(David Berger) Was würden wir nur ohne die AfD machen? Diese Frage fiel mir ein, als ich beim Scrollen durch Facebook das Wahlkampfplakat einer jungen FDP-Politikerin aus Mecklenburg-Vorpommern sah. Cécile Bonnet-Weidhofer heißt die Gute, die sich das nahezu Unmögliche zum Ziel gesetzt hat: mit der FDP in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern einzuziehen.

Die Liberalen liegen derzeit in der Heimatregion der Kanzlerin bei 3 %, Tendenz rückläufig. Dabei zog das Winken mit dem französischen Namen (Migrationshintergrund!) offensichtlich genauso wenig wie das Argument der hoffnungsfrohen Jugend, der die Zukunft (zumindest in der Eigenperspektive) ja automatisch gehört. So wurde als letzte Rettung die AfD gefunden, die derzeit dabei ist, sich zur stimmenstärksten Kraft in dem nordöstlichen Bundesland zu entwickeln. Scheinbar war die Idee, dass man zumindest die wenigen, die nicht AfD wählen werden, irgendwie gewinnen könnte, leitend. Und das Vertrauen darauf, dass der immer wieder neu beschworene Zauberspruch“gegen die AfD“ in jeder noch so verzweifelten Situation nicht nur gut klingt und sich des Applauses der Massen und ihrer Medien sicher sein kann, sondern auch wirklich weiterhilft.

Eigentlich hätte man ehrlicherweise sagen müssen: „Jede Stimme für Cécile ist – angesichts der 5%-Hürde – eine verlorene Stimme!“

Klingt nicht gut. Das bemerkte sogar Cécile und machte stattdessen die Devise zu ihrem Wahlkampfmotto:  „Jede Stimme für Cécile ist eine gegen die AfD!“

Wir lernen daraus: Wenn gar nichts mehr weiterhilft, dann kommt die AfD wie gerufen. 

cecile fdp

Wenn wir schon das Thema „Migranten“ kurz angesprochen haben: die heldenhafte Cécile ist kein Einzelfall. Auch bei den jüngsten Wortmeldungen aus der CDU fragt man sich, was diese Partei ohne die AfD täte. Wie könnten Politiker nun auf einmal frei heraus sagen, dass sie auf deutschen Straßen keinen Burkas begegnen und kriminell gewordene Migranten ausweisen sowie die doppelte Staatsbürgerschaft wieder abschaffen wollen, gäbe es als entschuldigenden Faktor nicht das dunkle Reich des Bösen, dem man irgendwie begegnen muss? Angesichts dessen man demonstrieren muss, dass solche Forderungen auch im Lichtreich der Union möglich sind …

Wichtig ist die AfD ebenfalls für jene, die angesichts des Mauerfalls und des Zusammenbruchs des Kommunismus auch ihre persönliche Identität zunehmend schwinden sahen. Mit jedem neuen Prozentpunkt für die AfD bei der Sonntagsfrage werden ihre Phantasien von einem Rechtsrutsch in Deutschland enorm angeregt. Und dank des Schreckensbildes eines neuen Faschismus feiert der längst im „Haus Abendfrieden“ mit Lungenmaschine und Inkontinenzbeuteln ausgestattete „Antifaschismus“ eine mit den höheren Weihen des Bundesjustizministeriums getaufte Wiedergeburt.

„Gipfel gegen rechts“ werden einberufen und der „antifaschistische Schutzwall“ ersteht zumindest virtuell neu in den sozialen Netzwerken – aufgebaut von Ex-Stasi-Informantinnen und antideutschen, hyperaktiv ihren Hass verbalisierenden Ex-Piratinnen, deren Schießbefehl nun 30-Tage-Sperrung des Profils und Löschung heißt. All das wäre nicht möglich ohne die Drohkulisse „AfD & Co“.

Auch für Behörden und Medien ist die Existenz der AfD eine große Hilfe. Wenn Attentäter, wie bei dem jüngsten Massaker von München, bei der Obduktion ihrer Körper nicht mehr „Allahu Akbar“ rufen und keine Tätowierungen auf der Stirn aufweisen, die die Verbindung hin zu einem der islamischen Staaten beweist, muss man auch beim bösesten Willen davon ausgehen, dass es sich um Einzeltäter handelt, deren Untat mit dem Islam nun wirklich gar nichts zu tun hat.

Dann gibt es nur noch eine Möglichkeit, um sich den Amoklauf des jungen Mannes zu erklären: Er muss ein mehr oder weniger heimliche Anhänger der AfD gewesen sein!

Und dann sollten wir schließlich eine ebenso lautstarke wie bemitleidenswerte „Randgruppe“ nicht vergessen, die queere „Community“ – gemeint sind die Homosexuellenverbände, die etwa in Berlin derzeit ihr die unterschiedlichsten Menschen verbindendes Wir-Gefühl von einem verbissenen Kampf gegen die AfD herleiten. Waren in den Vorjahren interne Grabenkämpfe bestimmend, die zeitweise zu vier verschiedenen Paraden zum sog. Christopher-Street-Day führten, hat man nun endlich einen gemeinsamen Feind entdeckt.

Rechtsanwältinnen und Travestiedarsteller, die sich vor wenigen Jahren noch heimlich nachts gegenseitig Kot in ihre Briefkästen schmierten, weil jede die jeweils falsche Schwulengruppe in Berlin unterstütze, sitzen nun friedlich beisammen und sind beschwingt, nein nicht von Crystal Meth und Prosecco, sondern vom Gefühl als heldenhafte Kämpferinnen gegen den braunen Zeitgeist in die Geschichte des Nollendorfkiezes einzugehen. Und wer hat’s möglich gemacht? Die AfD!

Fazit: Wenn es die AfD nicht gäbe, müsste man sie schleunigst erfinden. Die AfD dient nicht nur als perfekter Lückenbüßer, um alles Böse der Welt irgendwie erklärlich zu machen. Für die weitgehend Identitätslosen ist sie auf ihrer verzweifelten Suche nach eigenem Sinn zu einer Art negativer Sinnfindungsinstanz geworden.

Diejenigen, die absolute Grenzenlosigkeit und Offenheit zu ihrer Leit-Ideologie gemacht haben, suchen nun ihre Identität in der geradezu fanatischen und totalitär anmutenden Abgrenzung. Eine Paradoxie, die die Schizophrenie dieser Menschen offen legt und Erfolglosigkeit geradezu garantiert.

Und wer ist schuld daran, dass man in sich nach der Abgrenzung von fruchtbarem Land wieder in den alt bekannten Wüsten findet? Na, Sie wissen es schon: die AfD!

 

Foto: AfD-Mitglieder werden an ihrem Stand auf dem lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin von Vertetern der Homoverbände aus Linken, Grünen, SPD und CDU beschimpft (c) Gerhard Oestel

9 Kommentare

  1. Was wäre seinerzeit ohne die Grünen gewesen ?
    Es wird IMMER eine “ Alternative“ geboten – was am Ende herauskommt ist z.B. ein Vize/ Außenminister ( einziger “ Berufs-Abschluss “ = ein Taxi-Schein) … erst grün, dann rot und letztlich schwarz.
    Welcher Politiker bzw. Minister hat denn noch Ausbildung zum ihm anvertrauten Ressort ?
    Wenn Max Mustermann oder Lisa Mustermann sich selbstständig machen wollen werden NACHWEISE gefordert ob sie in dem betreffenden Berufsfeld genügend Lehren/ Prüfungen bestanden haben – während die Minister-Ämter so beliebig gewechselt werden wie Hemden, siehe allein die Ursula … was die alles kann ( ohne jedwede Berufsausbildung).
    Es kommt doch nur darauf an an den Futtertrog zu gelangen – allein das ein Lucke über AfD-Stimmen (!) ins EU-Parlament kam – mit entsprechendem Einkommen und Abnicken der geforderten, derzeitigen Richtung … – spricht Bände. Er hätte als “ Alfa“ von GANZ vorne anfangen müssen, sprich umgehend zurück auf Los gesetzt werden müssen.
    Wurde er aber nicht …

    Wenn ich mir aktuell die Lage anschaue, weit über den Tellerrand D hinaus, wird mir Angst und Bange !
    Alles was ich sehe war schon X-Mal da – stets mit verheerenden Folgen für die, die letztlich ihren eigenen Untergang erarbeiteten …
    Aber im Heute wird es ggf. wesentlich härter zugehen als jemals zuvor – denn nicht die Ziele haben sich verändert, aber die Mittel.

    Es wird so gern von Globalisierung geredet – gleichzeitig werden aber die Völker/ Kulturen/ Religionen ( global) gegeneinander gehetzt … Was bedeutet das erst wenn ALLE verstanden haben wie der politisch/ religiöse Hase läuft kann das unfaire “ Hase vs. Igel- Rennen“ beendet werden.
    Ich befürchte “ DIE“ schaffen das noch einige Zeit … … weiter. Weil “ WIR“ in der Tat immer wieder auf diese politisch/ geistlich gemeinschaftlich agierenden Organisatoren hereinfallen.

    Im Hier leiden um im Jenseits das Paradies zu erfahren … da tun sich ALLE “ Bücher-Religionen/ Ideologien “ gleichsam wider die wahre (!) göttliche Natur gegenseitig nix !

    Betrachten wir die Behütung der heutigen “ Hohen Priester“ – sie sind fast identisch mit denen des “ Baals-Kult“ – woraus im Volksmund “ Beelzebub “ wurde … …

    Ich möchte mir nicht vorstellen wo die Menscheit heute sein könnte ohne die religiösen Störfaktoren – denn das die Erde keine Scheibe ist … ist nur EIN Beispiel von vielen, vielen andern wo heftigst entgegengewirkt wurde …
    Dazu nur angemerkt das Thema “ Freie Energie“ – ginge (!) – ist aber nicht gewollt in Zeiten der Ausbeutung des “ schwarzen Goldes = Öl “ …

    Wurden seinerzeit Völker vernichtet um ( christliche) goldene Altäre zu errichten, werden heute Völker ins Verderben bebomt wegen Gas/Öl …

    Und wer meint das die derzeitige “ Freundschaft“ mit dem Islam ( in Ländern mit viel, viel Ölvorkommen vorherrschend ) Frieden bringt, dem sei gesagt das dies wieder etliche Opfer kosten wird – und wieder einige Wenige … noch reicher machen wird – dabei nimmt NIEMAND mehr mit als das mit dem er kam = nämlich nichts !
    Mir scheint das es genau daran liegt , das dieser Kampf schon so lange dauert – immer wenn diejenigen verstorben sind die noch warnend einschreiten könnten, beginnt ein erneuter Angriff …
    Derzeit in D gut zu sehen – wenn man denn sehen will …

  2. Ich ergänze hier einen Kommentar, der auf Facebook gefallen ist, um ihn nicht der schnellen Vergesslichkeit des sozialen Netzwerks anheim zu geben: „Es fehlte mir aber ein Bezug zum Selbsthass vieler Homosexueller, der angesichts deren wirrer Handlungen unzweifelhaft bestehen muss. Lieber gesellen diese sich zu denen, die sie hassen (bzw. mehr hassen), damit diese später weiter jammern können, wenn sie weiter rechtlich benachteiligt werden. Und ferner würde das Communityleben doch bei der Umsetzung gleicher Rechte aussterben.“

    • das communityleben ist der bremsblock für die akzeptanz in der gesellschaft. wer sich in seiner community lebenslang bequem einrichten und verstecken kann, muss sich weder ständig outen, noch mit dem rest der gesellschaft auseinandersetzen.

      die helden der queer community sind heute meist tragische feiglinge.

  3. Machen wir uns doch nicht vor – die AfD ist das Ergebnis der etablierten Parteien, die über Jahre den Willen der Wähler mit Füßen getreten haben – vor allem bei dem Thema „Zuwanderung“. Die AfD hat dieses Thema aufgenommen und schlachtet es jetzt entsprechend aus. Eigentlich hatte man mal das Thema „Euro“, dies ist zwischenzeitlich völlig in den Hintergrund getreten! Persönlich halte ich die AfD nicht für eine Alternative für Deutschland, sondern im Moment ist sie die Klatsche für die etablierten Parteien und vielleicht sogar eine gewisse Regulation für die zukünftige Entwicklung in unserer Gesellschaft! Es ist doch bezeichnet – ausgerechnet ein Politiker der Grünen fordert die Abschiebung von kriminellen Flüchtlingen!

  4. Sehr guter Artikel, trifft besonders die Befindlichkeit der entwurzelten Ostdeutschen. Man hat ihnen im goldenen Westen keine Heimat gegeben, sondern nur Anfeindungen und böswillige Unterstellungen.

  5. Die AfD ist eine respektable Partei!

    Ich habe eine große Schnittmenge mit den politischen Positionen der AfD.

    Es ergibt keinen Sinn, Millionen Menschen aus Afrika und Asien nach Deutschland umzusiedeln.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph

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