(David Berger) Nur wer die  Berichterstattung von ARD und ZDF, besonders in den letzten zwei Jahren der Corona-Propagandazeit – kritisch beobachtet hat, wird den unfreiwilligen Gag verstehen, der einer Schlagzeile des Focus innewohnt.

„Russland: Für die  Verbreitung von mutmaßlichen Falschinformationen drohen bis zu 15 Jahre Haft +++ ARD und ZDF setzen Berichterstattung aus Russland aus“:

Zur Erklärung der Focus: „Die beiden großen öffentlich-rechtlichen Sender stoppen angesichts des neuen russischen Mediengesetzes vorläufig ihre Berichterstattung aus Moskau. „ARD und ZDF prüfen die Folgen des am Freitag verabschiedeten Gesetzes und setzen die Berichterstattung aus ihren Moskauer Studios erst einmal aus“, teilte eine Sprecherin des Westdeutschen Rundfunks (WDR) „Zeit Online“ mit. Innerhalb der ARD wird das Studio Moskau vom WDR betrieben.“

In Deutschland politisch korrekt, in Russland ein Vergehen gegen Meinungsfreiheit?

Nun gibt es zwei Möglichkeiten, diese Reaktion der durch unsere Zwangsgebühren finanzierten Staatsfunker zu verstehen:

a) ARD und ZDF wollen damit gegen die Einschränkung der Pressefreiheit durch von einem Staat oder finanzkräftigen NGOs oder Einzelpersonen gesteuerte Fakenewsprüfer protestieren.

b) ARD und ZDF sind sich bewusst, dass sie (nicht nur im Krieg, wo das zum guten Ton gehört), sondern generell so oft „Falschmeldungen“ verbreiten, dass ihre russischen Dependancen schnell pleite wären.

Gegen (a) spricht, dass ARD und ZDF bislang nie gegen die selbsternannten Fakenewsprüfer in Deutschland und der EU protestiert haben bzw. es genießen, dass sie systematisch von diesen verschont bleiben. Während bei ihren Konkurrenten, den alternativen Medien jeder kleine Kommafehler zum Skandal hysterisiert wird, um dann bei Facebook, Twitter, Google und Co., bald auch bei telegram, deren Reichweite enorm einzuschränken.

Ein gutes Beispiel, wie Staat und Staatsfunk den Begriff Fakenews in Deutschland missbrauchen, ist folgende Bekanntmachung des Bundesgesundheitsministeriums, die am 14. März zwei Jahre alt wird (zur Erinnerung: eine Woche später erfolgten genau jene „massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens“ in einem völlig unangemessenen Umfang und sie dauern bis heute an):

ZDF-Faktenprüfer und Fakenews

Äußerst aussagekräftig auch die ZDF-Faktenprüfer, die als Fakenews bezeichneten, dass einmal eine Impfpflicht eingeführt werden könnte:

„KORREKTOVSKI“ folgt deutschem Vorbild

Und zu (b) lassen wir hier die Satire eine Facebookerin sprechen:

Putin soll, Gerüchten zufolge, das Gesetz mit den 15 Jahren für Falschmeldungen wieder streichen. Es soll ersetzt werden durch einen Faktenprüfer namens KORREKTOVSKI.

Dieser würde, so die russische Regierung, mit ausreichend Mitteln ausgestattet, um jede Form von falscher Nachricht mit zivilen Mitteln, bis hin zur wirtschaftlichen Vernichtung der Journalisten, zu unterbinden.

Ferner wird KORREKTOVSKI allen sozialen Netzwerken und Suchmaschinen mit fachlicher Unterstützung beistehen, um falsche Nachrichten zu bekämpfen. Die russische Regierung bedankt sich an dieser Stelle bei Deutschland, das in dieser Frage, wie so oft in der kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung ein leuchtendes Vorbild des Fortschritts war.

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