(David Berger) Am heutigen 20. Februar 2026 wurde ein neues Kapitel der deutschen Medienlandschaft aufgeschlagen: Mit der „Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (OAZ) ist nun die erste Ausgabe des seit langem erwarteten ostdeutschen Mediums erschienen – gedruckt und digital zugleich.
Dreieinhalb Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung wagt ein journalistisches Projekt den Sprung auf den Zeitungsmarkt, das sich von Beginn an ambitionierte Ziele steckt. Die OAZ will laut Chefredaktion eine echte Stimme für Ostdeutschland sein und dabei ostdeutsche Perspektiven in den gesamtdeutschen Diskurs einbringen – ein Ansatz, der in der Branche bislang selten in dieser Breite vertreten war. Chefredakteur der OAZ ist der vielen Lesern von PP bereits bekannte Florian Warweg.
„Einfach nur cool!“: Das sagt Verleger Holger Friedrich zum OAZ-Start. pic.twitter.com/padyfYprTD
— Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (@OstdeutscheAZ) February 20, 2026
Die neue Publikation erscheint im neu gegründeten Ostdeutschen Verlag, der zur Ostdeutschen Medienholding GmbH gehört – dem Konzern, in dem seit einigen Jahren auch die „Berliner Zeitung“ aufgegangen ist. Unter der Leitung von Chefredakteur Dorian Baganz, der zuvor beim Wochenblatt „Der Freitag“ tätig war, soll die Zeitung nicht nur informieren, sondern auch Debatten anregen. Geschäftsführer ist Dirk Jehmlich, der Erfahrung im Aufbau neuer Medienmarken mitbringt.
Ein Medium, das die Mächtigen tatsächlich kontrolliert
Die OAZ startet mit einer gedruckten Wochenendausgabe, die freitags erscheint, und einem täglichen digitalen Angebot inklusive E-Paper. Die erste gedruckte Ausgabe kommt mit einer Auflage von rund 43 000 Exemplaren auf den Markt und wird bundesweit, vor allem in Ostdeutschland, vertrieben.
Morgen ist ein besonderer Tag. Ein Tag, an dem aus Ideen Realität wird. Ein Tag, an dem aus Konzepten ein echtes Medienprodukt wird. Und ein Tag, an dem aus „bald“ endlich „jetzt“ wird. pic.twitter.com/72d2mtSSQY
— Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (@OstdeutscheAZ) February 18, 2026
Doch soll die OAZ auch den Westen bereichern. Die „Berliner Zeitung“ schreibt über die kleine Schwester: „Gerade weil die neueste Zeitung Deutschlands aus dem Osten kommt, darf, nein, soll, sie auch im Westen gelesen werden. Denn das, was dem Osten gefehlt hat, fehlt dem ganzen Land. Ein Medium, das die Realität nicht zugunsten der Weltbilder entrückter Eliten verbiegt und ihre Leser belehrt. Eine Berichterstattung, die erklärt, wie es zu der Lage kam, in der wir alle uns heute befinden. Ein Medium, das die Mächtigen tatsächlich kontrolliert, die Verantwortlichen beim Namen nennt und der demokratischen Willensbildung ein faires Spielfeld bereitet. Gerade in der schwersten Krise der Bundesrepublik nicht nur ein lohnendes, sondern ein unverzichtbares Unterfangen.“
Alternativ erfolgversprechend
Die Gründung der OAZ fällt in eine Zeit, in der klassische Medienhäuser unter wirtschaftlichem Druck stehen und in vielen Regionen Redaktionen schrumpfen – gerade vor diesem Hintergrund ist der Start einer neuen Zeitung bemerkenswert, aber zugleich unter dem Aspekt ihrer alternativen Ausrichtung auch erfolgversprechend: In diesem Sinne einen guten Start und viel Erfolg!
Entdecke mehr von Philosophia Perennis
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.








