(David Berger) In den letzten Tagen war die Empörung über die Äußerungen von Justizminister Maas zur „Kinderehe“ groß. Und das völlig zurecht.

Jetzt wird allerdings immer deutlicher, dass Maas in der Regierung mit seinen Vorstellungen gar nicht so alleine da steht. Das zeigen Informationen aus dem Innenministerium, die der „Welt“ vorliegen. Die Ideen, die man derzeit dort ventiliert, veranschaulichen drastisch, wie wichtig dem Inennministerium der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt wirklich ist.

Die „Welt“ berichtet heute: „Nach Informationen der „Welt“ will Innenminister Thomas de Maizière (CDU) Imamen ein Bußgeld auferlegen, wenn sie Ehen mit Mädchen oder Jungen schließen, die unter 16 Jahre alt sind. Im Gespräch sind bis zu 1000 Euro.“

Dass hier Jungen erwähnt werden, zeigt, wie weit man im Innenministerium von der Realität der muslimischen Kinderehe entfernt ist. Oder geht Herr de Maizière wirklich davon aus, dass Imame in Deutschland in einer Moschee 40-jährige Herren mit 12-jährigen Jungs verheiraten?

Und auch das Bußgeld ist angesichts von Hochzeitskosten in der angesprochenen Zielgruppe von bis zu 80.000 Euro gut zu verschmerzen.

Zum Verständnis für alle: Ein „Bußgeld“ wird bei Ordnungswidrigkeiten verhängt, das heißt ist in der Regel bei weniger schweren Verstößen gegeben, durch die man nicht straffällig wird.

Die meisten der Leser werden ein solches Bußgeld schon einmal gezahlt haben, etwa für Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr: Falschparken oder in Ortschaften die zugelassene Höchstgeschwindigkeit leicht überschreiten.

Das heißt: Wenn ein Imam in Deutschland dem sexuellen Missbrauch eines Mädchen unter 16 Jahren absegnet, ist das etwa so, wie wenn er sein Auto zum wiederholten Male falsch parkt …

Foto: © Raimond Spekking / , via Wikimedia Commons