(David Berger) Die völlig unverdächtige Lokalzeitung „Neu Westfälische“ hat die Zahlen der bereits seit geraumer Zeit umstrittenen, mit enormen Summen aus Steuergeldern finanzierten Amadeu-Antonio-Stiftung bezüglich der Verbreitungsregion der Zeitung genauer unter die Lupe genommen.

Und ist zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen. Der Titel des Artikels „Hohe Fehlerquote in Statistik über Angriffe auf Flüchtlinge“ ist angesichts des Desasters, das sich bei der Statistik der Stiftung abzeichnet, noch nett ausgedrückt.

Die Stiftung pflegt eine Karte, die „flüchtlingsfeindliche Vorfälle“ von politisch rechts eingestellten Tätern dokumentieren will. Sie ist unter www.mut-gegen-rechte-gewalt.de einsehbar.

Die Lokalzeitung ist akribisch allen dort aufgeführten 70, angeblich flüchtlingsfeindlichen Vorfällen in OWL nachgegangen. Und kommt zu dem erschütternden Ergebnis:

„Diese Statistik hält jedoch der Überprüfung für Bielefeld nicht stand. Ein Faktencheck der aufgezählten Fälle in der Stadt ergibt: Die Fehlerquote liegt bei 80, eventuell gar bei 100 Prozent.“

Einzig einen der 70 von der Stiftung aufgeführten Fälle könne man zur allergrößten Not als „flüchtlingsfeindlich“ oder „rechtsradikal“ einordnen:

„Einzig ein Ereignis ist zumindest theoretisch als flüchtlingsfeindlich möglich, auch wenn die Polizei die Randale von fünf jungen Männern im November vergangenen Jahres als „Frustabbau aufgrund privater Probleme“ ohne rassistisch motiviertes Motiv einstufte. Die Betrunkenen hatten an zwei Unterkünften an der Paderborner Straße Blumenkübel geworfen und Böller gezündet.“

Das muss man erst einmal hinkriegen: eine Statistik zu „rechter Gewalt“ gegen Flüchtlinge zu erstellen, an der so gut wie gar nichts richtig ist!

Wer hier noch von Zufällen oder Missgeschicken ausgeht, ist schlicht naiv.

Vielmehr lassen die von der Lokalzeitung mühsam recherchierten Fakten den Verdacht aufkommen, dass es sich bei dem diesbezüglichen Agieren der Amadeu-Antonio-Stiftung um eine absichtliche, rein ideologiegeleitete Täuschung der Öffentlichkeit handelt.

***

Foto: Anetta Kahane, die Chefin der Amadeu-Antonio-Stiftung © Raimond Spekking / , via Wikimedia Commons