(David Berger) Unser Tweet des Tages kommt von einem prominenten Twitter-Kanal, dem des ZDF, genauer dort, wo das ZDF mit Wissen punkten möchte – ZDF heute. Dort hat man statt zu recherchieren das Wort Fronleichnam gehört und – vermutlich auch wegen Corona, wo man den Leuten permanent erzählen musste, dass unsere Straßen voll mit Corona-Toten liegen – gleich an ganz viele Leichen gedacht. Und verkündet heute Morgen:

Am Feiertag #Fronleichnam gedenken viele ihrer Toten. Aber der Totenkult in Deutschland verändert sich: #Friedhöfe sterben langsam, das klassische Begräbnis ist nicht mehr immer gewollt. Mehr dazu im ZDFheute Update.

Verdummt dank ARD und ZDF – auf eigene Kosten

Das das religiöse Wissen – auch bei Katholiken und trotz vieler Jahre staatlich finanzierten Religionsunterrichtes – auf einem nie gekannten Tiefpunkt angekommen ist, ist kein Geheimnis. Aber das selbst die von uns finanzierten, für Kirche und Theologie Zuständigen bei ARD und ZDF keinen Schimmer haben, von dem was sie uns da erzählen, bleibt ein eklatanter Skandal.

Und auch hier werden die Fakenewsprüfer der dpa und von „Correctiv“ komplett versagen. Denn auch die halten Fronleichnam vermutlich für ein faschistisches, weil katholisches Kannibalenfest.

Aber das speilt keine Rolle, weil sie voll damit ausgelastet sind, Kommafehler bei regierungskritischen Blogs zu suchen und sie Facebook weiterzumelden. Damit Facebook wiederum die Reichweite dieser Blogs einschränken kann. Blinde erklären Tauben, was sie gerade sehen – und kaum einen verwundert es derzeit noch.

Leib des Herrn, nicht Leichen!

Ganz einfach hätte man beim ZDF zumindest googeln können und wäre dann zB auf eine Seite der Kollegen von der HNA gestoßen. Dort heißt es: „Im Mittelhochdeutschen hieß es noch vrône lîcham. Übersetzt heißt das: Leib des Herren. Letztlich wird also das Fest des Leibes Christi gefeiert. Den Begriff Fron (vrôn) kennen einige vermutlich noch aus dem Geschichtsunterricht. Mit dem Frondienst ist – vereinfacht gesagt – die körperliche Arbeit eines Bauern für seinen Grundherren gemeint. (…)

Der Ursprung des Festes liegt im letzten Abendmahl. Mit seinen zwölf Aposteln kam Jesus laut christlicher Lehre am Gründonnerstag zum letzten Abendmahl zusammen – vor seinem Tod am Kreuz. Er teilte bei diesem berühmten Abendmahl das Brot und sagte dazu: „Das ist mein Leib.“ Als er den Wein teilte, sagte er: „Das ist mein Blut.“ Die Gestaltung des Abendmahls durch einen Geistlichen in der christlichen Kirche wird in der Theologie als Eucharistie bezeichnet.

Gefeiert wird von den Gläubigen also die Gegenwart Jesu. Im Zentrum steht dabei die Hostie, die den Leib des Messias symbolisieren soll.“ (Quelle)

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