(David Berger) Das System Merkel muss sich keine Gedanken machen, dass von dem neuen Sprecher der deutschen Bischöfe, Georg Bätzing, irgendetwas Kritisches kommen könnte: Mit dem politischen Zeitgeist gleichgeschaltet präsentierte er sich auch sofort nach seiner Wahl. Die KNA gibt ihn folgendermaßen wieder: „Wir müssen weiter gegen Rassismus und Hetze aufstehen – so etwas darf in unserem Land keine Zukunft haben.“

Die katholischen Bischöfe Deutschlands haben den Limburger Bischof Georg Bätzing zum neuen Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Der 58-jährige Nachfolger des „Skandalbischofs“ Franz-Peter Tebartz-van Elst gilt als dem linken Flügel der deutschen Bischöfe zugehörig.

Wer gedacht hatte, nach Kardinal Marx könne es an der Spitze der deutschen Bischofskonferenz nur besser werden, könnte sich nun getäuscht sehen: Bätzing gilt als einer der Bischöfe, die am Pflichtzölibat für katholische Priester rütteln möchten: „Ich glaube, es schadet der Kirche nicht, wenn Priester frei sind, zu wählen, ob sie die Ehe leben wollen oder ehelos leben wollen“. Auch dem Weihepriestertum für Frauen steht er nicht eindeutig entgegen. Ob er diese Positionen gegen den Papst auch nach dem letzten Machtwort von Papst Franziskus beibehalten wird, ist unbekannt.

Vertreter des verhängnisvollen „synodalen Wegs“

Zugleich scheint er ein Verfechter des verhängnisvollen synodalen Wegs zu sein. Zeit-Online bemerkt nicht ohne Begeisterung: „Den katholischen Reformdialog des Synodalen Weges verteidigte Bätzing massiv gegen Kritiker. Bei der ersten Synodalversammlung in Frankfurt war er der gastgebende Bischof.

Bätzing wurde zudem zu einem der Vorsitzenden beim Synodal-Forum „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ gewählt. Bätzing hat bereits gefordert, bei der Sexualmoral die Erkenntnisse aus Theologie und Humanwissenschaften stärker zu berücksichtigen. Die Frage sei, wie man „zu einer neuen Bewertung gleichgeschlechtlicher Beziehungen“ komme, die Akzeptanz und Unterstützung durch die Kirche suchten.“

Systemkonformer Kirchenmann im Konflikt mit römischen Vorgaben

Auch das System Merkel muss sich keine Gedanken machen, dass von dem neuen Sprecher der deutschen Bischöfe irgendetwas Kritisches kommen könnte: Mit dem politischen Zeitgeist gleichgeschaltet präsentierte er sich auch sofort nach seiner Wahl. Die KNA gibt ihn folgendermaßen wieder: „Wir müssen weiter gegen Rassismus und Hetze aufstehen – so etwas darf in unserem Land keine Zukunft haben.“

Selbst liberale Kirchenkritiker vermuten freilich jetzt schon, mit seiner zeitgeistigen Kampfansage gegen „Rassismus “ und „Hetze“ wolle er von der dringen nötigen Aufarbeitung der Missbrauchsskandale in zahlreichen katholischen Diözesen ablenken.

Schlechte Zeiten für Katholiken in Deutschland

Die Zeichen stehen so – sollte mit dem neuen Amt nicht ein radikaler Gesinnungswechsel bei Bätzing einhergehen – in Richtung auf eine weitere Ausweitung der Abspaltung der deutschen katholischen Kirchensteuergemeinschaft von Rom und der Catholica.

Die deutschen Bischöfe haben heute einen neuen Meilenstein zu ihrer eigenen Abschaffung gewählt.

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