Anabel Schunke, eine junge Dame, die bei „Tichys Einblick“ öfter Artikel – mit so illustren Titeln wie „Ich muss gar nix“ – schreibt, wurde in letzter Zeit vor allem durch ihre Facebooksperrungen und ein darauf folgendes Video, in dem sie ihre nervliche Belastung angesichts der Sperre öffentlich macht, über die Grenzen des Tichy-Journalismus hinaus bekannt.

Außerdem hat sie auf Facebook nicht nur Fotos von sich in Reizwäsche geteilt, sondern die Leser ihrer Blogbeiträge dazu aufgerufen, ihr Spenden für ihre Recherchearbeit zu kommen zu lassen.

Das ist alles verständlich und philosophia perennis war eines der wenigen Portale, das sich angesichts ihrer Facebooksperre solidarisch hinter sie gestellt und dadurch eine eigene Facebooksperre riskiert hat.

Nun scheint sie aber andere Blogger, die in ähnlicher Weise wie sie Journalismus gegen den Mainstream betreiben, als Konkurrenz zu betrachten – selbst wenn diese wie philosophia perennis gar nicht ihre Leser anbetteln. Wie anders ist ihr Facebookpost sonst zu erklären, in dem sie heute bekannt gab (Orthographie wurde wie im Original beibehalten):

„Sorry, ich habe ja noch nie Links von Seiten wie epochtimes und Philosophia Perrenis geteilt und auch schon einmal davor gewarnt, jeden Müll aus dem Internet für bare Münze zu nehmen (Stichwort Quellenkritik). Dabei muss nicht alles immer zwingend falsch sein, was dort veröffentlicht wird, die Methoden sind dennoch zweifelhaft.Was aber mittlerweile auf diesen Seiten als Artikel durchgeht, geht teilweise auf keine Kuhhaut mehr. Im übrigen kriege ich das auch nur mit, weil irgendwelche Leute diesen Rotz hier bei FB posten. Ich bitte daher davon abzusehen, weiterhin Links dieser Seiten (und noch schlimmerer Quellen) unter meine Postings zu setzen, da dies dieser Seite schadet und es für den pol. Gegner so ein Leichtes ist, euch abzuurteilen.“

Auf das Angebot, dass Frau Schunke – selbstverständlich gegen eine Spende – ihren Lesern wieder erlaubt, auch philosophia perennis im Netz zu teilen, ist die Nachwuchsjournalistin bisher nicht eingegangen …

spende-schunke

Update 24.02.2017: Tichyautorin als Kandidatin der Linkspartei?

Inzwischen erreichen uns immer neue Informationen zu Frau Schunke, die teilweise äußerst interessant sind, um ihr Verhalten besser zu verstehen:

Noch 2014 scheint Schunke für die SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ kandidiert zu haben. Und zwar nachdem sie bereits zuvor vergeblich versucht hatte, bei der CDU Erfolg zu haben. Und nun Autorin bei „Tichys Einblick“? Das erinnert doch irgendwie an eine andere Frau, die sich ähnlich entwickelt hat: DIE LINKE GOSLAR 

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Foto: (c) David Berger