(David Berger) Mit dem enormen Leserzuwachs auf meinem Blog philosophia-perennis.com steigt auch die Zahl der Kommentatoren sowohl auf Facebook als auch im Kommentarbereich des Blogs.

Dabei stelle ich eine besorgniserregende Tendenz fest: Sowohl Blogger mit einem offensichtlich linksextremen wie auch solche mit einem rechtsextremen Hintergrund geben dort ausführliche Kommentare ab, die – im Unterscheid zu vielem, was Justizminister Maas & Co als Hassrede abstempeln und verbieten lassen wollen – tatsächlich Beleidigungen, Verleumdungen, Falschbehauptungen, Gewaltaufrufe usw. – soweit ich das feststellen kann, mit justiziablem Charakter – sind. Nichts von dem schalten mein technischer Mitarbeiter und ich frei. Und wir werden von dieser klaren Regelung auch nicht abweichen.

Dass viele unserer Beiträge hoch umstrittene Themen einer ideologisch und emotional derzeit extrem aufgeheizten Gesellschaft auf eine der Presse- und Meinungsfreiheit entsprechende, von jeder Nannymentalität freie und durch Werbekunden nicht käufliche Weise behandeln, macht den Erfolg dieses Blogs aus.

Dabei haben wir keine Angst, möglich transparent zu arbeiten. Wir veröffentlichen genaue Zugriffszahlen, der Kommentarbereich ist zu jedem Beitrag zeitlich unbegrenzt geöffnet. Der Blog hat – ebenfalls im Unterschied zu vielen anderen Blogs – ein klares Impressum. All das hat zur Folge, dass wir auch mit dem Eingang der oben beschriebenen Kommentare rechnen müssen.

Zugleich spreche ich mich aber als Blogmacher mit aller Entschiedenheit nicht nur gegen linksextreme Thesen und den leider auch existierenden Rassismus gegen Deutsche aus, sondern genauso vehement gegen rechtsradikale Sprüche und den Rassismus gegen Menschen, die nicht die gleiche Hautfarbe wie „wir“ haben, oder aus einem anderen Kulturkreis kommen.

Gerade das Konzept der philosophia perennis ist es, dass die Würde des Menschen unabhängig ist von solchen „Akzidentien“ festlegt.

Sieht man davon ab verbietet sich für mich als überzeugten Katholiken ebenfalls jede Form des Rassismus. Es gehört zum Wesen des Katholizismus, dass er über Nation, Hautfarbe, „Rasse“ usw. steht. In einem der Gesänge der klassischen Liturgie der Kirche heißt es sehr schön: „redemisti nos domine in sanguine tuo, ex omni tribu et lingua et natione, et fecisti nos deo nostro regnum“: Du hast uns in Deinem Blut aus jedem Stamm, jeder Sprache und jeder Nation erlöst und uns zu Deinem Königreich gemacht! – Ich hatte noch mit mehrere alten Priestern Kontakt, die mir erzählten, dass die Geistlichen in der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft in diesem Fall für die Gläubigen „tribu“ (Stamm) mit „Rasse“ übersetzten.

Abschließend möchte ich einen treffenden Text von Markus Hibbeler zu dem Thema zitieren, den er heute aus aktuellem Anlass auf seinem Facebookprofil veröffentlichte:

„Ich bin für scharfe Kritik am politischen Arm des Islam und an importierten verfassungsfeinlichen Weltbildern. Ich tue das, weil ich die Freiheit, die Demokratie, die Aufklärung und die Gleichberechtigung liebe und weil ich glaube, dass viele nur Faschismus erkennen, der von rechts kommt, während sich der Islamismus immer weiter ausbreitet.
Gerade weil ich für unser Grundgesetz bin, stelle ich mich aber auch entschieden gegen Rassismus.

Ich habe gerade ein Foto eines Followers gelöscht, das zwei zähnefletschende Schwarze zeigte. Solche Dinge finde ich widerlich, weil sie allein auf die Hautfarbe von Menschen zielen. Ich kritisiere Ideologien, keine Hautfarben.

Ich bin für Meinungsfreiheit, dulde aber keinen Rassismus, Antisemitismus, Menschenhass sowie verfassungsfeindliche Weltbilder. Wer sie hat, ist auf meinem Profil falsch und ist nicht besser als die Islamisten, die ich ja gerade deshalb kritisiere.“

***

(c) Santeri Viinamäki / Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

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Conny
Gast

Zu diesem Thema bin ich der Ansicht, dass der Blogbetreiber das unumstrittene Recht hat, beleidigende Kommentare rauszufiltern oder zu löschen, wenn und wann immer er es für richtig hält. Das Internet ist zwar ein öffentlich zugängliches Medium, wird aber vom Seiten- oder Bloginhaber betrieben und verantwortet. Zum Vergleich, die Strasse ist öffentlich zugänglich und jeder kann dort entlang gehen und sich umsehen, doch für den Zustand der Gebäude ist der jeweilige Inhaber verantwortlich. Wenn jemand seine beleidigenden Meinungen unbedingt an die Öffentlichkeit bringen möchte, kann er doch jederzeit seinen eigenen Blog gründen, anstatt die Hauswand des Nachbarn dafür zu missbrauchen.… Mehr lesen »

conservo
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Lieber Herr Dr. Berger, volle Zustimmung! Wenn ich alles, was mir zugetragen wird, veröffentlichte, käme ich aus den Abmahnungen nicht raus. Ganz eindeutig: Was unter der Gürtellinie gilt, wird nicht veröffentlicht! Mit dieser Einstellung lebe ich publizistisch seit 40 Jahren. Danke für Ihren Einsatz! MfG Peter Helmes, http://www.conservo.wordpress.com

Charlotte
Gast
Charlotte

Viele scheinen derzeit das Bedürfnis zu haben, der Welt mitzuteilen, was sie sind und was sie nicht sind. Das interessiert die Welt natürlich nicht und für die Gesellschaft in der man lebt, wäre es nützlicher und friedvoller, auf Gemeinsamkeiten hinzuarbeiten.

truckeropa66
Gast
truckeropa66

Wenn eindeutige eine Beleidigung einer bestimmten Person, Personen Gruppe oder wie auch immer herauszulesen ist, dann sollte man vorsichtig sein mit dem veröffentlichen. Vielleicht könnte man mit dem/der betroffenen Kontakt aufnehmen und nachfragen ob man das ….auch wenn es nur der Mülleimer darstellt, veröffentlichen darf ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Im Bedarfsfall diesem dann den schlechten Komi mit Absender zukommen lassen.

Die Moral der Denunzianten ist ein schwarzes Loch
Gast
Die Moral der Denunzianten ist ein schwarzes Loch

Ich schreibe schon etliche Jahre! Angefangen hat es im Teletext wo man auf einer Seite mit mehren Unterseiten zu aktuellen Themen, was man in einer E-Mail annonym schreiben konnte und hoffte das wird auch veröffentlicht. Es wurde auch des Öfteren. Dann schrieb ich im Internet. Meine Beobachtungen war das man bei fast allen offenen kritischen Publikationen die Kommentarfunktionen so lange sabotiert hat bis die aufgegeben hatten. Auch die Freigabe war abhängig von der Schichtbesetzung. Im laufe der Zeit bekam ich den Eindruck das da einzelne Mitarbeiter auf irgend welche Anweisungen von draußen handelten bevor dann die Kommentarfunktionen eingestellt wurden. Auch… Mehr lesen »

Martin Rohde
Gast
Martin Rohde

Wohl gesprochen, Herr Dr. Berger. Portale und Blogs, die von Hass und Fakemeldungen nur so überquellen, gibt es ja nun wirklich genug. Da Sie der Betreiber des Blogs sind, steht es Ihnen selbstverständlich zu, unangemessene Kommentare nicht zu veröffentlichen. Allerdings sollte das auch für die Beiträge von Gastkommentatoren gelten. Vielleicht ist es nur eine Empfindung, aber für mich entsteht der Eindruck, dass sich die Qualität der Veröffentlichungen verschlechtert hat. Auf Ihre Seite bin ich durch den Beitrag über Burka- bzw. Islamverbot von Hr. Fitz aufmerksam geworden und dachte: „Endlich mal jemand, der die Dinge beim Namen nennt und seine Aussagen… Mehr lesen »

Werner Olles
Gast
Werner Olles

Sehr geehrter Herr Dr. Berger, selbstverständlich haben Sie Recht, es gibt im Netz leider auch jede Menge Kommentare, die wahrlich unterirdisch sind, und die in den Papierkorb gehören. Dennoch finde ich den zitierten Text von Stefan Hibbeler ein wenig undifferenziert. Rassismus richtet sich heute mehrheitlich gegen Weiße, womit ich andere Formen nicht abstreite oder gar entschuldige. Demokratie und Aufklärung muß man nicht unbedingt „lieben“, vielleicht sollte der Kollege mal Horkheimer und Adorno lesen : „Dialektik der Aufklärung“. „Gleichberechtigung bedeutet inzwischen in der Regel „Gleichheitswahn“, und der endet bekanntermaßen im Gulag oder auf dem Schafott. Mit dem „Menschenhaß“ oder der Menschenverachtung… Mehr lesen »

Walter Roth
Gast
Walter Roth

OK, das kann ich ansehen. – Ich dachte nach dem lesen nicht an Streitereien unter Kommentatoren, sondern an Aktionen der „Maasi“ in Deutschland. – Also es gibt auch Kommentarschreiber die sich untereinander gerichtlich bekämpfen……..!!! Ich kann nur den Kopf schütteln. – Ich bin Schweizer, der Blog für den ich Moderierte behandelte die Politik in Thailand und dessen Monarchie. Auch ein tiefes finsteres Loch. Ich musste es auch lernen und habe allerhand erlebt. Es braucht lange bis man gelassener wird. Aber ich gebe zu, das Thema Kosten war bei uns kein Problem. – Tja, Deutschland ……….. Kopfschütteln. Naja, nicht nur Deutschland,… Mehr lesen »

Simone Janas
Gast
Simone Janas

Ich bin sehr dankbar für Ihre klaren Worte! Die Entscheidung Kommentare erst nach Sichtung freizuschalten, empfinde ich als richtig! Extreme Ansichten die sich gegenseitig befeuern machen eine Diskussion meist unmöglich. Insbesondere die Mitte zieht sich dadurch immer mehr zurück. Aber besonders diese müssen wir erreichen!

Letztes Aufgebot
Gast
Letztes Aufgebot

Hallo Herr Berger,

mein erster Gedanke: Nun beugt sich auch dieser mutige Blogger dem Diktat der Linksfaschisten!

Das Sie als Person mit Ihrer Vita gegen plumpen, primitiven Rassismus stehen, sollte jedem Menschen mit Durchschnittsintellekt sonnenklar sein!

Ich kann jedoch Ihre Argumentation durchaus nachvollziehen.

Walter Roth
Gast
Walter Roth

Nun ja, der Blog gehört ihnen….!!! – Aber musste das nun sein………..? Ich habe schon vieles gehört was das Thema anging, viele Rechtfertigungen um eben doch nur das stehen zu lassen was die eigene Richtung bestätigt. – Nun ja, Meinungs-Freiheit wäre eben Freiheit. Und wer sich Justiziabel äussert muss das auch selber tragen. Aber Freiheit ist eben Freiheit, auch die zu beleidigen oder sonst was……….. In Deutschland ist eine Linksdiktatur auf dem Vormarsch welche die Meinungs….Freiheit nicht mehr respektiert. In so einer Zeit ist eine Meinung „gegen“ das Gesetz oder trotz diesem ….oder nun kommenden Gesetzen, geradezu eine Pflicht. In… Mehr lesen »