(David Berger) In einer gemeinsamen Erklärung haben sich alle drei katholischen Bischöfe, die im Bundesland Thüringen wirken, erfreut über die Wahl des Linkenpolitikers Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten des Landes gezeigt.

Unterzeichnet ist das Schreiben von Bischof Ulrich Neymeyr (Bistum Erfurt), Bischof Heinrich Timmerevers (Bistum Dresden-Meißen) und Bischof Michael Gerber (Bistum Fulda).

In der gemeinsamen Erklärung, die verschiedene Nachrichtenagenturen verbreiten, schreiben sie:

Endlich…

„Nach den Wirren und Aufregungen der letzten Wochen können der Freistaat Thüringen und seine Bürgerinnen und Bürger aufatmen. Der Thüringer Landtag hat gewählt, und Thüringen hat in Bodo Ramelow wieder einen Ministerpräsidenten.

Es ist nur zu begrüßen, dass jetzt eine Regierung gebildet wird und das Kabinett seine Arbeit aufnimmt. Endlich können wieder im politischen Ringen Sachfragen im Mittelpunkt stehen. Normalität und Stabilität sollen fortan den politischen Alltag bestimmen. Allerdings ist viel Vertrauen in Parteien und die Demokratie verloren gegangen.

Dieses muss wieder hergestellt werden. Das ist jetzt eine der dringendsten Aufgaben in Thüringen.“

Die Erklärung hat keinerlei Bezug zum Glauben, liest sich als ob sie in der Parteizentrale der Linkspartei abgefasst und dann den Bischöfen zur Unterschrift vorgelegt worden wäre.

Gleichgeschaltet und aus der Geschichte nichts gelernt

Was der Kommunismus von der Kirche hält und die Catholica über den Kommunismus lehrt, ist hinlänglich bekannt. Auch was die Katholiken der DDR unter dem unmenschlichen Regime zu leiden hatten, dürfte für die Bischöfe kein Geheimnis sein. Sie verhöhnen hier jene, die für ihren Glauben im Kommunismus mit ihrem Blut und Leben Zeugnis abgelegt haben.

Erneut versagen deutsche Bischöfe hier, indem sie sich für die staatlich Mächtigen und gegen die Lehre ihrer eigenen Kirche entscheiden. Und eine gleichgeschaltete und daher immer überflüssiger werdende Kirchensteuergemeinschaft anzielen.

Katholischer Arbeitskreis übt scharfe Kritik an Linken-Appeasement der Bischöfe

Ähnlich sieht das offensichtlich auch der „Katholische Arbeitskreis in der CDU Sachsen“, der sich entsetzt darüber zeigt, dass sich drei katholische Bischöfe, darunter auch unser Bischof Heinrich Timmerevers Bistum Dresden Meißen, hinter die Wahl eines linken Ministerpräsidenten in Thüringen stellen, diese befürworten und dazu gratulieren.“

In der Presseaussendung, die kath.net veröffentlicht hat, heißt es weiter:

„Diese Haltung ist respektlos gegenüber allen Katholiken die damals stets gegen das DDR Regime – ja wegen diesem Unrechtsstaat Repressalien erfahren haben und derer die auf den ostdeutschen Straßen dagegen demonstriert haben um eben genau diese Zustände nie wieder zu erleben. Die Linke ist eine demokratiefeindliche Organisation die das Ziel hat unsere freiheitliche Ordnung wieder in eine sozialistische Diktatur zu verwandeln. Wir finden das Handeln der Bischöfe beschämend und möchten deutlich ausdrücken, dass wir dies auf keinen Fall unterstützen. Wir legen dem Bischof sehr ans Herz sich dringend mit der Vergangenheit im Osten der Republik zu befassen. Seine Exzellenz Bischof Heinrich Timmerevers, bitte überdenken Sie dringend Ihre Haltung.“

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