Freitag, 6. Februar 2026

Generation Lockdown: 12-Jähriger soll Yosef (14) ermordet haben

(David Berger) Die Polizei in Nordrhein-Westfalen ermittelt nach dem gewaltsamen Tod eines 14-jährigen Jungen namens Yosef aus Dormagen. Die Leiche des Jugendlichen wurde Ende Januar an einem See im Bereich des Stadtteils Hackenbroich von einem Spaziergänger entdeckt. Erste Untersuchungen ergaben, dass der Junge an mehreren Stich- und Schnittverletzungen gestorben ist, was auf ein Tötungsverbrechen hindeutet.

Die Obduktion durch die Rechtsmedizin bestätigte, dass es sich nicht um einen Unfall handelte. Der Zustand der Verletzungen lässt darauf schließen, dass der 14-Jährige mit einem Messer getötet wurde. Konkrete Details zum Tatablauf sind jedoch noch Teil der laufenden Ermittlungen.

Geplante Tat

In einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung teilte die Polizei nun mit, dass ein Kind als tatverdächtig gilt: „Wie die „Bild“ berichtet, gehen die Ermittler von einer geplanten Tat aus. Nach ersten Erkenntnissen handelte der Verdächtige alleine. Die Ermittler kamen ihm offenbar über eine Auswertung von Yosefs Handydaten auf die Spur, heißt es in dem Bericht.“ (Quelle)

Aus Gründen des Jugend- und Persönlichkeitsschutzes werden keine näheren Angaben zu der verdächtigen Person gemacht. Die Mordkommission „Waldsee“ hat die Ermittlungen übernommen und arbeitet weiterhin daran, den genauen Hergang aufzuklären.

Ermittler bitten um weitere Hinweise

Die Nachricht vom Tod des Jugendlichen hat in der nordrhein-westfälischen Stadt große Bestürzung ausgelöst. Tausende Menschen nahmen bereits an einem Trauerzug teil, um dem Jungen zu gedenken. Für Freitag war eine öffentliche Trauerfeier auf dem Kunstrasensportplatz im Stadtteil Delhoven geplant, um der Familie und der Gemeinschaft die Möglichkeit zu geben, gemeinsam Abschied zu nehmen.

Die Ermittler bitten weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Konkrete Motivlage oder weitere Hintergründe zur Tat sind bislang nicht öffentlich bekannt gegeben worden. Die Ermittlungen dauern an.

Immer mehr schwer kriminelle Kinder

Fachleute weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Straftaten von Kindern unter 14 Jahren in den letzten Jahren in erschreckender Weise zugenommen haben, besonders bei Gewalt- und Sexualdelikten. Experten fordern daher niedrigere Altersgrenzen für die Strafmündigkeit und mehr pädagogische Maßnahmen, wenn Kinder bereits stark gewalttätig auffällig werden.

Inzwischen belegen immer mehr Studien, dass Studien, dass die Zahlen psychischer Probleme bei Kindern und Jugendlichen nach den Corona‑Lockdowns deutlich gestiegen sind. Eine repräsentative Studie aus Deutschland mit knapp 1.600 Familien zeigt sehr deutliche Zunahmen im Vergleich zu Messungen vor der Pandemie: Psychische Probleme insgesamt bei Kindern und Jugendlichen stiegen von 9,9 % vor der Pandemie auf 17,8 % während der Pandemie. Angstgefühle wurden von 14,9 % auf 24,1 % erhöht. Depressive Symptome traten bei etwa 25 % der Kinder und Jugendlichen auf.


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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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