(David Berger) So recht traut man seinen Augen nicht, wenn man die Internetseite des öffentlichrechtlichen ARD-Kanals SWR aufruft. Ein aktueller Artikel schreibt dort etwas, was im vergangenen Jahr vermutlich noch unter „Hatespeech“ und „Fakenews“ gefallen wäre:

„Die Zahl der Straftaten von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Baden-Württemberg ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.“

Warum nun diese für einen öffentlich-rechtlichen Sender fast schon brutale Ehrlichkeit? Grund ist die neue Kriminalstatistik der Polizei, an der alle Beschönigungsversuche scheitern.

Die verzeichnete allein für Baden Württemberg stolze 64.329 Fälle. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von fast einem Fünftel. Zieht man ausländerrechtliche Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht ab, zeigt sich ein noch drastischerer Anstieg: 42.443 Straftaten, viele verübt von Mehrfachtätern, was einer Zunahme um 37,5 Prozent entspricht.

Der SWR fasst zusammen:

„Insgesamt sind in der Statistik rund 251.000 Tatverdächtige für das vergangene Jahr erfasst. Davon wurden 107.417 nicht-deutsche Tatverdächtige ermittelt … Dabei sind 25.379 (2015: 18.695) tatverdächtige Asylbewerber und Flüchtlinge. Herausgenommen sind hier die ausländerrechtlichen Verstöße. Die meisten der Tatverdächtigen (22.055) sind Männer. „

Betrachtet man die Gruppe der tatverdächtigen Asylbewerber und Flüchtlinge genauer, zeigt sich: An der Spitze der Kriminalitäts-Skala stehen die Syrer mit 4.053 Straftaten (Vorjahr: 1.253), gefolgt von den Gambiern mit 2.346 Vergehen (2015: 1.592) und an dritter Stelle die Afghanen mit 1.934 Verstößen, was einer Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Besondere Sorgen machen der Polizei dabei Köperverletzungsdelikte:

„Die Zahl der Körperverletzungsdelikte, an denen mindestens ein Flüchtling beteiligt war, stieg um 95,5 Prozent auf 7.670 Fälle.“

Es ist sicher korrekt, aber klingt fast ein wenig entschuldigend, wenn der zuständige Landeskriminalamts-Präsident Ralf Michelfelder der Presse sagt,

„dass diese Menschen aus Kriegsgebieten kommen und möglicherweise ein anderes Verhältnis zu Gewalt haben.“

Diese besorgniserregende Entwicklung sorgt für ein neues Problem: Gestern meldete der SWR, dass die vor wenigen Jahren deutlich zurückgebauten Gefängnisse im „Ländle“ hoffnungslos überbelegt sind. Besonders betroffen sei dabei die JVA Freiburg. Auch in diesem Beitrag verschwiegt der SWR die Ursache des Problems nicht:

„Vor allem der Anteil an Strafgefangenen mit ausländischer Herkunft ist in Baden-Württemberg seit 2015 deutlich angestiegen – von etwa 39 auf fast 45 Prozent. Die Zahl der Inhaftierten aus den Maghreb-Staaten hat sich von 2015 auf 2016 nahezu verdoppelt.“