Ein Gastbeitrag von Ricardo Lola Sara Korf (Zürich/Schweiz)

Es gibt heutzutage etwas Prinzipielles zu erklären: Erst muss man Sähen, dann erst wird geerntet. Mal läuft es schlecht für die einen, mal gut für die anderen Politbauern. Für dieses grundsätzliche Prinzip braucht es kein Kochbuch, keine neu kreierte Suppenrezeptur. Auslöffeln muss man die Rezeptur letztlich in jeder Partei selbst.

Niemand hat die Grünen 1990 gezwungen mit 3,8 % aus dem Bundestag zu fliegen. Der FDP ging es nach dem Millennium nicht besser. Jeder einzelne Millimeter Prozent bei Wahlen ist Selbstverantwortung. Rumplärren hilft auch nicht weiter – weder in den USA, der EU oder Deutschland.

Politik ist kein Darkroom wo jeder es mit jedem macht. Dafür gibt es auch keine Reklamation und Sonderangebote.

Freie Bürger wollen ihr Leben zurück – ohne sich zu bücken. Direkte Demokratie fand zu meiner Freude auch in Deutschland statt – über soziale Netzwerke, reine Online-Zeitungen und das Internet.

Insofern finde ich es beschämend, dass man in Deutschland nun, kurz vor der Bundestagswahl, die wahren, freien Medien ins Visier nimmt – den einzigen Rückzugsraum für mediale Farbenvielfalt.

Vor allem dem Justizministerium gefällt nicht alles, was offensichtlich schmeckt. Jeden Tag präsentiert Maas neue Vorschläge zum Entzug der Meinungsfreiheit und zum Niederschlagen der Welle, welche ohnehin längst nicht mehr zu stoppen ist.

Auch in Deutschland fliegen die gebratenen Tauben nicht ins Ensemble der Politmonarchen im Bundestag für „DEM DEUTSCHEN VOLKE“. Standhaubitzen und Kratzen an der Tür hilft da auch nicht weiter. Keine Wahl kann durch das Internet manipuliert werden!

Prinzipiell: Weniger ist oft mehr – und dann trifft man sich und flirtet, küsst sich oder geht im Streit oder Zwiespalt. Ja, dies ist ein Plädoyer für mutige, fragende und voller Leben steckende Menschen-Helden!

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Foto © Heinrich Hoffmann [Public domain], via Wikimedia Commons