Ein Gastbeitrag von Marco Wild

Deutschland ist zerrissen. Das war es die meiste Zeit. Zerrissen im Ringen zwischen Kaiser und Papst, zerrissen zwischen Reformation und Gegenreformation, zerrissen in Kleinstaaterei, zerrissen zwischen Ostanbindung (Bismarck) und Westanbindung (Adenauer), zerrissen zwischen Ideologie und Vernunft, moralischem Absolutismus und Skrupellosigkeit, zerrissen zwischen geistigen Höhen und menschlichen Abgründen, zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethik, zwischen Nibelungentreue und Volksverrat. Wenn es ein Land auf der Welt gibt, das für Zerrissenheit steht, dann Deutschland.

Allein: diesmal ist es schlimmer. Diesmal scheint es kein Zurück zu geben. Nur den unaufhaltsamen Weg in den Schmerz. Zu tief ist der Riss.

Am offensichtlichsten manifestiert sich dieser in der Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfrage. Wie unter einem Wahn entzündet sich dieses Land daran, so dass bei gleichzeitigem Ergötzen am radikal Guten erneut die ganz Banalität des Bösen, nämlich anderen um es Schadens Willen zu schaden, entfesselt werden:

Denunziation, Anzeigen, Verleumdung, Terror, verbale, physische und soziale Gewalt. Parteien gegen Volk, Bildungselite gegen Arbeiter, Agenturen gegen Unternehmen, Antifa gegen AfD, Systemmedien gegen Alternative, Multikulturalisten gegen Patrioten, Kirche gegen Christentum, Bruder gegen Bruder, Freund gegen Freund. Soweit der Status Quo.

Derlei Entzweiung muss eine Ursache haben. Eine, die nur im Denken liegen kann. Nicht die Umstände stürzen dieses Land in die Entzweiung, nicht die massenhafte illegale Zuwanderung, nicht die Regierung tut das. Es ist eine Frage des Denkens. Da Denken eine Funktion von Information und Deutung ist, hat die Medienlandschaft die Feindschaft Deutscher gegen Deutsche maßgeblich mit heraufbeschworen. Doch die eigentliche Ursache liegt tiefer. Hätte man das Land vor hundert Jahren mit den selben Informationen geflutet, hätte nicht funktioniert, was heute funktioniert. Was also ist geschehen?

Das Denken des Lagers, welches die nationale Identität im Deutschsein – in Kultur, Sprache, Volk und Territorium – verwurzelt sieht und deshalb Nationalstaat und ethnische Homogenität weitgehend erhalten möchte, ist kein Neues. Es steht in einer Tradition, die sich bis weit ins Heilige Römische Reich deutscher Nation zurückverfolgen lässt.

Es ist das Denken des anderen Lagers, das sich radikal von den Wurzeln entfernte und nun offen Prozesse beschleunigt, welche auf die Auflösung der deutschen Kultur abzielen. Dieses Denken ist das Ergebnis einer bestimmten Art von Bildung. Seine Protagonisten sind allzumal in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu Hause und sitzen an vielen Schalthebeln der Institutionen, von welchen aus der Werdegang der Gesellschaft maßgeblich gesteuert wird. Vertreter dieses Denkens rekrutieren ebenfalls wieder nur Ihresgleichen, so dass dieses Denken inzwischen zum alles bestimmenden Wahrnehmungsfilter geworden ist, mit dem die Welt erfasst und bewertet wird.

Dieses Denken ist die aufgehende Saat der Frankfurter Schule. Marcuse, Adorno und Horkheimer entwickelten mit der „Kritischen Theorie“ ein interdisziplinäres Instrument, das sanft daherkommt, aber wie Brechstange gegen die bestehende Ordnung wirkt.

Die bestehende Ordnung ist hierbei nicht der Kapitalismus, gegen den sich der klassische Marxismus wendet, sondern das Fundament des Abendlandes: christliche Ethik und römisches Recht.

Hauptangriffspunkte des Frankfurter Kulturmarxismus sind die Frau, die Familie und die christliche Religion.

Kulturmarxismus ersetzt das Klassen-Konzept durch ein Minderheiten-Konzept. Nicht mehr das Proletariat, sondern sogenannte „Minderheiten“ stehen im Zentrum der Betrachtung. Um die Herrschaft der „Unterdrücker“ zu brechen, werden ausschließlich die Interessen der jener „unterdrückten Minderheiten“ gestärkt: die Interessen des Islam, um das Christentum zu brechen und die alten Werte auszuradieren, die Interessen der Frau gegen den Mann – vordergründig, um das Patriarchat zu brechen und die Frau zu stärken. In Wahrheit, um die Familie zu brechen und Menschen in die seelische Verwahrlosung zu treiben. Der Staat ersetzt den Vater, die Frau wird in Abhängigkeit zu ihm gezwungen. Kinder ohnehin. Den noch formbaren Persönlichkeiten wird die neue Weltdeutung von Jugend auf aufgezwungen. Ziel ist der Totalitarismus.

Man kann diese Gesellschaftstransformation denn auch als stille Fortsetzung und Vollendung der großen Revolutionen des 18. und 20. Jahrhundert verstehen – der Französischen und der Oktoberrevolution. Beide brachen die Herrschaft des Adels und ersetzten sie durch ein neues Machtgefüge. Hier eine Elite, die vorgab, das Bürgertum zu vertreten, dort eine, die vorgab, das arbeitende Volk zu vertreten. Hier institutionalisiert durch Bildungseinrichtungen. Der darin zu beschreitende Weg des gesellschaftlichen Aufstiegs protegiert durch – wie sollte es anders sein – Verwandtschafts- und Logenbündnisse. Dort institutionalisiert durch eine Kaderpartei, der Aufstieg gebunden an die Zugehörigkeit zu dieser.

Beides gilt bis heute: die richtige Parteizugehörigkeit und / oder Protegiertwerden durch die Strukturen von Logen und geisteswissenschaftlichen Instituten, denen der Aufstiegswillige sein Denken und damit seine Seele ausliefern muss, sind Grundbedingungen, um dorthin zu kommen, wo das Geld verteilt und die Richtung bestimmt wird. Das strategisch wichtigste Mittel der Verschleierung, um Derartigem den Anschein von Legalität und Natürlichkeit zu geben, ist die bis ins Mark manipulierte und manipulierende Sprache der Political Correctness. So wird Krieg zur „Friedensmission“, das Zusammenbomben von Gesellschaften zum Demokratisierungsauftrag und das ungeborene Kind zu einem „Zellklumpen“. Bei einem solch depersonalisierten Begriff fällt es dann auch viel leichter, einen Eingriff zur „reproduktiven Gesundheit“ vornehmen zu lassen, weil die Frau ja ohnehin eher „Opfer“ der Schwangerschaft (oder des Mannes oder überhaupt) ist, und nicht Täterin, die einen Mord begeht. Man ergeht sich in Allgemeinheiten, wo es konkret werden sollte und umgekehrt. Schopenhauers Eristische Dialektik ist Grundvoraussetzung, um am „Dialog“ – der nichts anderes ist, als Verhinderung echter argumentativer Auseinandersetzungen – teilnehmen zu dürfen. Geführt wird dieser von der „Zivilgesellschaft“. Womit all jene gemeint sind, die nicht zu den „Populisten“ gehören. Und so weiter und so fort. Kurz: Verwahrlostes Denken.

Dass es in Wahrheit nicht um Schutz oder Stärkung von Minderheiten geht, sieht auch der Unbedarfte anhand der gleichzeitig-aggressiven Förderungen solch einander ausschließender Konzepte wie Islam und Homosexualität oder Islam und „Frauenrechte“. Es bedarf weder allzu großer Intelligenz um festzustellen, dass es sich bei „Frauen“ unmöglich um eine Minderheit handeln kann. Von einer universalen Unterdrückung kann ebenfalls nur schwer die Rede sein. Tatsächlich genossen Frauen schon immer besondere Privilegien und Freiheiten. Etwa die Befreiung vom Kriegsdienst, die Befreiung von schwerster körperlicher Arbeit bis hin zu einem besonders zuvorkommenden, rücksichtsvollen Verhalten sowie der ungebrochenen Verehrung durch die Künste. In Wahrheit hat gerade die Frau durch ihre „Befreiung“ sehr viele Freiheiten eingebüßt. Exemplarisch versinnbildlicht an ihrer nunmehr permanenten Bedrohung durch den sich immer weiter etablierenden Islam. Noch bedarf es großer Intelligenz um zu erkennen, dass dieser Weg im Chaos enden wird. Chaos, aus dem dann eine neue Ordnung entstehen soll.

Dieses Denken lässt sich zurückverfolgen bis zur Schlange, die im Paradies den ersten Menschen mit Hilfe von Wortverdrehungen versprach, sie würden sein, wie Götter. Auf dem tiefsten Grunde des Bechers finden wir hier das rebellierende Denken gegen den eigenen Platz im Universum. Das Nichtanerkennenwollen. Das Verneinende Denken.

Kurz: das große Nein. Mit der Frankfurter Schule erhielt dieses Denken seinen letzten intellektuellen Energieschub und gebar Axiome wie den Butlerismus (nach Judith Butler), der heute fast die gesamte akademische Welt unterwandert hat. Dieses Denken ist das große Unglück westlicher Gesellschaften. Denn es handelt sich um traumatisiertes, verwahrlostes Denken. Ein dem ontologischen Ursprung entrissenes, auf akademischem Wege gezielt, systematisch und nachhaltig zerstörtes Denken. Die Zerstörung erfolgt, indem das Denken gezwungen wird, gegen seine eigenen Prinzipien verstoßen. Namentlich der Logik, die nicht zufällig eine Sinnverwandtschaft mit jenem Logos bildet, als der Gott im Johannesevangelium bezeichnet wird.

Um dies auf den konkreten wissenschaftlichen Betrieb herunter zu brechen, lassen wir Karl Popper und den Wissenschaftssoziologen Robert K. Merton zu Wort kommen. In seinem letzten Jahr schrieb Popper, die Vorgehensweise der Wissenschaften ist „grundsätzlich dieselbe Methode, die der gesunde Menschenverstand verwendet: die Methode von Versuch und Irrtum“ (Alles Leben ist Problemlösen, 1994). Merton äußert zu grundlegenden Fragen der Wissenschaft, dass das Ergebnis von Wissenschaft vier Anforderungen genügen müsse: es muss erstens Gültigkeit gemäß unpersönlicher Kriterien und des bereits vorhandenen, abgesicherten Wissens besitzen (Universalismus), es muss zweitens zur allgemeinen Verfügbarkeit bereit stehen (Kommunismus), es sollte drittens uneigennützig und viertens in einen organisierten Skeptizismus eingebettet sein. Erfüllt Wissenschaft diese Imperative, dann wird sie ihrem eigenen Ethos gerecht.

Gegen Poppers Verortung im gesunden Menschenverstand verstößt heute das meiste der geisteswissenschaftlichen Lehrinhalte. Statt dessen wird „dekonstruiert“. Sprich: Beobachtung und Logik werden per ideologischem Postulat für ungültig, weil „konstruiert“ erklärt.

Sämtlichen Erfahrungen entgegenstehende Behauptungen werden ohne schlüssige Begründung oder empirischen Nachweis vorausgesetzt. Wer das akzeptiert, weil er gesellschaftlich vorankommen will, verkauft seine Denken für 30 Silberlinge.

Geisteswissenschaftliche Ergebnisse wiederum genügen heute nur noch selten den mertonschen Anforderungen. In der Soziologie werden Erhebungen im Auftrag der Regierung durchgeführt, bei denen das gewünschte Fazit schon vorher bekannt ist. Sehr oft wird dann eben gerade nicht im Bereich gesellschaftlich tatsächlich relevanter Entwicklungen geforscht, sondern in Bereichen die die aktuelle Regierungspolitik für sich verwerten kann. Das betrifft vor allem die meisten Minderheiten-Thematiken, die zu einem Popanz aufgeblasen und völlig unangemessen überrepräsentiert sind. Von Uneigennutz keine Spur. Das Interesse der Auftraggeber bestimmt hier Sujet und Fokus.
Studien, die nicht die gewünschten Ergebnisse erbringen, werden unter Verschluss gehalten. So kann auch von allgemeiner Verfügbarkeit nicht die Rede sein. Der Forschende wird zur geistigen Prostitution angehalten – und gibt ihr meist willfährig nach, weil auch heute noch dessen Musik gespielt wird, der sie bezahlt.

Nicht, dass Deutschland mit all dem alleine stünde. Doch das deutsche Wesen ist nun einmal in besonderer Weise an die geistige Arbeit gebunden. Wo das im Einklang mit auf Wahrheit gründenden Prinzipien geschieht, geschieht dies durchaus zu Segen der Allgemeinheit – wie Deutschlands Geschichte der Neuzeit wunderbar zeigt. Wo diese Prinzipien aber aufgekündigt werden, ersteht der Allgemeinheit das Gegenteil von segensreichen Entwicklungen. Leider bündelt sich dieser Prozess wieder mit besonderer Vehemenz in Deutschland. Ein Denken, dass das Land zerreißt, so dass alles auseinander strebt, bis es ganz zerreißt. Es ist dieses intellektuelle Schisma, das Deutschlands größte Plage ist, weswegen unsere Hymne vermutlich gerade die Einigkeit so beschwört und an die erste Stelle setzt.

Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust, ließ Goethe den Faust sagen.

Im Markusevangelium heißt es: Wenn ein Reich mit sich selbst entzweit ist, kann es nicht bestehen. In beiden Versen steht das Entzweit sein im Kontext mit derjenigen geistigen Kraft, die Entzweiung bringt. Betrachtet man die Lage Deutschlands aus dieser Perspektive wird besonders offensichtlich, woher seine Zerrissenheit und sein entzweites Denken kommt: Deutschland, das Land Luthers und Bachs, Zinzendorfs und Heisenbergs, Bonhoeffers und Schneiders, verabschiedet sich davon, christlich zu sein. Und das bekommt ihm nicht.

***

Foto: Max Horkheimer (vorne links), Theodor W. Adorno (vorne rechts) und Jürgen Habermas (im Hintergrund rechts) im Jahr 1964 in Heidelberg (c) Jjshapiro at English Wikipedia [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Meine Artikelbewertung ist (3.33 / 3)
avatar
400
15 Comment threads
10 Thread replies
1 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
18 Comment authors
Luise L.Luise L.Sven FrostEinwohnerAnonymous Recent comment authors
  Abonnieren (alle Kommentare oder nur meine Kommentare)  
neueste älteste beste Bewertung
Ich möchte benachrichtigt werden zu:
Sven Frost
Gast
Sven Frost
Meine Artikelbewertung ist :
     

Sehr aufschlussreich…der Begriff „Frankfurter Schule“ begegnet mir in letzter Zeit immer öfter,je mehr ich mich mit dem linksgrüner Politik, Vereinigte Staaten von Europa, der One World Ordre und dem Weltsozialismus für alles und jeden beschäftige.
Man sieht explizit für Deutschland den Werdegang von 70 Jahren Politischer Doktrin und sozialer Bildungspolitik…da packt mich das blanke Grausen.

Einwohner
Gast
Einwohner
Meine Artikelbewertung ist :
     

Die Frankfurter Schule wird hier zurecht kritisiert. Aber dass einem hier gleich Karl Popper mit seiner offenen Gesellschaft als etwas Gutes untergeschoben wird, empfinde ich doch als eine Frechheit. Es ist die selbe verlogene Vorgehensweise, die man auch bei der AfD findet: Die AfD ist kein Gegner der Frankfurter Schule. Die AfD stellt kein Ende, lediglich eine Verlangsamung der Degeneration dar.

Anonymous
Gast
Meine Artikelbewertung ist :
     

Man trifft ja immer wieder Menschen, denen das Altern zugute kommt. In solchem Ausmaß, wie man es von dessen jugendlichen Ebenbild niemals angenommen hätte. Es lebe die Literatur! Zumindest bei diesem Artikel… *kein Freibrief* 🙂

trackback

[…] auf unzählige NGOs und der Rolle des Mainstream zu tun. Man kann mit gewisser Berechtigung auf die Frankfurter Schule verweisen, sieht aber vor allem den destruktiven Effekt von Identitätspolitik, die Menschen in […]

trackback
A.T.
Gast
A.T.

@ Tanzender Berg die Kirche befindet sich im Judas-Modus, sie hat Jesus verraten und sich dem Zeitgeist unterworfen; schlimmer noch sie treibt ihn aktiv mit voran, anstatt Fehlentwicklungen anzuprangern. Im Grunde hat in der Kirche seit dem 2. Vatikanum ein ähnlicher „Durchmarsch durch die Institutionen“ stattgefunden, wie in der Gesellschaft und das von den selben kulturmarxistischen Geisteskindern. Jetzt wird jahrzehntelange Wühlarbeit im Untergrund und Seminaren langsam offenbar. Die Liturgie ist entstellt, Christliche Werte werden aufgegeben, konservative Christen an den Rand gedrängt und als Fundamentalisten gebrandmarkt; gläubige Priesterkandidaten in Priesterseminaren identifiziert, gemobbt und teilweise sogar bedroht. Es ist davon auszugehen, dass… Mehr lesen »

trackback

[…] Deutschland ist zerrissen. Das war es die meiste Zeit. Zerrissen im Ringen zwischen Kaiser und Papst, zerrissen zwischen Reformation und Gegenreformation, zerrissen in Kleinstaaterei, zerrissen zwischen Ostanbindung (Bismarck) und Westanbindung (Adenauer), zerrissen zwischen Ideologie und Vernunft, moralischem Absolutismus und Skrupellosigkeit, zerrissen zwischen geistigen Höhen und menschlichen Abgründen, zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethik, zwischen Nibelungentreue und Volksverrat. Wenn es ein Land auf der Welt gibt, das für Zerrissenheit steht, dann Deutschland. […]

CEMLO
Gast
CEMLO

Erstaunlich. Die Frankfurter Schule richtig einzuschätzen ist aber garnicht so schwierig. Schau doch mal Leben und Werk der Alice Baily an.
Philosophia Perennis, die Zeit im Nestchen ist wohl vorbei.

Marcus Junge
Gast
Marcus Junge

„Dieses Denken ist die aufgehende Saat der Frankfurter Schule. “ Das ist keine Saat die aufgeht, es ist das blühende Feld, kurz vor der Ernte. Die Saat waren die 68’er. — „R.J. 13. Dezember 2016 um 11:23“ Bitte was? „Nicht so dämonisieren“?! Diese verdammten Arschlöcher der FS kann man nicht genug dämonisieren. All der Wahnsinn mit der Umvolkung, neuem Sozialismus, Vernichtung der europäischen Kulturen, Vernichtung der Familie, … kommt direkt von denen. Die planmäßige Erziehung zum Selbsthaß auch. Das haben die Erschaffer der FS sind in den 1920’ern ausgedacht, „zufällig“ waren das alles deutsche Juden. Zufällig gingen die vor 1933… Mehr lesen »

Leser
Gast
Leser

Peinliches Geschreibsel.

Aber zumindest eine Erkenntnis habe ich gewonnen: Der Autor hat die Kritische Theorie nicht einmal ansatzweise verstanden.

Si tacuisses.

Tanzender Berg
Gast
Tanzender Berg

1. Quellenangaben waeren sehr wichtig. Ich wuerde das gerne nachlesen. So sind mir die Anschuldigungen zu pauschal und unbelegt.
2. Ihr Beitrag erklaert nicht, warum gerade die christlichen Kirchen zu den entschiedensten und aggressivsten Propagandisten der Willkommenskultur gehoeren. Mir scheinen wichtige Quellen des Uebels in christlichen Lehren zu liegen (Feindesliebe, Schuld- und Suendenkult).

Brockenteufel
Gast
Brockenteufel

Der Islamwissenschaftler und Soziologe Prof. Tibi war übrigens Horkheimschüler und- verehrer!

Werner Olles
Gast
Werner Olles

Im Gegensatz zu Habermas fand Adorno die „Emanzipation der Menschheit“ lächerlich. Habermas ist nichts weiter als der mißratene Schüler Adornos, dessen „Minimalia Moralia“ auch heute noch eine Offenbarung ist. Seine gemeinsam mit Horkheimer geschriebene „Dialektik der Aufklärung“ ist die schärfste Abrechnung mit der Aufklärung und der Moderne, die es bis heute gibt. Adorno wollte das „Ganz Andere“ immerhin noch resignativ-heroisch bewahren, während Habermas zum kritisch-zurückhaltenden Verteidiger der Massendemokratie degenerierte. Gewiß ist auch Horkheimers und Adornos Hauptwerk politisch defizitär. Der Niedergang der Frankfurter Schule aber trägt eindeutig den Namen Jürgen Habermas. Unvergessen ist auch seine Denunziation des großen Philosophen Kolakowski, dessen… Mehr lesen »

Jens Richter
Gast

Dieser „Morbus Germanicus“, latent immer da, bildete ich im Deutschen Idealismus endgültig aus. Die Köpfe „verhegelten“, auch wenn sie nie etwas von Hegel gelesen hatten. Das „Entweder-Oder“, das Oszillieren zwischen Vernichtungs- und Willkommenskultur, das nicht-griechische Denken, das kein Maß kennt, das jeden Kompromiss als unwahr schmäht, das lieber mit einer großen Idee untergeht als mit einer kleineren gut lebt. Der Frankfurter Schule (damit sind nicht die nachfolgenden Epigonen mit dünnen Skripten und großen Transparenten gemeint!) gingen zwei historische Subjekte verloren: die deutsche Arbeiterklasse und der Sowjet-Sozialismus. Der späte Adorno der Negativen Dialektik hatte resigniert und zog sich zurück in die… Mehr lesen »

R.J.
Gast
R.J.

Danke für den Beitrag. Ich würde aber die „Frankfurter“ nicht so dämonisieren. Bei Adorno ist der jüdische Erlösungsgedanke vor allem in seiner Kunst-Quasireligion klar erkennbar. Einerseits war er der Prototyp des konservativen Bildungsbürgers, andererseits ein von Geltungsbedürfnis getriebener Intellektueller. Ambivalent. Auch dürfte ihm zu schaffen gemacht haben, dass er als Pianist und Komponist nicht reüssieren konnte. Im Grunde ein Prediger, der sich mit der „Negativen Dialektik“ eine hermetisch gegen Einwände abgesicherte Ersatzreligion schuf. Die religiöse Grundierung kommt in der eigentümlichen Kombination von Scharfsinn und Vorurteil überall zum Vorschein. Da wird nur teilweise und scheinbar exploriert und analysiert, im Grunde steht… Mehr lesen »