(David Berger) Joachim Steinhöfel trifft Prof. Dr. Jörg Baberowski. Das kurze Video-Interview hat es in sich: Das Wertesystem der Kanzlerin, die Folgen der Flüchtlingspolitik, die Erosion des staatlichen Gewaltmonopols und anderes kommen auf den Tisch.

Prof. Dr. Baberowski ist seit Oktober 2002 Lehrstuhlinhaber für Geschichte Osteuropas am Institut für Geschichtswissenschaften (IfG) der Humboldt-Universität zu Berlin, dessen Leitung er von 2004 bis Februar 2006 als Geschäftsführender Direktor innehatte.

Zu Merkel äußert er sich kurz und knapp in dem Interview:

„Merkel hat keine Überzeugung und man kann sich darauf verlassen, dass sie nichts entscheidet.“

Nach all den katatsrophalen Fehlleistungen im Zusammenhang mit der Migrationskrise, fragt Steinhöfel den Professor, ob man den Zustand von Rechtmäßigkeit in Deutschland wieder herstellen könne. Auf kurze Sicht äußert sich Barberowski dazu eher skeptisch: Die Bundesregierung werde das Asylrecht nicht verändern …

„Noch 2-4 Jahre, dann tritt eine Situation ein, in der der Souverän die Entscheidung treffen muss, ob er den Staat generell aufgeben will oder eine Entscheidung treffen. Wenn das nicht geschieht, werden wir in einigen Jahren nicht nur eine Staatskrise, sondern einen Staatszerfall haben.“

Angesprochen wird in diesem Zusammenhang der Görlitzer Park in Berlin, der exemplarisch für die katastrophalen Zustände steht. Dort soll es keine Razzien mehr geben soll, weil diese bedrohlich auf die Kriminellen wirken könnten.

Solche linksgrünen Projekte senden das Signal an Kriminelle: Es ist erlaubt was ihr tut! Bestimmte Gruppen der Gesellschaft dürfen tun, was anderen verboten ist.

Hier geht es zum Blog von Joachim Steinhöfel: Blog

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Jupp
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Jupp

„Zweifel suchen mich heim: Ich bin mir nicht sicher, ob die Welt von Leuten regiert wird, die unfähig, aber aufrichtig sind, oder von gerissenen Burschen, die uns an der Nase herumführen.“ Laurence J. Peter, Soziologe Die gesellschaftlichen Verstrickungen mögen kompliziert und undurchschaubar erscheinen, der Zusammenhang ist einfach: „Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken.“ Ein System, dessen opportunistische, mittelmäßigen Bürokraten (Manager wie Politiker) sich als Pseudo-Unternehmer aufspielen und sich in „Grabenkämpfen“ verlieren, sich bei selbstverschuldeten, sinkenden „Betriebs-Einnahmen“ noch als Leistungsträger küren, sich aus dieser Sichtweise individuell und kollektiv bereichern, in ihrer Regelungswut durch absurde, rigide und unkontrollierbare Vorschriften Konflikte und… Mehr lesen »

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Sabrina
Gast
Sabrina

Herrn Prof. Baberowski ist voll und ganz zuzustimmen: „Merkel hat keine Überzeugung und man kann sich darauf verlassen, dass sie nichts entscheidet.“
Sie ist medial total(itär) vermittelt angeblich die „mächtigste Frau der Welt“, und viele sedierte und gehirngewaschene Zeitgenossen fühlen sich durch diese Charakterisierung ein Stück weit selbst „gebauchpinselt“, und „solidarisieren“ sich durch Abgabe ihrer Stimme für eine Systemeinheitspartei mit ihrer „Alternativlosigkeit“. Unbewußt wollen Sie auch an diesem Glanz teilhaben durch Projektion auf ihr Selbst; dabei ist „der Kaiser“ nackt, und sein Leben lang immer nur qualifiziert gewesen, SED-Funktionärin für Agit-Prop. zu sein…

floydmasika
Gast
floydmasika

Hat dies auf Bayern ist FREI rebloggt und kommentierte:
Wir leben in einer Zeit, in der wir nationale Retter der Art von Putin oder Trump braucht, die das eigene Land an die erste Stelle setzen und sich allenfalls in zweiter Linie darum kümmern, ob ihre Aussagen vorgegebenen Diskursnormen entsprechen. Die Deutschen haben den Ernst der Lage noch nicht erkannt und sind noch immer bereit, Nichtpolitiker wie Merkel zu wählen. Baberowski findet griffige Beschreibungen für Merkel und die buntschländische politische Unmündigkeit.

Jutta
Gast
Jutta