
In der brandenburgischen Stadt Zehdenick im Landkreis Oberhavel hat eine Neuwahl für das Bürgermeisteramt stattgefunden. Dabei wurde der AfD-Kandidat René Stadtkewitz mit deutlicher Mehrheit zum neuen hauptamtlichen Stadtoberhaupt gewählt. Er erhielt 58,4 Prozent der abgegebenen Stimmen und lag damit klar vor seinem Mitbewerber von der FDP.
Stadtkewitz, der zuvor als Berliner CDU-Abgeordneter politisch aktiv war und später der Partei Alternative für Deutschland beigetreten ist, übernimmt damit erstmals ein direkt gewähltes Bürgermeisteramt in Brandenburg als Vertreter der AfD. Es handelt sich zugleich um einen der ersten Fälle, in denen ein AfD-Politiker in Brandenburg ein kommunales Spitzenamt dieser Art durch Direktwahl gewinnt.
Bereits zuvor gab es im Land einen hauptamtlichen Bürgermeister mit AfD-Parteibuch: Arne Raue, der die Stadt Jüterbog führte. Raue war jedoch bei seinen Wahlerfolgen in den Jahren 2011 und 2019 zunächst als parteiloser Einzelkandidat angetreten und trat erst später der AfD bei. Im Jahr 2025 wechselte er in den Deutschen Bundestag.
Die Neuwahl in Zehdenick war notwendig geworden, nachdem der bisherige Bürgermeister Alexander Kretzschmar (parteilos) im Zuge politischer Auseinandersetzungen abgewählt worden war. Kretzschmar hatte sein Amt erst kurz zuvor angetreten und sich nach wenigen Wochen durchgehend krankgemeldet, ohne jedoch seinen Rücktritt zu erklären. Die Stadt mit rund 13.000 Einwohnern war daraufhin vorzeitig zur Neuwahl verpflichtet.
Bereits im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit
Mit dem klaren Wahlergebnis erhält Zehdenick nun eine neue politische Führung. Stadtkewitz kündigte an, das Amt unmittelbar anzutreten und die Arbeit der Stadtverwaltung aufzunehmen.
Der Landesvorsitzender der AfD Brandenburg, René Springer feiert den Wahlsieg von René Stadtkewitz in Zehdenick als bedeutenden Erfolg für die AfD in Brandenburg. Er hebt hervor, dass Stadtkewitz bereits im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit erzielt habe, was aus seiner Sicht ein klares Signal der Wähler sei.
Springer bedankt sich bei den Bürgern für das Vertrauen und interpretiert das Ergebnis als Wunsch nach einer Politik, die stärker auf die Interessen der Bevölkerung ausgerichtet sei. Aus seiner Sicht zeige die AfD damit, dass sie sich von einer reinen Protestpartei zu einer fest verankerten politischen Kraft entwickelt habe. Zudem sieht er in dem Wahlergebnis einen möglichen Trend für Brandenburg und kündigt an, dass künftig weitere kommunale Spitzenämter von AfD-Kandidaten gewonnen werden könnten.
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