Ein Gastbeitrag von Kai Knut Werner

Über Monate berichteten die Medien über Rassisten, Islamophobe, Pegida, Hetze und Hass durch Rechte und jetzt gibt es etwas Neues, das scheinbar unsere friedliche Gemeinschaft bedroht! Es sind die Populisten, vor denen wir jetzt Angst haben müssen.

Natürlich ist der gewählte zukünftige Präsident der USA ein passendes Beispiel für die Bezeichnung „Populist“. Da ist man direkt froh, dass das politische Establishment in Deutschland und natürlich auch die Gutmenschen, bzw. die links-liberalen Schickeria, abgerüstet haben.

Frau Merkel sagte in einer kurzen Pressekonferenz: „Demokratie, Freiheit, Respekt vor dem Recht und der Würde jedes einzelnen Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung sind die Basis für gemeinsame Gespräche“.

Komisch, im eigenen Land hat sie mit der sexuellen Orientierung und der Gleichstellung ein Problem bzw. ein komisches „Bauchgefühl“ – aber von anderen fordert sie es ein, wenn es in ihr politisches Konzept passt. Aber generell zu hinterfragen ist, warum die deutsche Bundeskanzlerin solche Worte wählt: Sieht sie durch die demokratische Wahl in Amerika die Demokratie in Gefahr?

Diese Frage nach der Gefahr des Populismus hätte Merkel sich vielmehr gewissenhaft bei der Wahl von Recep Tayyip Erdoğan stellen müssen, vor allem, unter dem Aspekt der Zustimmung, die er von den in Deutschland lebenden Türken erhalten hat!

Zu Erdogan gehört auch die zunehmende Islamisierung der Türkei, obwohl die Türkei aufgrund von Atatürk und dem von ihm geforderten Laizismus über Jahrzehnte Staat und Religion trennte.

Heute ist die Türkei ein Land, das in der Zukunft den Islam wieder verstärkt als Staatsdoktrin sehen wird! Diesen Islam exportiert Erdogan auch nach Deutschland, bzw. die in Deutschland lebenden wahlberechtigten Türken haben Erdogan mit 60% gewählt! Übrigens war Erdogan derjenige, der überhaupt das Wahlrecht der Türken im Ausland ermöglichte – vermutlich wusste er, was er für einen Vorteil dadurch hat. Natürlich hat er dies nicht nur durch seine Wahlkampfauftritte in Deutschland erreicht.

Muss ein ausländischer, auf dumpfen religiösen Fanatismus setzender „Machthaber“ in Deutschland wirklich Wahlkampf machen?

Warum dieser Exkurs? Ganz einfach, das was Erdogan macht, ist Populismus. Dazu die kurze treffende Erklärung bei Wikipedia:

„Dem Begriff Populismus (von lateinisch populus ‚Volk‘) werden von den Sozialwissenschaften mehrere Phänomene zugeordnet. Einerseits handelt es sich um einen spezifischen Politikstil, eine Form der politischen Rhetorik bzw. Strategie zum Machterwerb, andererseits wird Populismus in der Forschung auch als Teil verschiedener Ideologien eingestuft.“

Ist Donald J. Trump ein Populist?

⇒ Vielleicht ist er einer, aber ohne einen Glauben zu propagieren, der Menschen verachtend ist.

⇒  Vielleicht ist Donald J. Trump ein Populist, der Dinge vertritt, die grundsätzliche Werte unserer westlichen Gesellschaft ausmachen: Glaubensfreiheit, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und anderes.

⇒  Natürlich hat er ein Frauenbild, das nicht jedem passt, aber es ist nicht bekannt, dass er dafür eintritt, Frauen bei Ehebruch steinigen zu lassen oder Schwule von Hochhausdächern in den Tod zu stürzen.

⇒  Seine Kinder machen auch nicht den Eindruck, in irgendeiner Art und Weise mit Cousin oder Cousinne eine Ehe eingehen zu müssen.

Gestern traf sich Donald J. Trump mit Obama und ein Gespräch, das für 15 Minuten angesetzt war, ging über 1 ½ Stunden. Am Ende betonten beide die hohe Qualität des Gespräches. Zwei „Populisten“, die sich verstehen – dagegen kann man nichts sagen!