(David Berger) Gerhard Wisnewskis berühmtes Enthüllungs-Jahrbuch „verheimlicht – vertuscht – vergessen“ erschien zum Jahreswechsel 2016/17 zum zehnten Mal. In diesen zehn Jahren ist es einer stetig wachsenden Leserschaft zum unverzichtbaren Begleiter und Wegweiser in einer immer verwirrender werdenden Welt geworden – und anderen zum Dorn im Auge:

Seit vielen Jahren bewegt sich Wisnewski mit seinen Recherchen auf Messers Schneide, und seit ebenso vielen Jahren soll er bereits mundtot gemacht werden. Aber allen Angriffen zum Trotz schafft er es immer wieder, sein Buch zu veröffentlichen – so auch diesmal.

wisniewskiDie vielen Angriffe rühren auch daher, dass er immer wieder aufdeckt, wie Vertreter unserer Nannymedien mit bewussten Auslassungen, bisweilen sogar mit direkten Fehlinformationen oder Lügen arbeiten; ja wie sie bisweilen gemeinsame Sache mit dem Islamismus machen. Sein Jahrbuch ist sozusagen der Beweis dafür, wie recht Trump hat, wenn er sagt: „Ihr seid nicht nur Fake, sondern sogar Very Fakenews!“

„Wir leben in einer Kunstwelt aus Propaganda, Lüge und Desinformation“, sagt der Autor, „und dem will ich wenigstens ein wenig abhelfen.“ Ein Zitat des seinerzeitigen CIA-Chefs William Casey aus dem Jahr 1981 gibt Wisnewski recht: „Unsere Propaganda funktioniert dann, wenn alles, was die amerikanische Öffentlichkeit glaubt, falsch ist.“

Schon vor Jahren nannte der Spiegel Wisnewski, den „Mann, der zu viel wusste“. Zu viel wusste der Autor offensichtlich auch über einen Richard Gutjahr, der sich selbst als Journalist, u.a. für die ARD, bezeichnet.

In der Causa Gutjahr war das die in der Tat höchst seltsame Tatsache, dass dieser ganz zufällig sowohl bei dem Amoklauf von Nizza wie bei dem von München direkt vor Ort war, in Nizza sogar das Busmassaker direkt als Augenzeuge miterlebt haben soll. Eine höchst rätselhafte Sache – selbst wenn man die Fragen, die Wisnewski im Anschluss daran stellt, vielleicht anders gestellt hätte.

Wenn Gutjahr auch das Erscheinen des Buches nicht verhindern konnte, versucht er ihm nun nachträglich zu schaden. Und muss sich nun fragen lassen:

Herr Gutjahr, wollen Sie jetzt Rache üben dafür, dass etwas ans Tageslicht kam, was Sie lieber verheimlicht hätten?

Wäre das im Buch Gesagte falsch, hätte er ohne Probleme durch eine Unterlassungsklage juristisch gegen den Verlag und Autor vorgehen können. Dies scheint aussichtslos und so versucht er nun auf andere Weise Rache zu nehmen.

Er benutzt Facebook um zu seiner Racheaktion aufzurufen. Auf seinem Profil lesen wir:

„Liebe Facebook-Freunde – würdet Ihr mir einen Gefallen tun? Ich möchte gerne folgenden Text als Warnung in den Rezensionen eines gerade erschienenen Bestsellers (!) pushen. Einfach mit „hilfreich“ bewerten. Dauert keine Minute. Vielen Dank!“

Und so beschwert er sich auf Facebook jämmerlich statt dem Autor irgendwie Falschinformationen nachzuweisen:

„Mein Name ist Richard Gutjahr, ich bin Journalist, u.a. für die ARD. Meiner Familie und mir ist in dem Buch fast ein komplettes Kapitel gewidmet. Als der Autor vor einem halben Jahr über mich gebloggt hatte, uns im Nachgang zum LKW-Anschlag in Nizza und dem Amoklauf in München in die Nähe der Geheimdienste und Terroristen rückte, habe ich das noch als spontane Kurzschlussreaktion abgetan. Aber dass er jetzt auch noch ein Buch daraus macht, ist an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten“.

Und weil er sich so echauffiert und auf einmal die Opferrolle einnimmt, ruft er seine Facebookfreunde auf: „Ein Buch, das Sie nicht lesen, vielleicht gar nicht erst kaufen sollten.“

Tatsächlich haben daraufhin mehr als 2000 Personen den Rachetext Gutjahrs mit „hilfreich“ bewertet.

Was können wir dagegen tun? Mein Tipp: Solch eine Rezension, die im Grunde genommen eine Racheaktion darstellt und eines der besten Bücher zum gegenwärtigen Notstand des Journalismus in die Bedeutungslosigkeit rücken, sozusagen mundtot machen will, einfach mit „Nicht hilfreich“ bewerten!

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Foto: © Richard Gutjahr, photograph by Mathias Vietmeier (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D, via Wikimedia Commons