(David Berger) Auch wenn er inzwischen dank der Gastautoren und der Journale, die die Originaltexte von philosophia perennis zweitveröffentlichen („Jüdische Rundschau“, „JouWatch“, „Conservo“, „Christliches Forum“ u.a.) nicht mehr den Eindruck macht: philosophia-perennis ist als sehr individueller Blog entstanden, in dem ich das aufgreife, was mir auf den Nägeln brennt. Aber auch das, was mir einfach Freude macht: Portraits von Menschen in „Schubladenfrei“ gehören ebenso dazu wie Erlebnisbereichte von Gottesdienstveranstaltungen, Reisen oder Konzerten.

In diesem Sinne veröffentliche ich hier einen Leserbrief einer Gastautorin, der mich gestern Nachmittag erreicht hat und über den ich mich sehr gefreut habe:

Lieber David,

hier die Worte, die ich Dir für Dich noch schreiben wollte. Du kannst auch sie gerne veröffentlichen: ich glaube, dass sie nicht nur das wiedergeben, was ich denke und fühle, sondern einigen anderen aus der Seele sprechen.

Herzliche Grüße, kommt gut rüber ins neue Jahr, XXX

***

Danke David,

für Deinen Kampf um Werte,

Weiterdenken, Mut und Ehrlichkeit!

 

Du bist ein tapferer Streiter,

der Meinung sagt und auch macht

in einem gespaltenen Land,

das Vielfalt propagiert

und doch nur eine Meinung zulässt,

wo sogenannte Rechte bald keine Rechte mehr haben,

aber importierte Gewalt ent-schuld-igt wird.

 

Du öffnest täglich Augen,

wo andere sich bequem wegträumen.

Du legst Finger auch in Deine Wunden

und nimmst Last auf Deine Schultern.

Sprichst stetig zu und auch für uns,

wenn noch keiner wagt zu denken,

um gegen das zu gehen, was andere lenken.

 

Ein enger und treuer Kreis an Mitstreitern

hilft dir immer mehr Menschen zu erreichen,

für sie und ihre Ängste zu sprechen

und den Wahn des Wahrheitsverbots

in ihrem unser aller Namen zu brechen.

 

Du gehst mutig für uns alle voran

und dafür gebührt Dir (mein) größter Dank!

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Foto: Statue der Veritas (Wahrheit) in Wuppertal (c)  Atamari (Own work), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

8 Kommentare

  1. Lieber Herr Berger! Leider kann ich keinen Link zu den aktuellen Beiträgen machen, denn worum sonst geht es in der Tichy Fritz Franz Diskussion? Wahrheitsverbot und wie man sieht bewegt sich selbst der olle Vatican mehr als derzeitige Machthaber. Aber alles hier kehrt wieder, eben perennis.
    Besonders gelungen finde ich ihre Fotoauswahl. Hinter dieser Veritas sitzt ein in Ketten gelegter Mann, auch wieder so ein Symbol ,für Tichy etwa?

  2. Lieber Herr Prof. Berger, wir kennen uns noch aus Ihrer Zeit in Rom/im Vatikan. Vielleicht haben sie das gar nicht so wahrgenommen, aber für sehr viele dort galten sie als DER Shooting-Star unter den Philosophen und Theologen. Wir alle waren uns sicher: sein Wirken und Werk wird denn Durchbrauch für eine Thomas von Aquin-Renaissance bringen. eine, die sich nicht mehr auf Kirchenrecht und Autorität päpstlicher Anweisungen stützt, sondern schlicht auf die Kraft des Thomismus. Doch dann kam 2010 ihr Outing, das ich noch immer nicht verstehe. Dieser Zusammenhang und die vielen Hoffnungen, die gerade junge Priester in sie gesetzt haben, waren dann mit einem mal zerstört. Die Wut und teilweise auch (psychologisch erklärbare) Hass, die dann aufkamen, rührten von dieser Enttäuschung – und nicht, wie Sie behaupten daher, dass sie Insiderinfos aus dem Vatikan weitergegeben haben. Denn Seien Sie mal ehrlich: Das, was sie schreiben war entweder lange bekannt oder es bestätigt einfach nur die Vorurteile, die manche Leute haben. Die Kreise des Vatikan, in denen wir uns damals getroffen haben, waren streng wissensschaftliche mit dem dazugehörigen festlich akademischen Rahmen und einer Papstaudienz jährlich. Die kritischen Punkte wie Vatikanbank, internationale Beziehungen (Staatssekretariat) oder Missbrauchsfälle (Archiv der C.p.F) haben da doch keinen wirklich interessiert. Soweit ich erinnere, Sie auch nicht. Bevor ich aber jetzt weiter in Erinnerungen schwelge: Nach den vielen Enttäuschungen, die in den letzten Jahren von ihrer Person ausgingen, haben sie überall in ihren früheren Wirkungskreisen ganz viel Land gut gemacht. Einige „Römer“ interessiert das nicht, für diese werden Sie ewig der der Sünde verfallene Apostat bleiben. In anderen Kreisen, gerade in den Konservativen, spricht man aber immer mehr mit einer großen Hochachtung vor Ihnen. Das wiederum wirkt sich so aus, dass man auch anfängt über Homosexuelle anders zu denken. In diesem Sinne: Bitte machen Sie weiter so!

  3. Lieber David Berger!
    Herzlichen Dank für Ihren Blog. Ich lese ihn schon längere Zeit, meist mit „Genuß“, mit „Genuß“, weil ich mich in meinen Gedanken und Ansichten nicht alleine sehe.
    Die Situation in diesem Lande wird immer schwieriger. Warum? Weil zu viele Menschen das Geistige in ihrem Leben ausschließen. Das wahrhaft Geistige, das Göttlich-Geistige, die Wahrheit. Das wahrhaft Göttlich-Geistige stellt eine Gefahr für das System dar; deshalb wird das Göttlich-Geistige bekämpft, mit allen Mitteln, offenbar und geheim.
    Frieden, Freiheit, Wahrheit sind Kinder der Liebe. Liebe ist die stärkste Kraft, die Kraft, die alles überwinden kann was gegen die Liebe sich erhebt, in uns und außerhalb von uns.
    „Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm!“ so Johannes. Wer gegen diejenigen aufsteht, die die Liebe, die Wahrheit, die Freiheit, das Leben leben wollen, reiht sich ein in die Gegenmacht, die allerdings nur eine Scheinmacht darstellt, da sie nicht die Allmacht darstellt.
    Wir müssen uns warm anziehen. Das kommende Jahr wird in unserem Lande wohl stürmischer werden. Jeder, der sich wagt, Wahrheiten nicht nur auszusprechen sondern auch zu leben, wird mit großem offenen und auch verdecktem Widerstand rechnen müssen.
    Aber nach welchem Motto hat David gelebt? „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen!“
    „Was kann mir schon geschehen, wenn DU bei mir bist?!“
    Das soll und kann uns halten, will uns führen und leiten mehr und mehr in die Liebe, auf daß wir aus jener Liebe mehr und mehr leben können, ohne Furcht und Bange vor denen, die uns nach dem Leben trachten.
    Ich wünsche Ihnen ein gutes Neues Jahr 2017, viel Mut, Kraft und Gottes reiche Gnade und Liebe!
    Vielleicht lernen wir uns ja einmal persönlich kennen.
    Peter-Nikolaus Lorenz

  4. Diesem Leserbrief der Gastautorin kann ich nur beipflichten. Es geschehen heute seltsame Dinge in diesem “ Dunkeldeutschland“. In einer der maßgeblichen Gazetten des Berliner Medien-Imperiums, die Merkel täglich einen neuen Verdienstorden umhängen, darf noch gelegentlich „populistisch“ kommentiert werden. Allerdings haben diese freigegebenen Kommentare nur noch eine Halbwertzeit von höchstens einer Stunde. Danach sind sie „schwupps“ wie von Geisterhand plötzlich verschwunden. Vielleicht ein paar Löcher in der fakenews-Aussortierungs-softwear? Wer weiß…für 2017 dürfen wir uns wohl noch auf mehr solcher mysteriösen Meinungsmanipulationen einstellen…der Wahrheit zuliebe!?

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