(David Berger) „Freiheit für Europa“, so lautete nicht nur das Motto des gestrigen Zusammentreffens der Parteiführer der ENF (Fraktion für Europa der Nationen und der Freiheit), sondern auch das Ziel, das deren Mitglieder eint.

Dabei hatte man sehr klug das Thema der Freiheit in den Mittelpunkt gestellt. Denn auch wenn es zu viele noch nicht bemerkt haben: Diese wird gerade auf dem Altar der Political Correctness und einer unstillbaren Machtgier der traditionellen politischen Eliten in Europa geopfert. Dabei darf man sich nichts vormachen: Wenn einmal ein Großteil der Freiheit verloren ist und die letzten klagend aufwachen, haben sie auch keine Freiheiten mehr, diese Freiheit mit friedlichen Mitteln zurückzuverlangen.

Wer heute Freiheiten beschneidet und damit Gerechtigkeit missachtet, der bereitet Krieg und gewaltsame Revolutionen für morgen vor!

Gestern fand in Koblenz eine Konferenz der ENF statt, die gerade dazu angetreten ist, das zu verhindern. Mit dabei war das ganze „Who is who“ der europäischen Konservativen – u.a. Frauke Petry, Geert Wilders (PVV), Marine Le Pen, Vorsitzende des Front National und Matteo Salvini (Lega Nord).

Unser Gastautor Hugo Funke war auch mit dabei. Hier sind seine Eindrücke:

Die AfD hat heute in Koblenz im Rahmen der ENF-Veranstaltung de facto den Wahlkampf eröffnet. Dabei hat Frauke Petry eine klare freiheitliche Kante gezeigt und die Programm-Präambel „Mut zu Deutschland, freie Bürger, keine Untertanen“ in allen Facetten durchdekliniert. Als Angelpunkt europäisch-westlicher Werte hat sie das Individuum herausgestellt, das vor staatlicher Bevormundung zu schützen sei.

Freiheit habe sich in Europa stets gegen totalitäre Bewegungen durchgesetzt. Wie das Naziregime und die Sowjetunion werde auch die EU keinen Bestand haben. 

Aus dieser Aussage wird die mit 350 Leuten anwesende #Schrottpresse auf jeden Fall noch was Unschönes basteln.

Ganz sicher wird sie sich auch einen Vorwurf von Marcus Pretzell an die EU vornehmen. Der zeigte nämlich klar pro-israelische Kante und wies auf die indirekte Unterstützung von Israels Feinden durch die EU hin. Sein Appell, Realpolitik zu betreiben, war schließlich als klares innerparteiliches Signal zu verstehen.

Die Reden der anderen europäischen Politiker zeigten klar die Gemeinsamkeiten mit der AfD, aber auch die Unterschiede. Die sehr an Emotionen gerichtete Ansprache von Marine Le Pen belegte klar, warum sie in Frankreich solche Erfolge verbuchen kann. Hier geht es um raumfüllendes Charisma.

Einen ähnlichen Effekt hatte auch der Auftritt von Geert Wilders, der als Mann vorgestellt wurde, „der seine persönliche Freiheit aufgab, um die gesellschaftliche Freiheit zu retten“. Der Fokus war hier eine sehr deutliche und vehemente Islamkritik.

Alles in allem verdeutlichten die Koblenzer Reden gut, warum es für eine Opposition in Europa wichtig ist, auch über Unterschiede hinweg zusammenzuarbeiten und miteinander im Gespräch zu bleiben.

Die mediale und linkspolitische Hyperventilation wegen des Treffens belegte schließlich eindrucksvoll, dass die Organisatoren mit ihrem Projekt richtig lagen. Hoffentlich kommt es zu einer Wiederholung.

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Foto: (c) PR ENF