David Berger

Berger Pressefotoklein (c) Jo Goede

Als Herausgeber von ‚Theologisches‘ war der habilitierte Theologe David Berger fest verankert in traditionalistischen Zirkeln. Dann outete er sich als homosexuell und schrieb ein Buch über die Doppelmoral eines ‚krass homophoben‘ Milieus, das gleichzeitig viele Schwule anziehe. Auf niemanden wurde auf kreuz.net so eingedroschen wie auf den Kölner Theologen, bis hin zu Morddrohungen. Seit seinem Outing sind zwei Jahre vergangen. Berger lebt jetzt in Berlin. In seiner Altbauwohnung stapelt sich die Fachliteratur bis unter die Decke. Es gehe ihm gut, sagt der athletische Mittvierziger“ (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2012)

Curriculum vitae: Dr.phil. Dr.theol. David Berger

Kurzform:

David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch Der heilige Schein über seine Arbeit im Vatikan als homosexueller Mann. Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Homomagazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritk. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die ZeitJunge Freiheit, The European). Seine Bibliographie wissenschaftlicher Schriften umfasst ca. 1.000 Titel.

Ausführliche Biographie

Geboren am 8. März 1968 in Würzburg. Aufgewachsen in verschiedenen süddeutschen Städten. Gymnasium und Internat bei den Benediktinern der Abtei Münsterschwarzach.

1989 Abitur. Im selben Jahr lernt er im November seinen Lebenspartner Klaus Krauß kennen.

Studium der Philosophie, Theologie und Germanistik in Würzburg, Köln, Dortmund und Lublin (Polen). An der katholischen Universität Lublin Habilitation im Fach Dogmatik

Ab 1995 regelmäßiger Autor für „Die Tagespost“, wissenschaftliche Fachzeitschriften („Angelicum“, „Gregorianum“, „Divinitas“, „Antonianum“, „Trierer Theologische Zeitschrift“, „Neue Ordnung“ u.v.a) und Lexikonprojekte (BBKL).

Bis 2017 zahlreiche wissenschaftliche Monographien zu Thomas von Aquin und der mittelalterlichen Philosophie (u.a. bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft u.a. Fachverlagen)

1998 Promotion zum Dr. phil. bei Prof. Thomas Ruster mit einer Arbeit zu „Natur und Gnade“

2000-2012 Gymnasiallehrer in Erftstadt (Ville-Gymnasium)

2003 Professor an der Päpstlichen Akademie des hl. Thomas von Aquin im Vatikan sowie Chefredakteur der katholischen Monatsschrift „Theologisches“

David Berger Schloss Leopoldskron.JPG2004 Vizepräsident der Deutschen Thomas-Gesellschaft, Herausgeber des Jahrbuchs „Doctor Angelicus“.

2005 Habilitation in systematischer Theologie (Dr. habil. theol.) an der Universität Lublin und Aufnahme in den Ritterorden von Jasna Gora

2009 Lektor der Vatikanischen Glaubenskongregation

April 2010 aufsehenerregendes Outing in der Frankfurter Rundschau.

Juni 2010 Entlassung aus der Päpstlichen Thomasakademie.

November 2010 erscheint sein autobiographischer Bestseller „Der heilige Schein“ (7 Auflagen, 2 TB-Aufl.)

Mai 2011 Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis durch Kardinal Meisner von Köln.

Ab Oktober 2012 Koordination  der Kampagne „Stoppt kreuz.net“ im Auftrag des Bruno Gmünder Verlags von Berlin aus.

Ab Mai 2013 Chefredakteur von Deutschlands größtem schwulen Livestylemagazin „Männer“.  Im Februar 2014 wird er wegen angeblicher Islamophobie als Chefredakteur entlassen. Die „taz“ schreib damals – und der Text wurde zu seinem Lieblingszitat:

taz

Seit Januar 2014 lebt und arbeitet er abwechselnd in Berlin, Würzburg und Nizza (Südfrankreich).

Juni 2016 Start des Blogs „Philosophia Perennis“, der pro Monat durchschnittlich 2 Mio Klicks verzeichnet.

September 2017 Mitglied der WerteUnion Deutschland.

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Ritter von jasna Gora
David Berger im Ornat der Ritter von Jasna Gora

Mehr als 1000 theologische und philosophische Fachbeiträge in zahlreichen großen wissenschaftlichen Magazinen für Philosophie und Theologie sowie Lexika (BBKL usw.).

Interviews/Talks mit ARD (Tagesschau, Anne Will usw.), ZDF, RTL (Spiegel-TV und Stern-TV), Sat1, Spiegel, Spiegel-Online, ZEIT, Süddeutsche, El Pais (Madrid).

Regelmäßiger Mitarbeiter (früher und heute) von der „ZEIT“, „Compact“, „taz“, „Huffington Post“, „Tichys-Einblick“, „Junge Freiheit“, „JouWatch“ sowie dem Debattenmagazin „The European“ (Kolumne „Schubaldenfrei“).

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Aus Bergers jüngstem Gastbeitrag in der ZEIT (Fühlt sich übel an, ZEIT, 13.07.2017 (Print), S.50):

„Seit dem Erscheinen meines Buches Der Heilige Schein im Herbst 2010 galt ich als liberaler Kirchenkritiker, dem Spiegel wie Zeit mehrfach Raum für Interviews gaben. Der Spiegel lobte, ich hätte ‚ein Ende der kirchlichen Schwulendiskriminierung verlangt‘. Bin ich also ein Liberaler? Oder ein Rechtsradikaler?

Tatsächlich ist die heiße Liebe einiger Journalisten zu mir erkaltet, und bei Augstein findet sich auch ein Hinweis, warum. Er kritisiert, dass in meinem Blog die Rede sei von ‚Islamisten, die Homosexuelle von Dächern werfen‘. In der Tat. Ich habe irgendwann begonnen, die Homophobie nicht nur im Christentum, sondern auch im Islam scharf zu geißeln. Das war der Wendepunkt. Nun erntete ich Kritik von links und avancierte vom aufklärerischen Vorzeige-Homo zum islamophoben Rechten.“

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Von dem Wikipedia-Beitrag über meine Person kann ich nur abraten, über Jahre haben dort fundamentalistische Katholiken, linksextreme Arbeitslose usw. ihren Frust abgeladen, so dass eine obskure Sammlung entstanden ist, die nur einen Aussagewert hat, wenn man sich der Bergerphobie nähern will.

Dafür gibt es bei Pluspedia, der seriösen Alternative zur Wikipedia, einen neutralen Beitrag, der die wichtigsten enzyklopädischen Kriterien erfüllt: ⇒ David Berger bei Pluspedia