(David Berger) Die EU-Kommission spricht in einem neuen Papier meistens von „Migranten“ statt von „Flüchtlingen“. Bevorzugt werden soll in Zukunft die Umsiedelung vor allem von Migranten aus Nord- und Ostafrika, dem Mittleren Osten in die Europäische Union.

Als viele Europäer im letzten Jahr, als die Flüchtlingskrise so richtig ausbrach, bemerkten, dass die Migration Europa bereits stark verändert hat, ja vielleicht sogar bis zur Unkenntlichkeit transformieren wird, begann auch die Diskussion um korrekte Begriffe für das, was da gerade geschieht.

Dies ging sogar so weit, dass das Gerücht entstand, dass die Schreibung der Begriffs „Flüchtlinge“ in Anführungszeichen, die einen Asylgrund in Frage stellen, inzwischen als Straftat betrachtet würde. Ob die Berichte dazu zutreffend sind, ist eine Sache. Die andere ist, dass ein Großteil der Menschen, die damit konfrontiert wurden, davon ausgingen, dass eine solche Durchsetzung politisch korrekter Sprache durch drakonische Strafmaßnahmen inzwischen in Deutschland durchaus möglich sei.

Spachpolizist*_Innen waren dann auch sehr schnell zur Stelle, um den Sprachverkehr zu regeln: Besonders um zeitgeistig korrekten Sprachgebrauch bemühte Mitmennschinnen verwendeten dann häufig den Begriff „Flüchtende“.

Durch diese auch genderideologisch motivierte Begriffsklauberei wurde ein Nebenkriegsschauplatz eröffnet, der das eigentliche Problem vertuscht: Unter den tausenden Menschen, die in den letzten Jahren nach Deutschland eingereist sind, befinden sich – inzwischen nachgewiesenermaßen – nicht nur echte Asylanten und als Schläfer eingesetzte Isis-Terroristen, sondern eben auch viele, die wohl Umsiedler sind, aber keine Flüchtlinge im engeren Sinne.

Dazu ein interessanter Facebookpost, den Karoline Seibt auf ihrem Profil bei dem sozialen Netzwerk zitiert:

„Ihr Lieben, ich muss mich noch Mal äußern zu dem – wie ich es nenne – „Umvolkungsprogramm“ der EU, das jeder auf der Webseite der Europäischen Kommission schwarz auf weiß nachlesen kann – denn mit dieser sog. „Migrations-Agenda“ verstehen wir besser, dass Merkel nichts anderes tut, als brav genau dieses Programm umzusetzen:

In der Migrations-Agenda der Europäischen Kommission wird fast ausschließlich von „migrants“ gesprochen – nie von „refugees“, als die sie uns ja lange verkauft wurden.

Es ist ganz klar ein Migrationsprojekt, ein Neuansiedlungsprojekt, ein Umvolkungsprojekt – darum sind ein paar Politiker wahrscheinlich auch gerade so ausgeflippt, weil Bettina Kudla (CDU) sich „verplappert“ hat.

„Migrants who have been legally admitted by Member States should not be faced with reluctance and obstruction – they should be given every assistance to integrate in their new communities. This should be seen as central to the values. Europeans should be proud of and should project to partners worldwide.“

Es wird auch ganz klar gemacht, um welche Migranten es in dem „Neuansiedlungsprogramm“ geht:

„The priority regions for resettlement will include North Africa, the Middle East, and the
Horn of Africa…“ (Seite 20)

Natürlich sollen auch die Herkunftsländer finanziell profitieren, denn die Möglichkeiten der Geld-Überweisungen in diese Länder sollen „billiger, vereinfacht und sicherer“ werden (Seite 17).

Und es geht offensichtlich um „Migration“ um jeden Preis: „…even if the case for legal migration will always be difficult at a time of high unemployment and social change, it is important to have in place a clear and rigorous common system, which reflects the EU interest, including by maintaining Europe as an attractive destination for migrants“.

Selbstredend, dass für die Umsetzung dieses Projektes Milliarden unserer Steuergelder eingeplant sind.“

Karoline Seibt bemerkt dazu sehr treffend: „Jetzt verstehe ich, was Merkel meint, wenn sie sagt, vielleicht habe sie ihre Flüchtlingspolitik nicht ausreichend erklärt.“

Foto: Eine Flüchtlingskolonne in Slowenien, begleitet von Militär und Polizei (c) By SV [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)%5D, via Wikimedia Commons