Mittwoch, 5. Oktober 2022

Wachstumsrate der Weltbevölkerung erstmals seit 1950 auf unter ein Prozent pro Jahr gesunken

(David Berger) Im Jahr 2020, dem ersten Jahr der weltweiten Corona-Krise, sei „die Wachstumsrate der Weltbevölkerung erstmals seit 1950 auf unter ein Prozent pro Jahr gesunken“, so die Vereinten Nationen zufrieden anlässlich des Weltbevölkerungstages mit.

Der Direktor der UN-Bevölkerungsabteilung, John Wilmoth, zeigt sich zufrieden. Der globale Trend des Weltbevölkerungsrrückgangs sei eine enorme Chance besonders für die Entwicklungsländer, Armut und Hunger könnten dadurch gemildert, die Bildung verbessert werden:

Humankapital

„Wenn die durchschnittliche Familiengröße sinkt, wird es sowohl Familien als auch Gesellschaften möglich, mehr in jedes Kind zu investieren, die Qualität der Bildung zu verbessern und das Humankapital der Bevölkerung zu entwickeln“, so Wilmoth gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Dennoch sehen sich die Vereinten Nation noch nicht am Ziel angelangt: Man befürchte, dass die Marke von acht Milliarden Menschen auf der gesamten Welt noch in diesem Jahr überschritten werde.

Und in Europa?

Differenzierter als die Vereinten Nationen sieht dies Entwicklung Papst Franziskus. Vor einem guten Monat zeigte er sich besorgt über die sinkenden Geburtenraten in Europa. Diese seien ein „echter sozialer Notfall“: „Die Schönheit einer kinderreichen Familie droht zur Utopie zu werden, zu einem schwer zu verwirklichenden Traum“, so Franziskus.

Er forderte daher „dass auf allen Ebenen – institutionell, medial, kulturell, wirtschaftlich und sozial – konkrete Maßnahmen zur Wiederbelebung der Geburtenrate und der Familie gefördert, verbessert und umgesetzt werden“.

Einen ganz anderen Blick auf die Entwicklung werfen die Klimafanatiker: Die reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung seien für mehr als die Hälfte der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Das reichste 1 Prozent habe zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel CO₂ ausgestoßen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, – so Oxfam, ein internationaler Dachverband verschiedener Hilfs- und Entwicklungsorganisationen.

Addendum: Bärendienste

Achtung: Folgendes Video, das derzeit immer wieder verteilt wird, ist tatsächlich ein die tatsächliche Aussage verfälschender Zusammenschnitt. Auch wenn ähnliche Töne immer wieder aus dem Milieu des WEF kommen, leisten wir unsere sache einen Bärendienst, wenn wir solche Fakes verbreiten:

Sehen Sie hierzu die Richtigstellung:

David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European). Seine Bibliographie wissenschaftlicher Schriften umfasst ca. 1.000 Titel.

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