(Dieter Stein) Eines ist jetzt schon klar: Die Corona-Krise wird in ihren volkswirtschaftlichen Auswirkungen wohl den 11. September 2001, die Finanzkrise 2008/09 und die Eurokrise in den Schatten stellen. Der Vollbremsung des öffentlichen Lebens in allen westlichen Industriestaaten folgt unausweichlich eine Wirtschaftskrise ungekannten Ausmaßes.

Wie überstehen wir, wie überstehen die Volkswirtschaften der Welt diese Megakrise? Wir sprachen jetzt ganz aktuell mit dem Crash-Experten, Risikomanager und Volkswirt Markus Krall, der schon im Herbst davor gewarnt hat, daß uns 2020 ein großer Crash droht – nun kam er ausgelöst durch den „Schwarzen Schwan“, den Corona-Virus, früher und noch heftiger als befürchtet.

Seit gestern Abend haben schon über 130.000 Menschen dieses sensationelle Interview angesehen!

Markus Krall legt dar, weshalb er der Bundesregierung Versagen in der Krisenvorsorge vorwirft und was jetzt für uns zu tun ist.

Im Interview mit der aktuellen JF erklärt Krall schonungslos zur durch den Corona-Crash ausgelösten Lage:

»Ich habe immer gesagt, meine Prognose steht unter dem Vorbehalt, daß kein außergewöhnliches Ereignis kommt. Und daß unsere ökonomische Situation so erodiert ist, daß wir einen externen Schock nicht verkraften. Beides ist nun durch die Corona-Krise gegeben, die zu einem neuen Schwarzen Montag geführt hat und das Eintreten des von mir prognostizierten Höhepunkts der Wirtschaftskrise eher im Frühjahr oder Sommer wahrscheinlich macht. Bis dahin werden wir wohl noch starke Schwankungen und – vergebliche – Interventionen der Zentralbanken erleben.«

Markus Krall wirft den Regierungen Täuschung vor, wenn sie uns jetzt erzählen, Corona sei allein schuld an der Wirtschaftskrise, in die wir nun eintreten: Krall gegenüber der JF wörtlich: »Lassen Sie sich das nicht einreden! Wie groß der Anteil ist, darüber wird von nun an zwar viel gestritten werden und zweifellos ist er veritabel. Aber Corona ist nur der erste Dominostein, der Auslöser, nicht Ursache der kommenden Depression. Die liegt darin, daß EZB, EU und Bundesregierung nichts getan haben, um Ökonomie und Finanzen nach den letzten Krisen auf gesunde marktwirtschaftliche Füße zu stellen. Sondern durch eine ideologische Politik – skrupellos gegenüber den Bürgern, die am Ende bluten müssen – deren Substanz sogar weiter ausgehöhlt haben.«

Soeben erschien von Markus Krall das Buch „Die bürgerliche Revolution – wie wir unsere Freiheit und unseren Wohlstand erhalten.“ Das Buch wurde vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie geschrieben, befaßt sich aber mit der Frage, wie unsere Gesellschaft nach einer solchen schweren Krise die notwendigen Konsequenzen zieht. Krall prophezeit:

»Die Wirtschaftskrise wird zu einem massiven ökonomischen Vertrauensverlust der Bürger führen. Dazu kommt ein moralischer Vertrauensverlust, den die Entbürgerlichung unserer Eliten seit Jahren bewirkt. So haben sie in den letzten knapp zehn Jahren die Herrschaft des Rechts in Wirtschaft und Finanzen systematisch untergraben: Die Regierung stellt sich über das Recht, beugt und bricht es. Und das Proporzwahlsystem, das die Richter unserer obersten Gerichte bestimmt, sorgt dafür, daß diese der Politik nie ernsthaft in den Arm fallen. Mit der Grenzöffnung 2015 wurde die Verkehrung der Herrschaft des Rechts in eine Herrschaft über das Recht auf einen weiteren wichtigen gesellschaftlichen Bereich ausgedehnt. Und als sich viele Bürger dagegen wehrten, begann ein dritter Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit: indem man Mittel schuf, die Kritik zu zensieren und indem jeder, der sich kritisch frei äußert, von beruflichen und gesellschaftlichen Konsequenzen bedroht sein kann.

„Die Bürgerliche Revolution – wie wir unsere Freiheit und unseren Wohlstand erhalten“, 300 Seiten, gebunden, 22 EUR!