(David Berger) Was als dreister Diebstahl begann, endete in einer brutalen Gewaltorgie: Am helllichten Tag eskalierte die Situation am Berliner U-Bahnhof Kottbusser Tor völlig. Zwei Männer sollen einer Frau Geld entrissen, sie und ihren Begleiter attackiert und schließlich sogar mit einer Axt auf ihre Opfer eingeschlagen haben. Die Polizei nahm die Tatverdächtigen kurz darauf fest – doch die Ermittlungen laufen weiter. Eine Polizeimeldung, die es in sich hat:
„Zwei Männer wurden gestern Nachmittag nach einem räuberischen Diebstahl in Kreuzberg festgenommen. Nach derzeitigem Kenntnisstand soll ein 28-Jähriger, der in Begleitung eines 24-Jährigen war, gegen 14:20 Uhr auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Kottbusser Tor einer 41-Jährigen 20 Euro aus der Hand gerissen haben.
Anschließend soll er die Frau und ihren 38-jährigen Begleiter geschlagen haben. In der Folge soll der angegriffene 38-Jährige ein Messer gezogen und Stichbewegungen in Richtung des 24-Jährigen ausgeführt haben.
Das mutmaßliche Diebstahls-Duo soll wiederum eine Axt gezogen und mehrmals in Richtung der Frau und des Mannes geschlagen haben. Zum Ort gerufene Polizeieinsatzkräfte nahmen den 24-Jährigen und den 28-Jährigen noch in der Nähe, außerhalb des Bahnhofs, fest. Das Geld und die Axt fanden die Einsatzkräfte bei ihnen nicht.
Eine Axt wurde jedoch etwas später in einem Mülleimer aufgefunden und sichergestellt. Der 38-Jährige erlitt im Zuge der Auseinandersetzung Verletzungen im Gesicht, die er jedoch zunächst nicht behandeln lassen wollte. Die beiden Festgenommenen wurden der Kriminalpolizei der Polizeidirektion 5 (City) überstellt, welche die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Sie dauern an.“
Wussten schwedische Austauschstudenten nichts von Waffenverbotszone?
Dass so etwas passieren kann, ist erstaunlich, ist das Kottbusser Tor doch offiziell schon 2025 eine Waffen- und Messerverbotszone. Dort ist das Führen von Messern grundsätzlich verboten – und zwar alle Arten, auch kleine Taschenmesser. Das Verbot gilt auch für Äxte. Denn in der Verbotszone rund um das Kottbusser Tor sind nicht nur Messer untersagt, sondern grundsätzlich alle gefährlichen Gegenstände bzw. Waffen.
Wie es dennoch zu dem Vorfall kommen konnte, wird derzeit noch von Politikern kontrovers erörtert. Davon dass es sich bei den Protagonisten aber um schwedische Austauschstudenten handelt, können wir vermutlich ausgehen.
***
Dieser Blog ist auf Ihre Unterstützung angewiesen! Auch die finanzielle. Wenn Sie unsere Arbeit gut und wichtig finden, dann können Sie das u.a. hier zeigen:
Entdecke mehr von Philosophia Perennis
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.







