Freitag, 2. Januar 2026

Heute vor 534 Jahren: Befreiung Spaniens von den muslimischen Invasoren

«Que se erija una gran cruz en la Torre más alta. Habrá de verse desde el último rincón de la ciudad, Granada es cristiana y todos deben saberlo»

(David Berger) Heute vor 534 Jahren vollendete Isabella die Katholische, die bedeutendste Politikerin, die Europa seit der Renaissance hervorgebracht hat, nach dem Fall von Granada die Wiedervereinigung Spaniens und beendete damit die muslimische Herrschaft von Lissabon bis zum Ural.

Spanien, insbesondere Granada feiert heute mit einer großen Ehrenparade und einem feierlichen Hochamt in der Kathedrale der Stadt, den 534. Jahrestag der Eroberung durch die Katholischen Könige.

🇪🇸 Mañana Granada conmemorará 534 años desde la Toma por los Reyes Católicos.
⚔️ Más de medio centenar de legionarios de la Brigada Rey Alfonso XIII y del Tercio Don Juan de Austria desfilarán por las calles. La ciudad participará en la solemne misa en la Catedral y la función… pic.twitter.com/KR63VnvYPV

— Hermandad Provincial AACC Legionarios Málaga (@AntiguosMalaga) January 1, 2026

Isabella die Katholische

Am 2. Januar 1492 übergab der Nasriden-Sultan Boabdil (Muhammad XII.) die Schlüssel von Granada an die Könige Isabella und Ferdinand und beendete damit die fast acht Jahrhunderte währende Reconquista der Halbinsel, wodurch diese wieder christianisiert wurde. Dieser Meilenstein war unter anderem Anlass für die Verleihung des Titels „Katholische Könige“ an Isabella und Ferdinand. Antonio de Nebrija an die Könige: „Hispania tota sibi restituta est.“

Hernando de Pulgar, der 1482 von Königin Isabella zum königlichen Chronisten ernannt wurde: „Nachdem sie dies gesehen hatten, reisten der König und die Königin am 2. Januar mit dem gesamten königlichen Heer nach Granada. Die Königin, der Prinz und die Infantin Juana positionierten sich auf einem Hügel in der Nähe von Granada. Und der König stand bei der Stadt am Fluss Genil; da kam der maurische König heraus, und er gab ihm die Schlüssel der Stadt; und er wollte absteigen, um ihm die Hände zu küssen. Aber der König erlaubte beides nicht; so küsste der maurische König ihn auf den Arm und gab ihm die Schlüssel. Und der König übergab sie dem Grafen von Tendilla, dem das Bürgermeisteramt von Granada verliehen worden war, und dem Großkommandanten von León, Don Gutierre de Cárdenas. Sie zogen in die Alhambra ein und hissten auf dem Gomares-Turm das Kreuz und anschließend die königliche Fahne. Und die Herolde riefen mit lauter Stimme: „Granada, Granada, für König Ferdinand und Königin Isabella!“

Y en la mañana del 2 de enero de 1492 los Reyes Católicos entraron en Granada… pic.twitter.com/NfVxuzkYNz

— El Reaccionario (@Refractario2) January 2, 2026

Als die Königin den Fall des muslimischen Halbmonds und das wieder errichtete Kreuz sah, sangen die Mitglieder ihrer Kapelle, die dort anwesend waren, das Te Deum (dt. Version: Großer Gott wir loben dich). Die Freude war so groß, dass alle weinten. Dann gingen alle Adligen, die mit dem König waren, dorthin, wo die Königin war, und küssten ihr die Hände als Königin von Granada. Und zusammen mit dem königlichen Banner wurde auch das Banner Santiagos, das der Meister trug, gehisst („Chronik der hochverehrten und ruhmreichen Katholischen Könige Don Hernando und Doña Ysabel seligen Angedenkens“).

770 Jahre Kampf gegen die Islamisierung

Proklamation von Don Pelayo († 737) zum König von Asturien in Covadonga und Beginn der Rückeroberung Spaniens durch die Christen im Norden der Iberischen Halbinsel

770 Jahre hat gedauert, was 722 mit einer Marienerscheinung in Covadonga begann, als die Gottesmutter Maria, Unsere Liebe Frau von Covadonga dem christlichen Anführer Pelayo erschien, um ihm in der Schlacht gegen das zahlenmäßig überlegene Maurenheer zu helfen und damit die Reconquista einzuleiten.

Der Meilenstein des Jahres 1492 wurde von der gesamten Christenheit gefeiert, schloss jahrhundertealte Grenzen und leitete eine neue Ära ein. Im August desselben Jahres veröffentlichte Antonio Nebrija die kastilische Grammatik, die erste in Europa in einer romanischen Sprache, und ebnete damit den Weg für moderne Grammatikstudien. Zwei Monate später, am 12. Oktober, zeigte Spanien der Welt seine andere Seite, indem es die griechische Philosophie, das römische Recht und das Evangelium in der Sprache Cervantes‘ auf die andere Seite der Erde brachte, in derselben Sprache, die einen ganzen Kontinent von Feuerland bis zu den heutigen USA vereint, wo mehr als 3.000 Orte Namen spanischen Ursprungs tragen und 19 seiner Bundesstaaten jahrhundertelang von Spanien regiert wurden. Eine Neuerung, welche die Entstehung von Universitäten, Kirchen und Krankenhäusern ermöglichte und es vermochte, dass man in einer einzigen Generation vom Primitivismus zum Handel mit dem Rest der Welt in der ersten globalen Währung voranschritt.

Wie lange wird die Reconquista diesmal dauern?

Vom Islam war auf der Iberischen Halbinsel für lange Zweit nichts mehr übrig, er wurde vollständig ausgerottet. Spanien hingegen ist seit 1492 bis heute in Amerika präsent. Daher rührt der Anspruch des spanischen Reiches der einzig wahre Erbe Roms zu sein, da es die Welt von Ost nach West beherrschte und die ganze Erde zu seiner Heimat machte.

Doch seit geraumer Zeit sehen die Spanier, wie das, was ihre Vorfahren über Jahrhunderte unter großen Opfern für Spanien und den Rest Europas und der „neuen Welt“ erkämpft haben, einer fatalen Migrationspolitik geopfert wird.

Und sie fragen: „Wie lange wird es dieses Mal dauern? Und warum sollte uns diese Gnade im Gegensatz zu Covadonga und Lepanto überhaupt ohne katholische Rückbesinnung und Hingabe unter die Autorität Gottes und seiner Mittlerin Maria zuteil werden?“ (Quelle) Und Santiago Abascal, Präsident der konservativen VOX-Partei: „Der heutige Tag, der 2. Januar, ist ein sehr guter Zeitpunkt, um an eine Frau zu erinnern, die den Islamismus besiegt hat. Ich würde sogar sagen, dass es eine dringend benötigte Erinnerung ist, damit Europa wieder Hoffnung schöpfen kann.“

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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