Samstag, 3. Dezember 2022

„Herr Bundeskanzler, wird es einen Schießbefehl auf regierungskritische Demonstranten geben?“

(David Berger) Bundeskanzler Scholz wurde bei seinem gestrigen Auftritt in Neuruppin nicht nur lautstark ausgebuht und ausgepfiffen, sondern auch mit einer ihm sichtlich unangenehmen Frage nach einem Schießbefehl auf regierungskritische Demonstranten konfrontiert.

Bundeskanzler Olaf Scholz ist bei einem Auftritt im brandenburgischen Neuruppin lautstark ausgebuht worden. Bei seiner Rede auf dem städtischen Schulplatz der Stadt war angesichts der Buh-Rufe („Hau ab!“, „Volksverräter!“) und des Pfeifkonzerts kaum hörbar zu verstehen war.

Den Wutwinter niederschießen?

Höhepunkt des Auftritts waren weniger die Versprechungen, die Bürger angesichts der enormen durch die Regierung verursachten Kosten etwas zu entlasten, sondern eine Frage an den Bundeskanzler, ob er angesichts des drohenden „Wutwinters“ ausschließen könne, dass auf Demonstranten geschossen werde.

Entlarvende Frage

So unwahrscheinlich es ist, dass es in den kommenden Monaten zu einem expliziten Schießbefehl auf regierungskritische Demonstranten kommt, so bezeichnend ist es doch, dass überhaupt ein deutscher Bundeskanzler bei einem Bürgerdialog gefragt werden muss, ob er den Schießbefehl gibt.

Update 18.8.22, 18.30: Laschet zeigt Verständnis für Demonstranten von Neuruppin

Inzwischen hat Armin Laschet Verständnis für die Demonstranten von Neuruppin gezeigt: „Das ist ja kein Volksaufstand, wenn ein Bundeskanzler bei seiner jetzigen Performance sich auf einen Marktplatz stellt und die Leute mal pfeifen. Das hat Angela Merkel oft genug erlebt. Ich auch.

Es ist Demokratie, dass Menschen sich auch artikulieren können“, sagte Laschet. Man müsse darauf achten, dass nicht Verschwörungstheoretiker, Linke und Rechte Zorn und Wut in der Bevölkerung für sich missbrauchten. „Aber dass in einer Demokratie auch mal ein Kanzler ausgepfiffen wird, das gibt es.“

Laschet warnte auch davor, Menschen, die sich Sorgen um ihre Zukunft machen, „gleich als links- oder rechtsradikal zu bezeichnen“.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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