(David Berger) Pünktlich zum Beginn des Ramadan am kommenden Freitag hat Berlin bekannt gegeben, was Ostern offensichtlich unter keinen Umständen möglich war: Noch während des Ramadan (ab 4. Mai) sind Versammlungen und Zusammenkünfte religiöser oder kultischer Natur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. (Update 23.04.20, 7.45 h)

In dem Erlass heißt es: „Ab 4. Mai [ursprünglich hieß es: ab 22. April] sind Versammlungen und Zusammenkünfte religiöser oder kultischer Natur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen dürfen stattfinden, wenn folgende Richtlinien (Rechtschreibfehler wurden hier ausgebessert) eingehalten werden:

Auch hier gelten Hygieneregeln

  • Die maximale Personenanzahl von 50 Personen gilt nur für Räumlichkeiten, die eine entsprechend hohe Anzahl an Besucherinnen und Besuchern unter Einhaltung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln erlauben. Bei kleineren Räumlichkeiten ist die Besucheranzahl weiter einzugrenzen. Jene Personen, die zur Ausführung der religiösen Handlung zwingend notwendig sind – etwa Gebetsleitende, Hilfsdienste, musikalische Unterstützung – werden nicht als Teilnehmende im Sinne der Höchstbegrenzung auf 50 Personen einberechnet.
  • Das Abstandsgebot von 1,5 Metern zwischen Einzelpersonen ist einzuhalten. Körperkontakt ist strikt zu vermeiden.
  • Gegenstände dürfen nicht zwischen mehreren Personen herumgereicht werden.
    Veranstalter müssen eine Anwesenheitsliste erstellen. Auf dieser Liste sind Vor- und Nachname, vollständige Adresse und Telefonnummer aller Teilnehmenden festzuhalten. Mithilfe dieser Liste können alle Kontaktpersonen im Falle einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus schnell kontaktiert werden. Die Anwesenheitsliste muss mindestens vier Wochen lang aufbewahrt und auf Verlangen an die zuständigen Behörden ausgehändigt werden.
  • Weiterhin dürfen Trauerfeiern, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen mit maximal 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfinden.“

Doch auch solche Reglements stoßen bei Geistlichen noch auf Protest. Nein, nicht bei muslimischen, sondern bei jenen Geistlichen, die vor zwei Wochen noch bereitwillig das Osterfest dem neuen goldenen Kalb opferten.

So berichtet die „Junge Freiheit“ von den Klagen des württembergischen Landesbischofs Frank Otfried July. Der hat in einem Schreiben an moslemische Verbände sein Bedauern für die erschwerten Umstände während des Ramadan ausgedrückt.

Wird man die Einhaltung der Regeln in den Moscheen kontrollieren?

Im Netz kursieren Aussagen, nach denen die Polizei Anweisungen hat, keine „anlasslosen Kontrollen in den Glaubensstätten der Stadt“ durchzuführen. Ob dies nun zutrifft oder nicht, die Zweifel sind groß, ob die Verantwortlichen gewillt sind, im Zusammenhang mit dem Ramadan wirklich die Regeleinhaltung zu überprüfen bzw. überprüfen zu lassen.

Ostern nein, Ramadan ja

Der mehr oder weniger freiwillige Verzicht der Kirchen auf eine Feier des Osterfestes und die von vielen vorhergesagte Lockerung des Gottesdienstverbotes, die pünktlich zum Ramadan bekannt gegen wird, geben ein eindrückliches Zeichen davon, welcher Glaubensgemeinschaft die Zukunft in Deutschland gehört.

Und diese ist nicht einmal – wie früher – mit Feuer und Schwert erkämpft. Marx, Bedford und Co haben die Schlüssel zur belagerten Stadt längst den Feinden in die Hand gedrückt.

Update des Artikels am 23.04.20, 7.45 h

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