Hauptzeugin des „Spiegel“ schauspielert sich in schusssicherer Weste um Kopf und Kragen

(David Berger) Der Spiegel ist im Rahmen der „Fernandes-Kampagne“ auf einen schmutzigen Boulevard-Konflikt hereingefallen, hat sich selbst auf Klatschblatt-Niveau begeben und versucht, dies als politisch bedeutsam darzustellen. Die widersprüchlichen Aussagen von Collien Fernandes machen unklar, ob die verbreiteten Fotos überhaupt ein Gesicht zeigten. Es geht nicht mehr um relevante Vorgänge, sondern um eine triviale Boulevardgeschichte, die der Spiegel neben Fälle wie Epstein oder Pelicot gestellt hat. Dieses Vorgehen rückt die seriösen Journalisten im eigenen Haus in ein schlechtes Licht.

Die Glaubwürdigkeit des Staatsfunks sowie der etablierten Medienhäuser ist in den vergangenen Jahren, spätestens seit der komplett in den Propagandastil abgefallenen Berichterstattung in der Corona-Hysterie auf einem nicht gekannten Tiefpunkt angekommen. Statt sich nun um eine Rückgewinnung an Vertrauen ihrer Konsumenten zu bemühen, scheint man genau das Gegenteil zu tun. Die Skandale rund um die von diesen Medien verbreiten Fakenews oder mit Halbwahrheiten gefütterten Kampagnen im Sinne linksgrüner Ideen scheinen in immer rascherer Folge aufzufliegen.

Denken wir dabei nur an die jüngsten juristischen Urteile zu den Correctiv-Lügen zu der sog. Potsdam-Konferenz, die von den genannten Medien eifrig verbreitet, zu Massendemonstrationen in Deutschland führten. Auf solche hatte man bei der jüngsten perfiden Kampagne, die der Aushöhlung unseres Grundgesetzes und des Rechtsstaat dienen sollte, offensichtlich auch gehofft: der Fernandes-Story. Auch hier spielt der „Spiegel“ eine ähnliche Rolle.

Gruseliger Journalunken-Aktivismus

Man mag von NIUS und dem Journalisten Julian Reichelt halten, was man will, aber mit seiner jüngsten Abrechnung mit dem „Spiegel“ formuliert er kurz und knapp eine Beurteilung, die ins Schwarze trifft:

„Machen wir uns nichts vor: Der Spiegel ist auf einen der schmutzigsten Rosenkriege der deutschen Boulevard-Geschichte reingefallen, hat sich zum Goldenen Blatt gemacht und wollte uns das als politisch brisant und relevant verkaufen. Inzwischen ist laut der wirklich atemberaubend selbstzerstörerischen Aussagen von Collien Fernandes nicht mal mehr klar, ob die verschickten Fotos ein Gesicht, also eine scheinbare Fernandes zeigten, plötzlich redet sie von Fotos, die man keinem realen Menschen zuordnen könnte.

Hier geht es längst nicht mehr um Vorgänge, die irgendwen was angehen, sondern um eine trashige und bedrückende Bunte-Story, die der Spiegel in eine Reihe mit Epstein und Pelicot stellen wollte und damit aufgeflogen ist. Gruseliger Aktivismus, der all die verbliebenen ordentlichen Reporter beim Spiegel und bei Spiegel TV beschämt. Das ist schwerwiegender als Relotius.

Die Hauptzeugin des Spiegel schauspielert sich in schusssicherer Weste um Kopf und Kragen, das angeblich so dramatische Verfahren in Spanien wird nicht mal mehr verfolgt. Und mit diesem Schmierentheater sollte uns die nächste Einschränkung der Meinungsfreiheit schmackhaft gemacht werden – und fast alle Medien haben mitgemacht. Das ist alles nur noch haarsträubend.“

Sturmgeschütz der Staatspropaganda

Kurzum: Das einstige Sturmgeschütz der Demokratie und Leitmedium für eine offene Gesellschaft ist zum boulevardesken Propagandablättchen korrupter und finanzstarker Machtgieriger geworden, die undemokratisch das Volk verachten und die auf die dort weiterhin verbreitete Relotius-Ethik setzen.

Dass der Spiegel dabei weiter Leitmedium für eine Meute an Journalunken bleibt, die in den sich kaum mehr unterscheidenden Propagandablättchen von der Süddeutschen bis zu taz, das nachbeten, was er vorgibt, ist vielleicht für diese Medienerzeuger ein Trost. Als Wermutstropfen in diesem Becher billiger Freude bleibt allerdings die Tatsache, dass die Auflage des Relotius-Magazins seit 2020 um rund 30.000 verkaufte Exemplare gesunken ist.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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