(David Berger) Wer die bundesdeutschen Medien aufmerksam verfolgt hat, weiß: Wenn der Wunsch Vater des Gedankens ist, kommt es ganz schnell zu Nachrichten, die mit der Realität wenig zu tun haben bzw. ihr direkt widersprechen.

Manchmal wird der Wunsch so stark, dass man selbst aus eindeutigen Worten das genaue Gegenteil des Gesagten heraushört, wenn es nur den eigenen Wünschen und dem eigenen Weltbild entspricht. Hier ist in Wirklichkeit der Morast, aus dem die wahren Fake news ausdünsten.

Ein gutes Beispiel dafür ist „Spiegel-Online“ (SPON), das die Speerspitze der im Internet pubilzierenden Nannymedien darstellt.

Als heute Vormittag in Karlsruhe das Urteil des Bundesverfassungsgerichts im NPD-Verbotsverfahren verkündet wurde – und doch recht eindeutig bekannt gab, dass die Versuche die Partei verbieten zu lassen, erneut gescheitert sind, veröffentlichte SPON noch während der Bekanntgabe jubelnd, dass das Bundesverfassungsgericht ein Verbot der NPD ausgesprochen habe:

„Bundesverfassungsgericht verbietet NPD“ .

Wer die journalistische Abschreibepraxis kennt, kann sich schon denken, was folgte: Die Falschmeldung bei SPON zog einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Falschmeldungen – etwa bei den Öffentlich Rechtlichen und beim Stern nach sich, die schlicht alle von SPON abgeschrieben haben.

Jetzt versucht man seinen Lesern wortreich zu erklären, wie es dazu kommen konnte, ohne darüber in kritische, eventuell vernichtende Selbstzweifel zu verfallen (entspreche nicht dem sonstigen Anspruch des Onlinemagazins):

„Als der Vorsitzende des Zweiten Senats, Andreas Voßkuhle, zu reden begann, zitierte er zunächst den Antrag auf das NPD-Verbot. Der Antrag wurde von uns versehentlich mit dem – tatsächlich anderslautenden – Urteil verwechselt.“

Nun könnte man SPON böse Absicht unterstellen – in dem Sinne, dass immer irgendwas hängen bleibt, wenn man mit Dreck schmeißt, auch wenn man nachher zurückrudert – aber das würde den dort Tätigen zu viel strategische Intelligenz zurechnen.

Viel einfacher ist die bereits angedeutete Erklärung: Jeder Psychologe weiß, seitdem der Begriff der „Freudschen Fehlleistung“ die Lehrbücher eroberte, dass es keine völlig zufälligen Fehler in unserem Reden gibt. Sondern sie aus ureigenen Gefühlen und unterbewussten Denkmustern, oft einem bestimmten (Wunsch-)Denken geboren sind. Das ist auch hier der Zufall.

Und ja, wir haben es hier nur mit einer besonders auffälligen Spitze eines Eisbergs zu tun. Sozusagen eine echte, hoffentlich unvergessliche Sternstunde des Nanny-Journalismus. Wie recht hatte doch der zukünftige Präsident der USA, Donald Trump als er vor einigen Tagen einem typischen Vertreter der Lücken- und Nannymedien ganz klar ins Gesicht sagte:

„Ihr seid Fake-News!“

***

Foto: (c) pixel2013 – CC pixabay https://pixabay.com/de/fake-fake-news-medien-laptop-1909821/

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diwiniThomas KovacsHarald SchlatterWerner OllesFake-News bei „Spiegel Online“: Was für Leute arbeiten dort eigentlich? – philosophia perennis Recent comment authors
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diwini
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Hat dies auf diwini's blog rebloggt.

Werner Olles
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Werner Olles

Ob „Spiegel“, „Stern“, „Zeit“, „taz“, „Frankfurter Rundschau“, ARD oder ZDF: Es ist kein objektiver Journalismus, der dort produziert wird, sondern schlicht Agit-Prop. Goebbels und Sudel-Ede (Karl-Eduard von Schnitzler) könnten von diesen Kreaturen noch viel lernen! Lügenpresse halt. Wem das zu hart ist: Lückenpresse ist auch okay.

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[…] Das Bundesverfassungsgericht urteilt, dass die NPD nicht verboten wird, SPIEGEL ONLINE meldet aber genau das Gegenteil.  Anschließend versucht man sich herauszureden, man habe die Verlesung des Antrages versehentlich […]

Heiko Paul
Gast
Heiko Paul

Das kakophonische Geplärre des spiegel – online interessiert sowieso nur noch die Stammleser dieses „Käseblattes“. Spiegel – online ist der lauteste Trommler innerhalb der links-grün-liberalen Filterblase im untergehenden Abendland. Die selbsternannten Volkserzieher und notorischen Besserwisser im Kielwasser eines J. Augstein sind die Totengräber des Journalismus. „Ist doch eh alles gelogen.“ ist der meist gehörte Satz aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis, wenn es um die Presse geht und weder ich noch meine Freunde und Bekannte gehen auf Pegida-Demonstrationen oder sind AfD-Mitglieder. Die Sache mit dem Journalismus ist rum ! Es gibt nur noch Lagermedien und Beschallungs- und Beschwallungsorgane des Establishments. Ich… Mehr lesen »

Hessenhenker
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Kann nicht bitte mal wer DIE Partei verbieten, deren Minister und Beamte meinem ausländischen Schatz kein Besuchsvisum für „mein“ Land geben?
Und jetzt erzählt mir nicht, daß Außenminister von Ribbentrop doch in Nürnberg gehenkt worden ist.

Onkel Klaus
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Onkel Klaus

Cui bono? D.h.: Wer hätte von einem NPD-Verbot etwas gehabt? a) Die Antifanten nicht – sie können wider den „Rechts-Staat“ hetzen, der die Nazis nicht bekämpft, also müssen sie es tun; b) die AfD aber auch nicht, denn sie kann sich weiterhin von der NPD abgrenzen; c) auch nicht die Verfassungschutzorgane, die ihre Spielwiese behalten; d) Verlierer sind die etablierten Parteien, die sich sagen lassen müssen, dass Rechtsmittel gegen eine verfassungswidrige Partei nicht genügen; e) Verlierer sind die Bewohner „national befreiter Zonen“; f) das BVerfG, das sich einer übergeordneten Rechtsprechung beugen muss (Drohung mit dem Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs für… Mehr lesen »

Charlotte
Gast
Charlotte

Goldig war das aber das Verfassungsgericht hat sich wohl gesträubt, das Urteil der Nachricht anzupassen.

hab sone Ahnung
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hab sone Ahnung

Ich würde mal sagen die NPD wurde nicht verboten damit die Wähler der NPD nicht die AfD wählen. Es ist ja Wahljahr. Alle anderen Begründungen sind fauler Zauber.

Theodor
Gast
Theodor

Die ersten beiden Absätze des Beitrages waren genau meine Überlegungen, die ich zu Hause äußerte, als ich diese Schote im Internet las. Habe laut gelacht. Übrigens, ausländische europäische online-Nachrichten haben korrekt informiert, von Anfang an.

Gaby Kraal
Gast
Gaby Kraal

Ich finde das schade. Besteht die NPD doch mindestens aus 2/3 V-Leuten vom Bundesnachrichtendienst, so muss annehmen, wenn man sich den NSU Prozess vor Augen führt. Es hätte dem Steuerzahler viel Geld gespart. Wer heute mit dem Herzen in der NPD dabei ist, trägt ganz sicher Springerstiefel, bzw. ist doch aus dem gleichen „Lemming – Holz“ gefertigt, wie die bunten Mitläufer bei den Grünen oder den linken Schlägertruppen der SAntifanten, (Adolf lässt grüßen) die ja ebenfalls aus Steuermitteln, wie auch andere dubiose Vereine aus dieser bunten Republik reichlich gepampert werden. Die NPD wird nicht verboten, der Links-Staat wird kaum seine… Mehr lesen »

Harald Schlatter
Gast
Harald Schlatter

Auch Sie sind nicht vor dem Äpfeln und Birnen-Fehler gefeit, lieber David Berger. Zwar kann ich Ihre Aussage nicht widerlegen, dass SPON ganz zu Beginn eventuell von einem NPD-Verbot berichtet hat. Fakt zur Zeit aber ist: SPON meldet „Bundverfassungsgerichtet verbietet NPD nicht“, gefolgt von: „Die Entscheidung ist gefallen: Die NPD wird nicht verboten.“ Der Unterschied: Falschmeldungen, und seien es simple Typos oder fehlende Wörter bei Serverreplikation von Onlineartikeln passieren immer wieder. Das gab es schon immer und wird es immer wieder geben. Wo Menschen arbeiten passieren Fehler. Der Unterschied zu „fake-news“: Seriöse Medien korrigieren diese Fehler umgehend, sobald sie sie… Mehr lesen »

no
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ZDF, Zeit Online, ARD und BR haben neben Spiegel Online den gleichen Fehler gemacht und haben sich für die #FakeNews öffentlich entschuldigt.

Andreas
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Andreas

Springer ist doch auf der sicheren Seite. Bald kommt die Medien Abgabe und das wissen die ganz genau. Ansonsten wäre das alles der Selbstmord. Keine Sorge, wir werden alle bezahlen für diesen Dreck. Die lachen sich jetzt schon schlapp.

Old-Man
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Old-Man

Das BVG hat hiermit eindeutig festgestellt:Die NPD ist zu unbedeutend um sie zu verbieten.
Damit geht für mich einher:Die hunderte Millionen Euro die Maas-Schwesig gegen den sogenannten „Kampf gegen Rechts“ verbraten haben haben gewirkt,oder es war Perlen vor die Säue werfen?
Ich tippe da ehr auf die Perlen.
Würde Maas-Schwesig mit gleicher „Härte“ gegen ihre eigenen Linksfaschisten vorgehen wäre es wieder etwas sicherer in Deutschland.
Aber wie heißt es so schön: wenn zwei das gleiche tun,ist es immer noch nicht das selbe!
Das zeigt aber auch deutlich wie kleingeistig die Besetzung der Regierungsbank ausgestattet ist.

Old-Man
Gast
Old-Man

„Selig sind die bekloppten,denn Sie brauchen keinen Hammer!“

Mehr braucht man zu so einer „Spitzenleistung“aus der „Nannypresse“wohl nicht mehr sagen!

Oder das Donald Trump Zitat!

Thomas Kovacs
Gast

Wie finden Sie daß das Verbot der NPD nicht kommt