicht durch einen Ärger über das Händchenhalten der beiden ausgelöst. Sondern schlicht wegen ihrer Homosexualität. Homosexualität jedoch ist für die die jungen Gewalttäter prägende Religion eine schwere Sünde ist, die mit dem Tod bestraft werden soll.

Aber genau um jenes Thema kam man mit dieser Aktion geschickt herum: Man konnte Zeichen (wofür oder wogegen auch immer) setzen und keiner bemerkte, dass zu wirksamen Taten gerade bei den Linken jeder Wille und Mut fehlen.

So ist es nur eine Frage der Zeit bis die nächsten Ronnys und Jaspers das scharfe Schwert der Religion des Friedens zu spüren bekommen werden.

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Foto: (c) Twitter