Donnerstag, 20. Juni 2024

Frankreich: Vorgeschmack auf Flächenbrand, der Europa droht

Es sind Bilder wie aus einem Kriegsgebiet : Autos und Häuser stehen in Flammen, brennende Gegenstände fliegen durch die Luft, verletzte Menschen liegen auf dem Boden und egal wohin man schaut: Chaos. Ein Gastbeitrag von Nicolas Faure

Toulouse, #France, is set ablaze by Algerian rioters!
Note the Algerian flags? They see this as war.
Would they ever burn down Algerian towns? No. Because they see Algeria as their home. Not France. These rioters should all be sent back there.#FranceOnFire #Emeutes #FranceRiots pic.twitter.com/UIgYucZZi0

— Britain First (@BFirstParty) July 4, 2023

Das ist die – noch vorläufige – Bilanz dieser paar Nächte voller Unruhen, in denen die öffentlichen Behörden trotz des Einsatzes von 45.000 Polizisten und Gendarmen im ganzen Land überfordert waren. Eine aufstandsähnliche Situation mit einer Mischung aus sinnloser Gewalt, gezielten Angriffen auf Vertreter des Staates und systematischen Plünderungen, selbst in mittelgroßen Städten, die bislang von städtischen Unruhen verschont geblieben waren.

Die Unruhen beginnen am 27. Juni 2023 in Nanterre nach dem Tod von Nahel Merzouk , der von einem Polizisten erschossen wurde, weil er sich laut Polizei weigerte, eine Anordnung auszuführen.

🚨💬 Mort de Nahel: le troisième passager de la voiture donne sa version des faits pour „rétablir la vérité“ #emeutes pic.twitter.com/KvTJ4AGpOh

— Relais Infos (@relainfos) July 2, 2023

In den folgenden Tagen weiten sich die Proteste auf andere französische Städte sowie auf Brüssel in Belgien und Lausanne in der Schweiz aus.

Ermittlungen werden nicht reichen

Der dramatische Tod des jungen Nahel ist nun weit davon entfernt, Gegenstand einer gerichtlichen Untersuchung zu sein. Um die Versuchung einer Revolte in den Einwanderervorstädten zu besänftigen, trat Frankreichs Staatspräsident Macron die Unschuldsvermutung von Polizisten mit Füßen.

Handelte es sich um Notwehr, Misshandlung oder einen rassistisch motivierten Mord ? Das wird die Untersuchung zeigen.

Es ist klar, dass es einen Kontext gibt, der die Situation erklären kann, aber erst im Moment des Schusses wird die Tat als angemessen oder unzulässig bewertet.
Im Moment tendiert der vorherrschende Diskurs natürlich eher zu einem missglückten Todesschuss.

Diese Frage geht jedoch weit darüber hinaus. Die Verurteilung des Polizisten würde nicht ausreichen, um die Ruhe wiederherzustellen.

Politische Übernahme durch die Linke

Die politische Instrumentalisierung durch eine Ultralinke, (wie die partei des Politikers Jean-Luc Mélenchon), die den Randalierern und dem Islam wohlgesonnen ist, zeigt deutlich die Gefahr der Vermischung und Amerikanisierung von Spannungen, die zum großen Teil ethnisch bedingt sind.

Viele wollten einen französischen George Floyd und haben ihn gefunden. Einige wollen, dass die Polizei in die Knie geht, bevor sie völlig umorganisiert und im Grunde genommen neutralisiert wird.

Die Polizei wird in die Defensive gedrängt. Die Gefahr für den Staat besteht darin, dass sie ihm dann den Rücken kehrt. Das letzte Bollwerk der Ordnung könnte die Waffen strecken. Das ist natürlich sehr beunruhigend.

Letztlich handelt es sich nicht um einen Bürgerkrieg, denn es gibt keine direkte Konfrontation – zumindest noch nicht – zwischen zwei Teilen des in Frankreich lebenden Volkes. Aber es gibt eine Stadtguerilla vor dem Hintergrund der Rassifizierung. Es ist das Versagen der Staatsautorität, die durch eine permanente ideologische Buße untergraben wird, die aus einem einzelnen Drama eine gefürchtete und seit langem angekündigte Explosion macht.

Der Blick der ausländischen Presse auf Frankreich wird grausam sein. Die Bilder unserer brennenden Städte sind um die Welt gegangen. Frankreich ist zum kranken Land Europas geworden. Krank an den Folgen einer unkontrollierbar gewordenen Einwanderung. Krank durch eine Politik, deren tragische Folgen unser Land und alle seine Bevölkerungsgruppen betreffen.

Nach Jahrzehnten einer laxen Rechts- und Migrationspolitik sieht sich Frankreich immer noch mit den unvermeidlichen Folgen des Multikulturalismus und des Scheiterns seines Assimilationsmodells konfrontiert.

Filmez les noirs ou arabes. Toujours. Partout. Surtout quand ils s’approchent des enfants et des blanches. pic.twitter.com/Si75tCBN3i

— Marcel Nozelom 🇨🇵🍷🥩🥖🧀 (@nozelom) June 28, 2023

 Vermehrte rechtsfreie Zonen, kommunitaristische Krawalle, Ressentiments und offen antifranzösischer Rassismus: Leugnen ist nicht mehr erlaubt und nur der Innenminister kann noch behaupten, dass es keinen Zusammenhang zwischen diesen dramatischen Ereignissen und der massiven Einwanderung gibt, die unserem Land seit mehr als vier Jahrzehnten aufgezwungen wird.

Diese Nächte der Unruhen sind nur ein Vorgeschmack auf den Flächenbrand, der Frankreich kurzfristig droht, wenn nichts unternommen wird. Aber eine andere Politik ist noch möglich, wenn wir die oberflächlichen Betrachtungen und das Leugnen überwinden, in das die subventionierten Medien die öffentliche Meinung einsperren wollen.

PP-Redaktion
PP-Redaktion
Eigentlich ist PP nach wie vor ein Blog. Dennoch hat sich aufgrund der Größe des Blogs inzwischen eine Gruppe an Mitarbeitern rund um den Blogmacher Dr. David Berger gebildet, die man als eine Art Redaktion von PP bezeichnen kann.

Trending

VERWANDTE ARTIKEL