Wer denkt, linke Statements gegen Rassismus hätten mittlerweile die Obergrenze an Absurditäten erreicht, wird enttäuscht sein. Eine neue offene Gruppe auf Facebook mit dem Namen „Sex gegen Rassismus“ hat sich zusammen gefunden, um mit Sexangeboten für explizit nicht-europäische Migranten ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. PP-Gastautor Daniel Schweizer berichtet über diesen Netzfund.

Ich traute selbst meinen Augen nicht, als mich letzte Woche ein Bekannter darauf aufmerksam machte, was er für eine neue linksradikale Gruppe bei Facebook entdeckt hatte. Schon der Name „Sex gegen Rassismus“ lässt eine neue Absurdität erkennen. Die Gruppe setzt sich ihren eigenen Angaben zufolge aus „linken Aktivisten gegen Rassismus und für sexuelle Vielfalt“ zusammen und steht Linken „vorerst unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit offen“. Doch sieht sie langfristig vor, eine neue Partei zu gründen, weil die bislang bestehenden linken Parteien

„die multikulturelle Toleranz und die sexuelle Vielfalt noch viel zu wenig zu Ende gedacht haben. SPD, Grüne und Linke agieren noch viel zu zahnlos gegenüber der erstarkenden rechtsradikalen AfD und gegenüber dem von der AfD getriebenen Rechtsruck in Union und FDP. Besonders Winfried Kretschmann als einziger grüner Ministerpräsident bundesweit hat seine Position nicht genutzt, sondern biedert sich bis zum Erbrechen den rechtslastigen Parteien an. Das zeigt sich fatalerweise in der Verwässerung des baden-württembergischen Bildungsplans für sexuelle Vielfalt und der Zustimmung Baden-Württembergs im Bundesrat bei der De-Facto-Abschaffung des Asylrechts.“

Dieser Gruppe geht die Agenda der Grünen nicht weit genug und sie hat sich „Schluss mit Zahnlosigkeit, auf zu wahren Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung“ zur Leitlinie gemacht. Viel zu wenig wird aus der Sicht dieser Gruppe „Rassismus und Diskriminierung im sexuellen Bereich bekämpft“. Dabei sei „Sexualität genauso ein Grundbedürfnis des Menschen wie die Arbeitswelt“.

Zeichensetzung gegen Rassismus: Unentgeltliche sexuelle Diensleistungen für nicht-europäische Migranten

Um dieser behaupteten „Zahnlosigkeit“ entgegen zu treten, möchten die Angehörigen dieser Gruppe sich im ersten Schritt „für sexuelle Dienstleistungen für Migrant*innen nicht-europäischer Herkunft und generell ohne europäische Vorfahr*innen unentgeltlich zur Verfügung stellen, gerade auch für diejenigen, die erst wenige Jahre hier sind“. Begründet wird dieses Angebot vor allem damit, dass Menschen jeglicher Herkunft „das einklagbare Recht auf ein erfülltes Sexualleben“ haben, aber vor allem Migranten aus dem islamischen Kulturkreis in Europa auf diese Erfüllung kaum eine Chance haben, weil sie „als Sexpartner vielfach aus rassistischen Beweggründen abgelehnt“ werden. Bei diesem Angebot lässt es die Gruppe „Sex gegen Rassismus“ auch hinsichtlich sexueller Vielfalt an nichts fehlen:

„Wir bieten unsere kostenlosen Dienstleistungen selbstverständlich nicht-europäischen Migrant*innen aller Geschlechter und Gender-Identitäten an. Angehörige der Gender Mann, Frau, Butch, Femme, Divers, Eunuch, Shemale stehen Euch zu flexiblen Tageszeiten mit kultursensiblem Respekt zu Diensten. Wir hoffen, bei unseren Dienstleistern das Angebot an sexueller Vielfalt noch erweitern zu können, sobald sich Angehörige möglichst aller Geschlechter dafür anbieten. Die 60 Geschlechter, zwischen denen man sich bei Facebook entscheiden kann, sind nur ein Bruchteil dessen, was an Gender-Vielfalt existiert.“

Ob deren überwiegend aus patriarchalisch geprägten Gesellschaften stammende Zielgruppe wirklich auf ein sexuell vielfältiges Angebot gewartet hat?

Warum nur nicht-europäische Migranten?

Natürlich sticht es ins Auge, dass explizit nicht-europäische Migranten die Zielgruppe von „Sex gegen Rassismus“ sind. Selbst einigen der überzeugten Follower erschien dies befremdlich, wie man unter anderem am folgenden User-Kommentar sieht: „Hallo, wo wird hier Antidiskriminierung zu Ende gedacht? Wir wollen hier ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen und dafür unsere Körper zum Sex anbieten. Aber warum werden dann europäische Migrant*innenen diskriminiert? Verdienen sie nicht genauso wie alle Migrant*innen den Schutz gegen den Rassismus deutscher Nazis?“ Der Administrator der Gruppe hat hier eine deutliche Antwort parat: „Nein, die europäischen Migrant*innen haben es nicht nötig, durch uns vor Rassismus beschützt zu werden. Sie sind den deutschen Rassist*innen als Verbündet*innen längst willkommen und helfen ihnen auch noch als Feigenblatt, um so zu tun, als seien sie gar nicht ausländerfeindlich. Nein, europäische Migrant*innen befinden sich unter deutschen Rassist*innen in bester Gesellschaft, da Rassismus kein spezifisch deutsches, sondern ein spezifisch europäisches Problem ist. Die meisten Europäer*innen – eingeschlossen die Nachfahr*innen der europäischen Invasor*innen auf dem amerikanischen Doppelkontinent – sind dieselben Rassist*innen. Schutzbedürftig gegen Rassismus sind vordergründig nicht-europäische Migrant*innen. Basta! Punkt!“

Bei dieser Pauschalverurteilung von Europäern und Amerikanern bleibt einem nur noch die Spucke weg.

Kultursensibilität darf nicht fehlen

Auch an Kultursensibilität lassen es die linken Anbieter an nichts mangeln. Das fängt bei den Speisevorschriften an: „Sollte das Treffen auch mit einem gemeinsamen Essen verbunden sein, so nehmen wir selbstverständlich Rücksicht auf die kulturell bedingten Speisevorschriften.“ Damit aber nicht genug: Auf Wunsch sind unsere weiblichen und nicht eindeutig männlich-binären Dienstleister*innen selbstverständlich bereit, mit Kopftuch, Burka oder Niquab zum Date zu erscheinen und dieses Kleidungsstück erst mit den anderen Kleidungsstücken abzulegen.“

Antidiskriminierung endlich auch im sexuellen Bereich gefordert

Doch für die Gruppe „Sex gegen Rassismus“ soll es nicht bei eigen erbrachten Dienstleistungen bleiben. Die Gründung einer neuen Partei links von Rot-Rot-Grün soll an einem für Juni geplangten Gründungsparteitag erfolgen. Ein Auszug aus dem geplanten Parteiprogramm lässt jeden erschaudern, der sexuelle Selbstbestimmung nicht nur als Recht versteht, zu lieben, wen man liebt, sondern gerade auch als Recht auf das Unterlassen einer sexuellen Handlung. Denn die nun zu lesende politische Forderung zementiert quasi den einklagbaren Anspruch auf einen Sexpartner, ob die adressierte Person will oder nicht. Liebe Leser, ziehen Sie sich warm an, wenn Sie jetzt den Auszug aus dem geplanten Parteiprogramm lesen:

„Menschen jeglicher Herkunft haben ein Grundbedürfnis nach einem erfüllten Sexualleben. Doch in Europa wird das gerade Zugewanderten aus fremden Kulturkreisen verweigert, weil die meisten Europäer*innen aus rassistischen Beweggründen kulturfremde Einwanderer als Sexpartner ablehnen. Es reicht nicht aus, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nur auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt gilt. Es muss endlich auch die Ablehnung von Sexpartnern aus rassistischen oder sonstigen niedrigen Beweggründen als Straftatbestand der Diskriminierung strafrechtlich verfolgt werden.“

Ganz ehrlich: Sollte nicht bei dieser Forderung, mit der das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung letztendlich negiert wird, der Verfassungsschutz aktiv werden, bevor im Juni diese Partei überhaupt gegründet wird?

Wichtig: Blick auf das heutige Kalenderdatum werfen

Es wäre verwunderlich, wenn sich unter Ihnen, lieber Leser, auch nur einer finden würde, der über diese fragwürdige Gruppierung nicht geschockt ist. Anderseits: So geschockt kann man eigentlich über diese Meldung gar nicht mehr sein, angesichts dessen, was im linken Spektrum schon alles für absurde Forderungen in diesem Themenbereich gestellt wurden. Auch frühere linke Aktionen wie „Kein Sex mit Nazis“ oder „Nudes gegen Rechts“ gaben eigentlich nur einen Vorgeschmack auf das, was Ihnen heute an hartem Tobak serviert wurde.

Aber wenn Sie jetzt hoffen, dass diese Meldung nur ein böser Traum war, dann kann ich Ihnen bestätigen, dass diese Hoffnung erfüllt ist. Sie werden sogleich aus dem bösen Traum erwachen. Schauen Sie doch, welches Datum heute der Kalender anzeigt! Was man von sonderbaren Nachrichten am heutigen Kalenderdatum halten soll, das ist jedem bekannt.

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