Die Menschen wollen den übertriebenen Sonderweg Merkels in Corona-Zeiten nicht mehr länger mitgehen, und sie haben recht: Unter Einhaltung noch gebotener Hygieneregeln muss Deutschland – zumal bei deutlich rückläufigem Infektionsgeschehen – nun schnellstmöglich auf den Weg in die Normalität zurückkehren. Ein Beitrag von Prof. Jörg Meuthen

Liebe Leser, am Wochenende wurde eine Meldung veröffentlicht, die ein bezeichnendes Licht auf die Situation von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien wirft: Ärzte berichten nämlich als Folge des Corona-Lockdowns von einer massiven Zunahme verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher.

„Kein Wunder, wenn sie über Wochen keine anderen Kinder zum Spielen und keine strukturierten Tage mehr haben,“ so Dr. med. Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Er warnte vor den künftigen Folgen und forderte daher, die Schulen so rasch wie möglich wieder zu öffnen. (Quelle)

Dieser nachvollziehbaren Forderung erteilte die Endlos-Kanzlerin am Samstag sogleich eine Absage: Man sei noch nicht so weit, Kitas und Schulen wieder öffnen zu können.

Merkel will keine Änderung der desolaten Situation

Mit anderen Worten: An der aktuellen Situation soll sich auf unabsehbare Zeit nichts ändern, wenn es nach Merkel geht – die Schüler sollen also zu Hause bleiben.
Lassen Sie mich an dieser Stelle einmal von meinen eigenen Erfahrungen der letzten Monate berichten. Wie so viele andere bin auch ich in diesen Tagen, bedingt durch den Lockdown, weit häufiger als gewöhnlich zu Hause. Dementsprechend wirke ich auch daran mit, die vier Heranwachsenden, die wir hier bei uns im Haus haben, schulisch zu begleiten.

Das ist ausgesprochen fordernd, und ich stelle dabei unter anderem fest, dass unsere Kinder auf die aktuelle Situation sehr unterschiedlich reagieren: Die einen kommen gut damit zurecht, die anderen tun sich damit schwerer.

Was, so frage ich mich, ist dann mit den vielen Kindern in Deutschland, die in vielleicht weniger behüteten Verhältnissen aufwachsen, wo dann auch Probleme des Homeschoolings weniger leicht oder gar nicht aufgefangen werden können?

Zugleich beobachte ich, dass die allermeisten Lehrer mit sehr hohem persönlichen Einsatz alles tun, was sie nur tun können, um ihren Schülern in der aktuellen Situation hinsichtlich des zu bewältigenden Lernstoffs irgendwie gerecht werden zu können. Aber all diese Bemühungen können eben doch das gemeinsame Lernen im Klassenzimmer genauso wenig vollständig ersetzen wie die permanente Einbeziehung der Eltern als eine Art Ersatzlehrer.
Dies gilt umso mehr, als dass diese Eltern häufig mit ganz eigenen Problemen bei der Bewältigung ihres aktuellen Berufsalltags zu kämpfen haben, nämlich mit den vielfältigen Schwierigkeiten, die das Homeoffice mit sich bringt: Das vereinsamte Sitzen am heimischen Schreibtisch kann den Austausch mit den Kollegen vor Ort eben auch nicht ersetzen.

Vereinzelung der Menschen auch für Unternehmer eine Zumutung

Und im übrigen ist die immer stärkere Vereinzelung der Menschen in ihren heimischen vier Wänden zur Bewältigung ihres beruflichen Alltags nicht nur für die Arbeitnehmer eine Zumutung, sondern auch für die Unternehmer: Diese haben ihre geschätzten Mitarbeiter häufig nicht mehr um sich herum, sondern können diese nur telefonisch oder per Mail erreichen – so kann jedoch bestenfalls kurzfristig der Status quo irgendwie verwaltet, aber in der Regel langfristig kein erfolgreiches Unternehmen weiterentwickelt werden.
All das belegt, was jedem von uns ohnehin klar ist: Der Mensch ist ein soziales Wesen, das seine Mitmenschen um sich herum benötigt – sei es in der Schule, sei es am Arbeitsplatz. Die verordnete Vereinzelung dürfte daher ganz maßgeblich zur zunehmenden Unzufriedenheit der Bürger mit den Maßnahmen der Regierung beitragen.

So äußerten im „ARD-DeutschlandTrend“ 49 % der Bürger, also ziemlich genau die Hälfte, dass sie die Einschränkungen durch die derzeit immer noch geltenden Coronaregeln als starke oder sogar sehr starke Belastung empfinden – ein Plus von insgesamt 13 Prozentpunkten. Hierbei hat die Anzahl derjenigen, die dies als sehr starke Belastung empfinden, im Vergleich zur letzten Umfrage um sechs Prozentpunkte von 12 % auf 18 % zugenommen, was einer erheblichen relativen Zunahme von 50 % entspricht.
Mit anderen Worten: Immer mehr Bürger realisieren, welche Belastung ihnen abverlangt wird. Und immer mehr Bürger erkennen, dass das Krisenmanagement der Merkel-Regierung alles andere als gut ist: Satte 54 % sind „weniger zufrieden“ oder „gar nicht zufrieden“, ein Plus von zwölf Prozentpunkten und eine Umkehrung der Mehrheitsverhältnisse.

Schnell zurück in die alte Normalität

Das entspricht auch meinem persönlichen Eindruck der letzten Tage und Wochen. Die Menschen wollen diesen Sonderweg nicht mehr länger mitgehen, und sie haben recht: Unter Einhaltung noch gebotener Hygieneregeln muss Deutschland – zumal bei deutlich rückläufigem Infektionsgeschehen – nun schnellstmöglich auf den Weg in die Normalität zurückkehren.

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